Handball – Verbandsliga: Spitzenreiter Wittingen soll souveräner auftreten / Heute in Bergen / „Klarer Sieg wäre schön“

Bühlow wünscht sich mehr Entspannung

Durchblick behalten!? Wittingens Trainer Axel Bühlow wünscht sich, dass sein Team (Stefan Tietz, Torben Banse, Christopher Witzke/v.l.) in Bergen über 60 Minuten konzentriert Handball spielt. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Viele Gründe, um zu meckern, gibt es sicherlich nicht. Die Verbandsliga-Handballer des VfL Wittingen gewinnen ihre Spiele, führen die Liga mit großem Vorsprung an.

Aber: Die letzten Auftritte in Stadtoldendorf, gegen Altencelle und Wietzendorf sorgten dann doch für leichte Sorgenfalten.

„Wir haben uns eindeutig einen abgebrochen“, räumt Trainer Axel Bühlow ein. Die Souveränität früherer Auftritte ist weg. „Wir müssen wieder 60 Minuten ordentlich Handball spielen“, fordert der VfL-Coach vor dem Auswärtsspiel beim Drittletzten TuS Bergen (Sonnabend, 19.30 Uhr). Sein Team dürfe sich nicht darauf verlassen, die Spiele dank konditioneller und spielerischer Überlegenheit in den letzten zehn Minuten noch drehen zu können.

„Wenn wir in dem Wechsel – zehn Minuten Handball, 20 Minuten Pause – weitermachen, dann kann es eng werden“, ahnt Bühlow. In Bergen gelte es, wieder ein Zeichen zu setzen. Denn der TuS, der sich ersatzgeschwächt im Hinspiel in Wittingen eine deftige 21:35-Klatsche abholte, sei wahrlich nicht zu unterschätzen. Beim Jahresstart in Braunschweig – immerhin Dritter der Verbandsliga – lag Bergen bis zur 47. Minute in Führung, verlor dann 22:28.

„Bergen steckt im Abstiegskampf, spielt zu Hause und benötigt dringend jeden Punkt. Sie haben gegen uns nichts zu verlieren und werden bis zum Geht-nicht-mehr motiviert sein“, sagt Bühlow. „Bergen darf nicht glauben, dass es gegen uns etwas zu holen ist.“

Deshalb heißt die Marschroute: Volle Kraft voraus. „Wir müssen wie gegen Wietzendorf in den ersten zehn Minuten zeigen, wer die Hose anhat“, sagt Bühlow und sich diese dann auch nicht mehr ausziehen lassen. „Wenn Bergen die Chance wittert, werden sie auch Kapital daraus schlagen wollen.“

Keine Auszahlung für das Punktekonto des TuS soll es am Sonnabend geben. Zumal Bühlow in personeller Hinsicht mit einem stattlichen Bankguthaben anreist. Neben den verletzten Torben Hildebrandt und Lars Schulz muss Bühlow nur auf Peter Schultze verzichten. Aufgefüllt wird der Kader mit Andreas Witzke und Alexander Busch aus der 2. Mannschaft.

Wer im Einzelnen auf der Platte steht, ist dem VfL-Coach in erster Linie gar nicht so wichtig. Er möchte nur nicht wieder bis in die Schlussminuten um den Sieg bangen müssen. „So spannend, muss man das denn haben“, fragt sich Bühlow. „Ein Sieg mit zehn, zwölf Toren Abstand. Das wäre mal wieder schön“, erklärt er, weiß aber auch, dass sich das in der sehr ausgeglichenen Liga nur schwer machen lässt. Letztlich ist Bühlow aber wohl egal, in welcher Art und Weise die nächsten Punkte auf das Wittinger Konto wandern.

Von Matthias Jansen

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