Fußball – Bezirksliga: In Wahrenholz und Brome deutet viel auf Spielausfälle hin

„...dann kannst du die Walze suchen“

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Durchtränkte Grünflächen: Die Plätze beim FC Brome (l. Erik Weis) und VfL Wahrenholz (r. Jannik Vespermann) waren unter der Woche erneut gesperrt. Es sieht bei beiden Bezirksligisten eher nicht danach aus, dass am Wochenende gespielt werden kann.

Wahrenholz/Brome – Die buchstäblichen Wasserstandsmeldungen lassen wieder nichts Gutes erahnen. Sowohl in Brome (bis heute) wie auch in Wahrenholz (bis gestern) waren unter der Woche die Plätze gesperrt.

Dementsprechend rechnen sich die zwei Fußball-Bezirksligisten FC und VfL keine allzu großen Chancen aus, dass ihre Heimspiele am kommenden Sonntag (15 Uhr) auch tatsächlich angepfiffen werden.

VfL Wahrenholz

Thorsten Thielemann flüchtet sich angesichts der unbefriedigenden Situation ein wenig in Süffisanz. Angesprochen auf den Fakt, dass der Nachbar FSV Vorhop-Schönewörde in der Woche zuvor den Platz gewalzt und dann auch gespielt hätte, unkt der Wahrenholzer Trainer: „Wenn wir bei uns raufgehen würde mit der Walze, kannst du sie danach suchen...“ Speziell der B-Platz am Taterbusch gleiche einem Aquarium. Statt des ausgefallenen Spiels trainierten die Schwarz-Gelben am vergangenen Sonntag – wohlgemerkt auf der kleinen Grünfläche hinter dem Fangzaun des A-Geläufs. Jeder Fußballer kann sich ausmalen, wie förderlich diese Einheit gewesen sein dürfte... „Es geht ja allen so“, winkt Thielemann ab. Auch wenn gegen den TSV Vordorf am Sonntag erst die zweite Partie des Jahres wartet, hat der Frustrations-Grad beim VfL schon die nächste Stufe erreicht. „In den ersten Februar-Wochen ging es ja noch, aber jetzt nervt es. Am Dienstag haben wir das Training ausfallen lassen, am Mittwoch waren wir im Soccer-Park – man guckt von Tag zu Tag, was möglich ist.“ Sollte doch etwas möglich sein am Wochenende, trifft Wahrenholz auf ein „ordentliches Pfund“, konstatierte Thielemann. Vordorf steht nur drei Plätze und zwei Zähler schlechter da, sei eine „abgezockte Truppe“ mit Offensiv-DNA. Davon zeugt auch der knappe 3:2-Sieg des Taterbusch-Teams im Hinspiel. Für die Fans unterhaltsam, für die Trainer nervenaufreibend.

FC Brome

Schicksalsgenossen unter sich... Auch Brome ordnete ein Pseudo-Training abseits der eigentlichen Spielflächen an, „damit wir uns trotzdem bewegen“, sagt Coach Mark-Oliver Schmidt. Er kalkuliert ebenfalls eher mit einem weiteren spielfreien Sonntag für die Burgherren statt mit 90 herausfordernden Minuten gegen den Landesliga-Absteiger TSV Hillerse (6.). „Die Tendenz geht dahin.“ Auch wenn die Rasenplätze bei positiven Wetterverhältnissen auch schnell abtrocken könnten. Einzig: Es sind wieder Niederschläge angesagt. Dabei würden die FCB-Kicker ungeduldig mit den Stollen scharren. Schmidt: „Sie sind am machen, machen, machen und wollen dann auch irgendwann.“ Zumal Brome in Bestbesetzung auflaufen könnte aktuell. Anders als noch bei der 1:5-Abfuhr im Hinspiel, als der Neuling gegen Hillerse nicht zu bestellen hatte. „Wir könnten zeigen, ob wir uns verbessert haben oder nicht“, meint Schmidt und würde seine Riege nicht völlig chancenlos sehen: „Die Spiele müssen erst einmal gespielt werden.“ Nur wann!?

VON INGO BARRENSCHEEN

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