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Chaaban-Wechsel zum SSV Kästorf: „Wir werden ihn nicht ersetzen können“

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Von: Aron Sonderkamp

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Ahmed Chaaban schiebt gegen den SV Gifhorn ins leere Tor ein
Der letzte Treffer in Grün-Weiß: Bromes Ahmed Chaaban (Mitte, hier bei seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:4 gegen die SV Gifhorn am letzten Spieltag) wechselt zum SSV Kästorf. © Aron Sonderkamp

Nach 17 Jahren an der Steimker Straße wechselt Ahmed Chaaban vom Fußball-Bezirksligisten FC Brome zum Landesligisten SSV Kästorf.

Brome/Kästorf – Es ist der erste Vereinswechsel in der Karriere des Bromer Urgesteins. „Das war schon schockierend. Ich hätte überhaupt nicht mehr damit gerechnet. Es tut uns weh, weil es so kurzfristig kam und wir mit ihm geplant haben“, reagiert Hendrik Joswig, Teammanager des FC Brome, merklich mitgenommen auf den Abgang von Ahmed Chaaban. Von bösem Blut fehlt allerdings jede Spur: „Ich gönne es ihm. Es ist der nächste sportliche Schritt. Er ist ein guter Spieler mit großer Qualität und ich denke, er wird in Kästorf eine Rolle spielen. Aber für uns als Mannschaft ist das natürlich bitter.“

Gerade, weil er schon seine ganze Karriere an der Steimker Straße spielt, sei der Verlust hart: „Er hat sich von der A-Jugend bis in den Mannschaftsrat weiterentwickelt und passt menschlich super rein. Ersetzen werden wir ihn nicht können.“ Versuchen muss der FCB es dennoch: „Wir sind generell dran, daran zu arbeiten. Es ist aber sehr schwer, Spieler in der Qualität jetzt noch zu finden“, erläutert Joswig.

Auch Chaaban selber tat sich mit dem Transfer schwer: „Es ist ein Gefühlschaos. Ich kann das selber noch nicht ganz realisieren. Es war nie daran zu denken, dass ich mal wechseln würde, weil ich eher der ängstliche Typ bin.“ Doch die Lust auf die große Herausforderung überwog: „Ich habe Bock auf die Landesliga. Ich will es lieber versuchen, als später zu bereuen, es nicht gemacht zu haben.“ Auch der Zeitpunkt sei geeignet: „Wir haben eine super Saison gespielt und uns leider nicht belohnt. Ich bin mittlerweile 25 Jahre alt. Ich will versuchen, mein Potenzial komplett auszuschöpfen.“

Dafür sei der SSV der geeignete Verein: „Ich kenne zwei, drei Kollegen aus Kästorf. Das war dann so ein typisches Geschnacke. Es hat sich einfach ergeben. Ich hatte auch ein sehr gutes Gespräch mit dem Sportdirektor.“

Klein ist die Konkurrenz allerdings nicht. Der SSV rüstet mächtig auf. Aus dem Nordkreis kamen bereits Sönke Seidel (SV Groß Oesingen), Thomas Bulach und Marlon Jansen (VfL Wahrenholz). „Das ist schon ein großer Kader. Wenn man sich die Namen anhört, muss man nicht um den heißen Brei reden. Jannes Drangmeister, Manuel Gerlof oder Noah Mamalitsidis. Das sind große Namen.“

Chancen rechnet er sich dennoch aus: „Es reizt mich einfach. Sportlich versucht man, sich mit den Besten zu messen.“ Und weiter: „Jeder, der mich kennt, weiß um meine Qualität. Ich will so viel spielen wie möglich.“

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