Crashs erstmals in Teichgut

Bei solchen Crashs geht den Stockcar-Fans das Herz auf. Die Motorsportveranstaltung findet am Wochenende nicht wie gewohnt in Wahrenholz, sondern erstmalig in Teichgut statt. Archivfoto: Kayser

Teichgut. Lange Zeit befand sich das Stockcar-Rennen in Wahrenholz auf Kollisionkurs. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wegen fehlender Fläche drohte das Aus. Nun gibt’s aber doch grünes Licht für die Blechkarossen. Allerdings in Teichgut.

Um ein Haar hätten die Organisatoren die riesige Veranstaltung an diesem Sonnabend und Sonntag (jeweils ab 11 Uhr) absagen müssen. Vor sechs Wochen kam vom Landkreis ein Veto. Die in Schönewörde vorgesehene Strecke dürfe nicht benutzt werden, weil sich dort ein Wasserschutzgebiet befindet. Wahrenholz kam 2011 ohnehin nicht in Frage, weil auf der eigentlichen Fahrfläche Mais und Kartoffeln angebaut wurden. „Wir standen kurz vor der Absage“, erzählt Veranstalter Holger Roth.

Glücklichwerweise fand sich doch noch kurzfristiger Ersatz. Der Anhängerverleih Meyer in Teichgut stellte den Organisatoren eine Fläche zur Verfügung. „Der Landwirt Wilhelm Meyer sagte, wenn keiner es machen will, dann machen wir das. Wir sind ihm dafür sehr dankbar“, sagt Roth. Gestern wurde der Acker abgemäht. Dem dritten von vier Wertungsläufen zum internationalen Stockcar-Cup steht nichts mehr im Wege.

120 Zusagen liegen vor. Die Organisatoren rechnen mit 160 Fahrzeugen, die das Erdreich umpflügen. Die diesjährige fünf Hektar große Strecke ist etwas anspruchsvoller als ihre Vorgänger, weil es einen leichten Hügel gibt. Dazu sind die Bahnen länger und breiter. Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag geht zunächst die Jugendklasse auf die Piste. Im Anschluss geben die Erwachsenen Vollgas in den Wertungsklassen 1 bis 5 (60 bis 300 PS). Ein Starter aus Perleberg kommt mit einem Wartburg, in dessen Innern zwei je 150 PS starke Opel-Motoren eingebaut sind.

Roth und Co. rechnen erneut mit über 1000 Zuschauern, die Spektakuläres erleben. „Vollkontakt-Motorsport gibt es nicht alle Tage zu sehen.“ Auch ein Blick hinter die Kulisse ist erlaubt. Neugierige dürfen sich im Fahrerlager umschauen. Roth verspricht interessante Einblicke und tollen Motorsport. „Sie können schauen, was die Fahrer da so zusammengeschraubt haben. Das muss man gesehen haben.“

Am Freitag und Sonnabend findet ab 21 Uhr eine Zeltdisco auf dem Rennplatz statt. Fürs leibliche Wohl ist während der Turniertage gesorgt. Der Eintritt für Kinder bis 14 Jahre ist kostenlos. Alle anderen zahlen fünf Euro für ein Tages- und acht Euro für eine Wochenendticket.

Von Arek Marud

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