Handball – Verbandsliga: Der VfL Wittingen verteilt beim HVB Geschenke und verliert deutlich

Ja, ist denn schon Weihnachten!?

Das Trikot von Tim Schmidt (links) hat die Zerreißprobe auf jeden Fall bestanden. Gegen Barsinghausen verpasste der VfL Wittingen um seine Nummer zehn Kai Eschert (rechts) allerdings einen Punktgewinn. Foto: Thiemann
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Das Trikot von Tim Schmidt (links) hat die Zerreißprobe auf jeden Fall bestanden. Gegen Barsinghausen verpasste der VfL Wittingen um seine Nummer zehn Kai Eschert (rechts) allerdings einen Punktgewinn.
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Barsinghausen. Erst hapert es in der Deckung, dann auch im Angriff. Der VfL Wittingen bleibt in der Fremde ohne eigenen Punktgewinn, muss sich dem HV Barsinghausen in der Handball-Verbandsliga mit 21:29 (15:12) beugen.

Das Fehlen von Marten Schultze machte sich bei den Gästen von Beginn an bemerkbar. Der VfL schaffte es in der Deckung über die gesamte Spielzeit hinweg auch nicht, den Innenblock zu stärken, egal was das Trainerduo Christian Gades und Manfred Busch auch probierte. Gestartet waren die Wittinger nämlich mit einer 6:0-Deckung, liefen aber zeitig einem 1:5-Rückstand hinterher, auch weil die Chancenverwertung bei den Gästen unterirdisch war. Zwei Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße ließ der VfL ungenutzt, kämpfte sich aber dennoch bis zur Pause auf 12:15 ran. Mittlerweile ließen Gades und Busch ihre Formation in einer 5:1-Deckung verteidigen, nahmen den mittleren Rückraumspieler der Barsinghauser in Manndeckung.

In der zweiten Halbzeit machte es der VfL nicht gerade besser und das obwohl Barsinghausen immer wieder mit Fehlern dafür sorgte, dass die Wittinger völlig frei durchkamen. Ganze neun Großchancen ließ der VfL ungenutzt liegen und verpasste es dadurch, auf mehr als vier Treffer ranzukommen. Besonders aus der zweifachen Überzahl machten die Blau-Gelben zu wenig, kassierten sogar einen Treffer per Tempogegenstoß, weil die Abstimmung nicht stimmte. „Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht und viele einfache Gegentore bekommen“, ärgerte sich Gades, der HVB-Toptorjäger Julian Frädermann in Manndeckung nehmen ließ. „Dadurch entstanden aber wieder woanders Lücken, die Barsinghausen nutzen konnte“, so Gades, der die mangelhaften Chancenverwertung als Hauptgrund für die Niederlage ausmachte, während es für Busch einen ganz anderen Knackpunkt im Spiel gab: „Der Wille gewinnen zu wollen, hat bei uns komplett gefehlt. Wir haben die Einladungen des Gegners zu selten angenommen.“

Busch legte den Fokus aber schnell auf das nächste Heimspiel: „Diese Niederlage war definitiv um einige Tore zu hoch. Nächste Woche werden wir dann hoffentlich wieder punkten.“ Der SV Altencelle wird in der „Gelben Hölle“ gastieren und die Wittinger dürften dann auch endlich wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen können.

Von Christian Thiemann

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