IK-Nachspielzeit: Auch Tiddische trennt sich einvernehmlich vom Trainer

Von Burgern und Pilzen...

Daumen hoch für den Burger-Meister: Betreuer Marko Ringmann beköstigte den VfL Wahrenholz. 
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Daumen hoch für den Burger-Meister: Betreuer Marko Ringmann beköstigte den VfL Wahrenholz. 

Isenhagener Land – Vorhang auf für die IK-Nachspielzeit.

Kubis-Aus in Tiddische

 Aus und vorbei nach zweieinhalb Jahren. Teutonia Tiddische (2. Kreisklasse 1) hat sich schon vor dem Spiel gegen den SV Groß Oesingen II von Trainer Thomas Kubis getrennt. Henrik Müller und Wieland Bartels haben nun interimsweise das Sagen. „Wir haben uns einvernehmlich und im Guten getrennt“, betonte Kubis. Bereits vor einigen Wochen hatte er seinen Rücktritt angeboten. „Ich wünsche der Mannschaft alles Gute.“ Immerhin: Nach sieben punktlosen Spielen zum Start gab es mit dem Trainerwechsel gleich den ersten Sieg gegen die SVGO-Reserve. Kubis: „Mich freut es sehr.“ Im Abstiegskampf werde es aber „sauschwer“. Indes sucht der Vorstand nach einer Dauerlösung. „Das wird bis zum Winter dauern“, glaubt Müller, der unter Kubis schon Co-Trainer war. Aus seiner Sicht sei die Trennung logisch gewesen, Spieler sollen ihren Unmut bekundet haben. Müller: „Mir hat es für Thomas leidgetan.“

Blitz-Debüt für Graczyk

Trotz frühlingshafter Temperaturen wurde Jens Graczyk ins kalte Wasser geworfen. Eigentlich wollte Matthias Hopp seinem neuen Schützling „noch mehr Zeit geben für seinen ersten Einsatz“, doch die anhaltend prekäre Personallage beim Wesendorfer SC sorgte für ein Blitz-Debüt des Ex-Langwedelers im Gastspiel beim SV Westerbeck. Denn auf der Ersatzbank nahmen neben Hopp selbst quasi nur Invaliden Platz... „Wenn wir Jens nicht noch aus dem Hut gezaubert hätten, wären wir nur zehn fitte Spieler gewesen“, unterstrich der WSC-Coach. Der Kontakt sei über Abwehrspieler Dennis Pavlov entstanden, der mit Graczyk befreundet ist. Die 0:5-Pleite sei keine Empfehlung für die Herbst-Verstärkung gewesen. „Es ist blöd, wenn sich die Mannschaft demjenigen so präsentiert. Aber er hat seine Feuertaufe gut gemacht und wird uns weiterhelfen – auch wenn man es am Ergebnis nicht sehen kann“, meinte Hopp.

Der Burger-Meister...

Hätten sie doch auch mal am Spieltag einen derart großen Erfolgs-Hunger gehabt... Obwohl die Bezirksliga-Kicker des VfL Wahrenholz beim Abschlusstraining am Freitagabend in einen tollen Genuss kamen, vermochten sie im Heimspiel gegen den TSV Hehlingen (1:3) nicht die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Dabei hatte ihnen der im Sommer eingestiegene Betreuer Marko Ringmann – von allen nur Olli genannt – als Einstimmung etwas Schmackhaftes vom Rost gezaubert. „Er ist leidenschaftlicher Griller und nimmt mit zwei Kumpels regelmäßig an Barbecue-Festivals teil. Die Drei nennen sich die ‘east-side-smokers’ und haben 2018 sogar mal einen Wettbewerb gewonnen“, erklärte der Wahrenholzer Co-Trainer Jan Schöbel. Die feurige Aktion kam super an. „Viele Spieler haben vom besten Burger gesprochen, den sie je gegessen haben!“ Nebenbei verfolgten die Wahrenholzer das kurzfristig anberaumte Testspiel der Reserve gegen die eigene A-Jugend. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass der Emmener Ringmann (coachte selbst früher Jugendteams beim SV Hankensbüttel) für die VfLer den Grill anwirft. Der Schwager in spe von Abwehrchef Christopher Hartmann sei auch menschlich ein absoluter Gewinn für das Taterbusch-Team, unterstreicht Schöbel. „Er ist sehr fußballbegeistert und bringt absolut positive Stimmung in die Mannschaft. Zusammen mit Thorsten und mir ein super harmonierendes Dreier-Gespann.“

Brutales Ende für Ende

Alter schützt vor Torgefahr nicht... Obwohl der MTV Gamsen alle Personal-Register gezogen hatte, reichte es am späten Sonntagnachmittag für das Schlusslicht der Fußball-Bezirksliga erneut nicht für einen Punktgewinn beim 1. FC Wolfsburg (3:4). Dabei hatte Interimscoach Ralf Ende extra die drei Oldies Valerie Renz, Heinrich Worms und Babis Cirousse reaktiviert. Die beiden Letztgenannten erzielten dann auch tatsächlich alle drei Treffer für den MTV. Doch in der vierten Minute der Nachspielzeit traf Arben Mustafa per Freistoß noch zum Sieg für die Wolfsburger. Dieser bittere Schlusspunkt sei „an Brutalität nicht zu überbieten“ gewesen, haderte Ende.

Joswigs Strohhalm

Nun ja, den FC Brome wird die Last-Minute-Schlappe von Gamsen gefreut haben. Denn zumindest die Bürde der Roten Laterne bleibt den Burgherren somit vorerst erspart... Dennoch macht dem Aufsteiger nach der 1:9-Reibe von Mörse nur wenig Hoffnung, dass es nicht zur direkten Rolle rückwärts kommt. Aber das Schicksal über sich ergehen lassen – das ist nicht Hendrik Joswigs Sache. „Dann kann ich sonntags auch Pilze sammeln gehen“, frotzelte Bromes Teammanager und klammert sich an einen Strohhalm aus der Vorsaison. Da sei der FCB nach einer Pleite gegen Hillerse II in einer ähnlich aussichtslosen Lage gewesen. „Nachdem wir gesagt hatten, das Ding ist durch, haben wir eine ziemlich gute Serie gestartet.“ Das sei auch aktuell seine Hoffnung. Joswig: „Es ist nicht so, dass wir sagen, wir geben auf. So weit ist es noch nicht.“ Doch auch ihm ist nur allzu sehr bewusst, dass „ein bisschen was passieren muss“.

VON INGO BARRENSCHEEN

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