Fußball – Kreisliga: Offensivakteur spielt seit 1998 für die Wittinger / „Fühle mich pudelwohl im Verein“

Christian Brauner, der Dauerbrenner des VfL

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Christian Brauner lebt für seinen Verein VfL Wittingen/Suderwittingen.

Wittingen. Seit 1998. Von der G-Jugend bis hoch zu den Senioren. Von der 3. Kreisklasse bis zur Bezirksliga. Christian Brauner lebt für seinen Verein VfL Wittingen/Suderwittingen. In guten wie in schlechten Zeiten hielt heutige der BWL-Student seinem Klub die Treue.

Der VfL Wittingen/Suderwittingen befindet sich derzeit in keiner einfachen Situation. 

Die Brauereistädter stehen in der laufenden Kreisliga-Saison auf dem letzten Platz. Viele Steine wurden zuletzt umgedreht, mit Peter Dierks ein neuer Interimstrainer präsentiert. Denn in der Hinserie lief nicht viel zusammen mit nur acht Punkten aus 13 Spielen. „Wir haben viele Partien unglücklich aus der Hand gegeben und dann auch verloren. Es kam einfach vieles zusammen. Auch dass wir vorne unsere Chancen nicht genutzt haben“, erzählt Brauner. Ganz im Gegensatz dazu spielte der BWL-Student die wohl beste Hinrunde seiner Karriere. Denn der Angreifer, der in seiner Freizeit gerne die Eishockey-Spiele der Grizzlys Wolfsburg besucht, markierte fast die Hälfte aller VfL-Tore. Elf an der Zahl. Dabei bedankt er sich auch bei Ex-Trainer Torsten Haase, der einen großen Anteil an seiner Treffsicherheit hatte: „Er hat in den Einheiten viel für uns Stürmer eingeplant. Außerdem kann ich wieder regelmäßiger trainieren.“

Das war in den vergangenen Jahren für Brauner nicht immer möglich, weil der 27-Jährige in Berlin seinen Bachelor absolvierte. Nun macht er seinen Master in Magdeburg, trainiert dort einmal die Woche in einer Unimannschaft mit und kann freitags beim VfL-Training teilnehmen. Nun soll in der Rückrunde alles besser werden. Auch wegen Interimstrainer Dierks. „Es war diesmal etwas anderes als zuvor. Peter kannte fast keinen einzigen Spieler, jeder musste sich neu beweisen. Außerdem versucht er, immer alles spielerisch zu lösen, was mir sehr gefällt“, so Brauner zum neuen Übungsleiter.

Ein Wechsel kam für den 27-Jährigen nie in Frage, auch wenn er mehrere Angebote vorliegen hatte. „Ich fühle mich pudelwohl beim VfL Wittingen. Vor allem weil ich mit meinen Freunden zusammen kicken kann“, pointiert der großgewachsene Angreifer. Die Devise lautet nun: So schnell wie möglich runter vom Abstiegsplatz. Einen Zähler Rückstand haben die Brauereistädter auf das rettende Ufer, wo derzeit der MTV Wasbüttel rangiert. „Natürlich wird es nicht einfach. Aber die Einstellung im Team stimmt, alle sind motiviert. Jetzt müssen wir punkten“, so Brauner.

Damit kann das Schlusslicht am Sonntag (15 Uhr) dann direkt beginnen. Dann geht es gegen den Wesendorfer SC, der auch mit unten drin steht. Brauner zum kommenden Gegner: „Jede Begegnung ist jetzt wichtig für uns. Aber ich bin optimistisch, weil uns der WSC eigentlich ganz gut liegt.“ Neben dem Klassenerhalt hat sich der Offensivspieler noch eine Sache fest in den Kopf gesetzt. Er möchte seine persönliche Tore-Bestmarke übertreffen. In seiner Karriere waren bislang 15 Treffer in einer Saison das Höchste der Gefühle. 14 Partien hat Brauner jetzt noch Zeit, um fünf Treffer zu erzielen. Das sollte wohl möglich sein bei seiner Form...

Von Jannis Klimburg

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