Handball – Verbandsliga: Wittingen/Stöcken soll bei der Mannschaft der Stunde Trotzreaktion zeigen

Die Denk-Sport-Aufgabe...

Haben die Köpfe geraucht? Wittingen/Stöckens Spieler (l. Kai Eschert, r. Sebastian Schulze) sollten sich selbst einen Schlachtplan zurechtlegen, um die Auswärtspartie beim starken Aufsteiger TV Stadtoldendorf erfolgreich zu bewältigen. Keeper Alex Cohrs fehlt allerdings.
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Haben die Köpfe geraucht? Wittingen/Stöckens Spieler (l. Kai Eschert, r. Sebastian Schulze) sollten sich selbst einen Schlachtplan zurechtlegen, um die Auswärtspartie beim starken Aufsteiger TV Stadtoldendorf erfolgreich zu bewältigen. Keeper Alex Cohrs fehlt allerdings.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wittingen/Stadtoldendorf. Statt selbst Spielkonzepte einzustudieren, bekamen die Handball-Herren der SG VfL Wittingen/Stöcken am Mittwoch als Ersatz für das gestrichene Training eine Denksport-Hausaufgabe von ihrem Coach Christian Gades mit auf den Weg.

Die Spieler sollten sich bis zur Abschluss-Einheit selbst mit dem kommenden Verbandsliga-Gegner TV 1887 Stadtoldendorf befassen. „Ich bin gespannt, wer eine Idee hat, wie wir sie knacken können“, erwartete Gades Antworten. Genauso wie er bei einer der längsten Auswärtstouren der Saison – und das auch noch am Sonntag (17 Uhr) – eine (offensive) Trotzreaktion auf die jüngste Nicht-Leistung in Fallersleben erwartet.

Rund 170 Kilometer und über zwei Stunden werden die Wittingen/Stöckener ins Weserbergland unterwegs sein. Und dort auf einen aufstrebenden Aufsteiger prallen. Stadtoldendorf ist, neben dem zweiten Neuling und Spitzenreiter Groß Lafferde, die Mannschaft der Stunde nach vier Siegen in Serie! „Das musst du als Aufsteiger erst einmal machen. Sie haben einen ordentlichen Lauf“, ist selbstverständlich auch Gades nicht verborgen geblieben. Wirklich verwundert darüber ist er nicht, hatte er die Liga-Emporkömmlinge doch schon vor dem Start als stark eingestuft. Das bestätigt sich nun.

Der TVS würde „kein Hexenwerk“ betreiben. Aber es ist ein Widersacher mit einer „klaren Linie“ und eine „harte Nuss“. Ausgestattet mit zwei gleichwertigen Keepern, dem Kraftpaket Jannis Ricke als Spielgestalter und Eimantas Grimuta als Abwehr-Chef. Wichtige Positionen, die indes bei der SG VfL morgen ausgedünnt sind. Neben Keeper Alex Cohrs (wird durch Maverick Paulsen ersetzt) fehlen noch Janosch Kochale und Peter Schultze.

Für Gades aber keine Ausrede. Er will „nicht umsonst“ die Mega-Rutsche in die Stadtoldendorfer Rumbruchshölle auf sich nehmen. Gewissermaßen stellt sich nach dem Offensiv-Blackout vor einer Woche die Charakterfrage für Wittingen/Stöcken. Der Coach verlangt vorne eine andere Mentalität. „Wir brauchen den Mut, aber auch den Glauben an die eigenen Aktionen – und müssen das Ganze leidenschaftlich angehen.“ Um auch zu vermeiden, dass das leidige Thema Auswärtsmisere wieder hochkocht. „Wir können etwas unternehmen, damit es keine Thematik wird“, unterstreicht Gades. Bewegung ohne Ball ist gefragt gegen die präferierte 5:1-Deckung des Gegners. Zudem hätte Stadtoldendorf eines der besten Rückzugsverhalten der Liga. Aber das sollten die SG-Spieler bei ihrer Hausaufgabe bestenfalls ja selbst schon rausgefunden haben...

Von Ingo Barrenscheen

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