keinen Illusionen hin Handball – Oberliga Damen: Wittingen beim Tabellenzweiten

Bühlow gibt sich erst gar

Schadensbegrenzung: So lautet Wittingens (am Ball Carolin Bührke) Ziel vor dem Auftritt beim Tabellenzweiten Northeim. Foto: mj

ib Wittingen. Vielleicht sollten sie bei Hollywood-Star Tom Cruise um Rat fragen. . . Die Oberliga-Handballerinnen des VfL Wittingen stehen am morgigen Sonntag (15 Uhr) vor einer unmöglichen Mission beim Tabellenzweiten Northeimer HC.

Axel Bühlow gibt sich – anders als noch vor dem jüngsten Gastspiel bei Spitzenreiter Rohrsen – dieses Mal überhaupt keinen Illusionen hin. „Es geht von der ersten bis zur 60. Minute um Schadensbegrenzung“, sagt der Wittinger Coach ohne Umschweife. Und mit einem Blick raus aus dem Fenster fügte er gestern süffisant hinzu: „Wenn das Spiel so wird wie das Wetter, also trist und eisig, dann müssen wir uns warm anziehen.“

Weniger Pessimismus als Sinn für Realität. Durch den Ausfall von Mittelfrau Svenja Eschert hat der VfL im ohnehin schon lahmenden Offensivspiel seine Schaltzentrale eingebüßt. „Ohne sie sind wir noch schneller auszurechnen“, meint Bühlow. Die 17:28-Heimpleite gegen den MTV Gifhorn brachte diese Defizite ans Tageslicht. Auch Fenja Thoelke fehlt dieses Mal im Rückraum.

Deshalb solle sich der Tabellendrittletzte in Northeim so gut wie möglich aus der Affäre ziehen, um die Stimmung nicht äquivalent zur Tabellenlage völlig in den Keller abrutschen zu lassen. Ein 16:26 wie im Hinspiel würde dem Coach sogar schon genügen... Die Wochen der Wahrheit kommen schließlich erst noch. „Wir müssen dann zuschlagen, wenn die Gegner kommen, gegen die wir eine reelle Chance haben“, betont Bühlow. Er geht davon aus, dass die vier Schlusslichter den Abstieg unter sich ausmachen werden. „Der Abstand zum unteren Mittelfeld wird doch immer größer.“ Und dürfte sich an diesem Wochenende noch mehr ausdehnen.

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