Fußball – Bezirksliga: SSV nach 0:2 bei Meister Fallersleben praktisch abgestiegen

„Das war’s“ für Sprakensehl

Landesliga, wir kommen! Der VfB Fallersleben machte durch den Heimsieg über Sprakensehl die Meisterschaft und den Aufstieg perfekt. Fotos: Felber

Fallersleben. Freud und Leid lagen gestern Nachmittag im Fallerslebener Stadion am Windmühlenberg ganz dicht beisammen. Hier der VfB, der durch den 2:0-Erfolg die Meisterschaft in der Bezirksliga dingfest machte.

Dort der tapfere SV Sprakensehl, dessen gutes Gefühl ob der Leistung jäh durch die Ergebnisse der Keller-Konkurrenz zerschmettert wurde. Seit gestern ist der SSV praktisch abgestiegen!.

„Das war’s“, gab auch Sprakensehls scheidender Coach Rouven Lütke unumwunden zu. Zwei Spieltage vor Ultimo hat das kleine gallische Dorf sechs Punkte Rückstand. Gefühlt sieben durch das weitaus schlechtere Torverhältnis gegenüber der SV Gifhorn, die am rettenden Ufer sitzt.

„Es ist ja meistens so, dass die Teams nach hinten heraus abbauen“, war Lütke nicht vollends überrascht über die kontraproduktiven Resultate. Etwa seines künftigen Clubs MTV Isenbüttel, der beim 0:4 gegen Holzland Schützenhilfe verweigerte. So wandelten sich die Gesichtszüge der SSV-Spieler kurz nach Spielende. „Als wir vom Platz kamen, haben wir uns eigentlich über unsere taktische Meisterleistung gefreut“, so Lütke. Doch dann die frostige Kunde. Und schon schlug der Stolz in „Enttäuschung“ um. „Es ist aber nicht so, dass bei uns eine Welt zusammengebrochen ist“, stellte der Trainer klar.

Auch in den 90 Minuten zuvor war die Sprakensehler Welt nicht zusammengebrochen. Wie vielleicht der eine oder andere vorab geglaubt haben dürfte. Sprakensehl igelte sich tief ein und ließ die Titelsause der Übermannschaft aus Fallersleben so nur langsam in Schwung kommen. „Wir standen bombensicher“, registrierte Lütke begeistert. Bei 20 Metern sei „Schluss mit lustig“ für den Favoriten gewesen, der Ballbesitz in Bayern-Manier besaß. Ausgerechnet ein Konter führte zum 1:0 (23.). Der zweite Treffer nach der Pause (62.) praktisch eine Kopie.

Sprakensehl verkaufte sich also teuer. Und musste doch ein bitteres Ende quittieren.

Von Ingo Barrenscheen

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