Beim VfL Wittingen geht es in der nächsten Saison ohne die Buschs weiter

Ein Busch geht selten allein

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Nach zwei Jahren bei der 1. Herren nimmt Manfred Busch (links) seinen Hut. Sohn Alexander streicht verletzungsbedingt die Segel.

Wittingen. Die Abschiede hatten sich angekündigt. Manfred und Alexander Busch sind ab jetzt nur noch als Zuschauer in der Gelben Hölle beim VfL Wittingen unterwegs. Eigentlich war Manfred Busch schon lange als Handball-Trainer ausgestiegen.

Als Christian Gades ihn vor zwei Jahren bat, sich noch mal an die Seitenlinie mit ihm zu stellen, war jedoch schnell klar: Das Feuer lodert noch. Und es brannte zum Ende lichterloh. Trotzdem ist jetzt Schluss, Gades ist fortan erstmal alleine auf der Kommandobrücke.

„Es ist schön, wenn man geht und kriegt etwas geschenkt. Dann hat man viel richtig gemacht“, freute sich Manfred Busch (rechts), der hier von Christian Gades verabschiedet wurde.

Nach dem Abstieg aus der Oberliga und den vielen Abgängen im letzten Jahr wollte Busch nicht gehen. „So verabschiedet man sich einfach nicht“, fand der Coach, der Sonntag beim 34:26-Sieg gegen Nienburg ein letztes Mal die Geschicke leitete. „Uns war es wichtig, dass wir mit unserem Verbleib ein Zeichen setzen“, so Busch, der die zwei Jahre nicht missen möchte, aber absichtlich auf die typischen Abschiedsfloskeln verzichtet: „Mir hat die Zeit sehr viel Spaß gemacht. Wir sind mit einem Projekt gestartet, das jetzt langsam Früchte trägt.“ Doch bei all dem Spaß und all der Freude, die der Trainerjob mit sich bringt, steht auch immer noch der erhebliche Aufwand, den Busch nun nicht mehr leisten kann und möchte: „Mein Dank geht an meinen Trainerkollegen Christian, mit dem das Arbeiten immer super geklappt hat.“ Zuvor wurde der scheidende Trainer bereits mit Danksagungen überschüttet. Die Mannschaft, Christian Gades und nicht zuletzt der Vorsitzende Kai Schüttenberg lobten Busch in den höchsten Tönen. „Von der ersten Sekunde an war es sehr vertrauensvoll zwischen uns. Wir haben ein super Verhältnis“, meinte Gades, der nun nach einem Nachfolger sucht: „Da gibt es noch nichts zu vermelden, wir gucken uns weiter um.“

Mit dem Trainer Busch ging aber auch der Spieler Busch. Alexander hat in den letzten zwei Jahren verletzungsbedingt nur bei den Spielen, nicht aber beim Training mitwirken können und hängt deshalb die Schuhe vorzeitig an den Nagel. „Ich bin sehr froh, dass er solange noch die Knochen für den Verein hingehalten hat“, meinte Schüttenberg, der als Hallensprecher vor allem die Tore von Alexander Busch vermissen wird. Ein letztes „Babuuuuusch“ ließ er deshalb beim Abschied noch mal ertönen. Beide erhielten neben zahlreichen Geschenken auch je eine Dauerkarte für den VfL.

Von Christian Thiemann

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