Keine Partien vom 24. bis 29. November / SG VfL findet‘s „vernünftig“

Coronabedingt: HRSON stoppt vorläufig Handball-Spielbetrieb für diese Woche!

Die Einschläge für einen längeren Handball-Lockdown kommen näher: Die Regionsteams der SG VfL Wittingen/Stöcken (hier Torwart Maverick Paulsen von der zweiten Herren) setzen vorerst vom 24. bis 29. November 2021 mit dem Spielbetrieb aus.
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Die Einschläge für einen längeren Handball-Lockdown kommen näher: Die Regionsteams der SG VfL Wittingen/Stöcken (hier Torwart Maverick Paulsen von der zweiten Herren) setzen vorerst vom 24. bis 29. November 2021 mit dem Spielbetrieb aus.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Das ist vermutlich nur der Anfang vom vorläufigen Ende: Die Handball-Region Süd-Ost Niedersachsen (HRSON) ist am Mittwoch – wie schon im Vorjahr – dem großen Dach-Verband HVN zuvorgekommen und hat mit Blick auf das zunehmende Corona-Chaos bis auf Weiteres den Spielbetrieb auf Regionsebene vom 24. bis einschließlich 29. November ausgesetzt!

Diesen (Zwischen-)Schritt teilte Oliver Ede, stellvertretender Vorsitzender Spieltechnik, allen Vereinen innerhalb der HRSON in einer entsprechenden E-Mail mit. Die Handball-Region reagiert damit auf das Rumoren an der Basis. „In den letzten drei Tagen haben uns sehr viele Vereine kontaktiert und auch schon ihre Mannschaften vorläufig vom Spielbetrieb zurückgezogen“, erklärte Ede. Auf die kritischen Rahmenbedingungen müsse er nicht gesondert hinweisen. „Auch wir haben eine Verantwortung allen Handballern gegenüber.“ Daher hat sich der HRSON-Vorstand dazu entschieden, das Liga-Geschehen fürs Erste einzustellen. Spätestens am kommenden Montag, 29. November, sollen dann neue Informationen für die Vereine folgen.

Apropos: Am kommenden Montag setzen sich auch die Trainer und Betreuer der SG VfL Wittingen/Stöcken zusammen, um über den eigenen Umgang mit der Situation zu beratschlagen. Handball-Abteilungsleiter Kai Schüttenberg ahnt, dass der temporäre Cut wieder in einem Vollzeit-Lockdown münden dürfte. Er begrüßt die Initiative der HRSON. „Das ist vernünftig und ein Schritt in die richtige Richtung. Weil ich die Fortsetzung aktuell für nicht zwingend darstellbar ansehe.“ Von Wittingen/Stöcken sind die zweite Herren, dritte Damen und einige Regionsjugend-Teams vom Wochenend-Stopp betroffen.

„Das ist vernünftig und ein Schritt in die richtige Richtung. Weil ich die Fortsetzung aktuell für nicht zwingend darstellbar ansehe.“

Wittingen/Stöckens Handball-Chef Kai Schüttenberg zum Spiel-Stopp in der Region

Schon 2020 hatte sich die SG VfL als einer der ersten Klubs überhaupt in Niedersachsen vom Spielbetrieb zurückgezogen. Hier und da hätte es zuletzt im Verein schon „besorgte Meinungen“ gegeben. Es sei erneut der Punkt erreicht, an dem „die Sorge, spielen zu müssen, die Freude überragt, spielen zu können“, betont Schüttenberg.

Bleibt nur die Frage, ob auch auf Landesebene analog verfahren wird. Noch am Dienstag hatte sich HVN-Präsident Stefan Hüdepohl trotz der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung – die eine 2G- oder sogar 2Gplus-Regelung für den Amateursport im Innenbereich vorsieht – optimistisch geäußert, was eine Fortsetzung der Saison betrifft. Das könnte sich schnell überholen. Bei „massivem Protest von den Vereinen“ müsse die Situation überdacht werden. Das HRSON-Haltesignal ist ein eindeutiges Abbild dieser Ablehnung.

Schüttenberg rechnet ohnehin mit einem längeren Handball-Stillstand. „Ich habe die stille Hoffnung, dass wir vielleicht im Februar zurückkehren können. Mit verschärften Regelungen.“ Mit einer Saison-Verlängerung sei dann immer noch eine realistische Chance gegeben, die Spielzeit dieses Mal zu finalisieren.

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