Fußball – Sechs Clubs steigen nachträglich auf / Jubel bei HaMa und Wahrenholz II / Groß Oesingen II skeptisch

„Das Beste kommt eben zum Schluss“

Jubel in Wahrenholz: Die zweite Mannschaft des VfL (r.) spielt in der neuen Saison in der Kreisliga. Foto: Barrenscheen

Isenhagener Land. Wir machen den Weg frei! Dank des Helmstedter SV und des TSV Wolfsburg steigen gleich sechs (!) Vereine aus dem Kreis Gifhorn nachträglich noch auf. Das beschloss der Spielausschuss in seiner Sitzung.

Vom Rückzug der beiden Fußball-Bezirksligisten profitieren der VfL Wahrenholz II, der VfL Rötgesbüttel, der SV Groß Oesingen II, die SV Meinersen II, der SV Hagen-Mahnburg und der TSV Brechtorf.

Der Spielausschuss reagierte damit auf die Tatsache, dass mit dem SV Sprakensehl nur noch eine Gifhorner Mannschaft aus der Bezirksliga ins Kreisoberhaus absteigt und die Kreisliga dann eine Saison in Unterzahl hätte spielen müssen. „In Anbetracht der Tatsache, dass die Saison bereits seit zweieinhalb Wochen vorbei ist, die Vereine auch aus Urlaubsgründen keinen spielfähigen Kader zur Verfügung haben, wurde festgelegt, dass es zusätzliche Aufsteiger gibt“, sagte Spielausschuss-Vorsitzender Heinz Jeske. In der neuen Saison wird in der Kreisliga mit Überhang gespielt. Es gibt mindestens drei Absteiger.

Dazu will der VfL Wahrenholz II, der zusammen mit Rötgesbüttel das Oberhaus entert, nicht gehören. „Die Situation des Aufstiegs ist schon kurios. Aber wir nehmen sie gerne an. Auch wenn es dann eine sehr schwierige, spannende Saison wird“, meinte VfL-Trainer Helge Reinsch, dessen Team nur wegen des Nicht-Antretens des SV Dannenbüttel (5:0) den SV Westerbeck auf Platz drei verdrängt hatte. Die Differenz: ein Tor. „Das Beste kommt eben zum Schluss“, grinste Reinsch.

Das gilt auch für den SV Hagen-Mahnburg. Die Grün-Weißen hatten in Knesebeck (3:3) den Aufstieg in letzter Sekunde verspielt, erlebten nun nachträglich noch das Happy End. „Ich hatte darauf gehofft. Vielen Dank an die Vereine, die sich zurückgezogen haben. Super. Wir haben es auch verdient“, jubelte der SV-Vorsitzende Torsten Haase sehr ausgelassen über den verspäteten Einzug in die 2. Kreisklasse. „Der Fußballgott hat ein Einsehen mit uns gehabt“, meinte Haase, der nach der „geilsten Nichtaufstiegsfeier“ nun noch eine Aufstiegsparty organisieren will.

Einen Grund zur Freude hat Ernst Goltermann im Aufstieg vom grünen Tisch nicht entdecken können. „Ich weiß nicht, ob meine Mannschaft schon so weit ist“, kommentierte der Trainer des SV Groß Oesingen II die sofortige Rückkehr in die 1. Kreisklasse. Vor einem Jahr war die SV-Reserve „sang- und klanglos abgestiegen, die Mannschaft auseinandergebrochen.“ Gleiches könnte den Groß Oesingern nach dem schnellen und erfolgreichen Neuaufbau wieder drohen. „Die Jungs müssten mehr trainieren und ich weiß noch gar nicht, welche Spieler zur Verfügung stehen“, erklärte Goltermann ratlos. Ob das Beste auch für die SV-Zweite zum Schluss gekommen ist, wird eine Beratung zeigen.

Von Matthias Jansen

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