Tennis: Triumph im Einzel und Doppel!

Charlotte Klasen aus Hankensbüttel ist Berliner Verbandsmeisterin

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Charlotte Klasen heimste bei den Berliner Tennis-Verbandsmeisterschaften gleich beide Titel ein.

Berlin. In Abwesenheit von Schwester Anna schlug ihre große Stunde. Passend dazu hielt Charlotte Klasen am Wochenende nach ihrem totalen Triumph bei den Berliner Tennis-Meisterschaften eine Wanduhr im U-Bahn-Look ihrer Wahlheimat in den Händen.

Die Hankensbüttelerin gewann sowohl im Einzel (und trat damit in die Fußstapfen von Anna) als auch im Doppel den Titel und empfand dies logischerweise als „doppelt schön“!.

Während Anna beim mit 50000 US-Dollar dotierten ITF-Turnier im italienischen Brescia in der ersten Qualifikations-Runde gegen die Österreicherin Pia König ausschied (2:6, 4:6), lief es für Teil zwei des Sister Acts zuhause blendend. Die an Position eins gesetzte Akteurin vom Zweitligisten TC 1899 Blau-Weiß Berlin wurde ihrer Favoritenrolle im Einzel-Wettbewerb vollauf gerecht. Charlotte Klasen gab auf dem Weg ins Endspiel der Berliner Verbandsmeisterschaften in vier Matches gerade einmal elf Spiele ab, beherrschte ihre Gegnerinnen anfangs nach Belieben. Nach leichten Komplikationen in der Vorschlussrunde wurde es dann im Finale gegen die Nr. 2 des Rankings, Juliane Triebe (Berliner Sport-Verein), durchaus problematisch. „Das war echt ein Krampf. Ich habe mir zu viele leichte Fehler geleistet, war manchmal zu ungeduldig“, zeigte sich das hiesige Tennis-Ass selbstkritisch. Doch sie gewann im ersten Durchgang den Tie-Break-Krimi mit 7:6 und zwang ihre Widersacherin schließlich mit 6:4 in die Knie.

Damit nicht genug: Die 20-Jährige räumte parallel auch noch mit ihrer Premieren-Partnerin Janina Braun (Tennis-Club SSC Berlin) im Doppel den Titel in Deutschlands Zentrum der Macht ab. Unangefochten, wohl gemerkt! Klasen/Braun gewannen schließlich den Showdown gegen die Vorjahressiegerinnen Reinhard/Deduraite Palomero (TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz) mit 6:1, 6:4. Ihre Bilanz fiel entsprechend positiv aus: „Wir haben gut miteinander harmoniert.“

Einen unglücklichen Verlauf nahm der Wettbewerb hingegen für Friedrich Klasen. Für die Nr. 2 der Setzliste lief es bis zum Einzel-Halbfinale wunschgemäß – lockerleichte Siege. Doch dann scheiterte er hauchdünn am späteren Überraschungs-Sieger Niclas Braun (Tennis-Club SSC Berlin) durch ein 3:6, 6:1, 6:7. Im Doppel schied der Hankensbütteler durch eine Verletzung seines Mitstreiters Alexander Betz (SV Zehlendorfer Wespen) im Viertelfinale kampflos aus...

Von Ingo Barrenscheen

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