Altherren: FCB muss sich mit Platz drei begnügen – Isenbüttel verdient Kreismeister / Hankensbüttel/O. bleibt ohne Punkt

Bromes heilige Halle verliert ihr Karma...

Zu Fall gebracht: Nach drei Siegen in Folge im Gifhorner Sportzentrum Süd mussten sich die Altherren des FC Brome (r. Jens Herud) bei der Rückkehr in die renovierte Halle mit Platz drei begnügen. Fotos: Barrenscheen

Gifhorn. Bei der Renovierung des Sportzentrums Süd ist offenbar auch der Nimbus der Altherren vom FC Brome überholt worden. Diese hatten dort die drei vergangenen Auflagen der Hallenfußball-Kreismeisterschaften gewonnen.

Nach zwei Jahren Abstinenz kehrten die Titelkämpfe nun zurück nach Gifhorn – der FCB aber seinerseits nicht zurück auf den Thron.

Den erklomm gestern Abend der MTV Isenbüttel durch einen 2:1-Finalsieg gegen den TuS Müden-D. Das Sportzentrum Süd als Bromer Hoheitsgebiet: Das war einmal. Die heilige Halle hat nach der Wiedergeburt ihr Karma aus FCB-Sicht verloren. Für den Kreisliga-Spitzenreiter blieb nur Rang drei. „Daran lag es aber nicht“, meinte Mannschaftsführer Marc Brinkmann.

Vielmehr am stark ausgedünnten Kader und dem einen oder anderen Sekundenschlaf. Schon in der Vorrunde hätte sich sein Team nur „durchgemogelt“, sagte Brinkmann, blieb dennoch ungeschlagen. Beim Halbfinalaus gegen Müden leisteten sich die Grün-Weißen dann den einen oder anderen leichtfertigen Lapsus. „Die Fehler sind alle bestraft worden“, haderte der Teamsprecher. André Jürgens hatte zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen, Heiko Nickels verkürzte 1:10 Minute vor der Schlusssirene auf 3:2. Doch Brome versuchte es zu sehr mit der Brechstande. Das 4:2 Sekunden vor dem Abpfiff besiegelte dann die Niederlage in der Vorschlussrunde.

Kleiner Trost: Durch ein 4:0 gegen den TSV Rothemühle im kleinen Finale sicherte sich der FCB immerhin noch Platz drei.

Der zweite Nordkreis-Vertreter wäre froh gewesen, auch nur ansatzweise so weit gekommen zu sein. Die SG Hankensbüttel/Oerrel ging in der Vorrunden-Gruppe B sang- und klanglos unter. Vier Spiele, null Punkte, 4:17-Tore. „Eher ernüchternd“, konstatierte Betreuer Jochen Spiller. Er hatte schnell eine Erklärung zur Hand: das Vorbereitungs-Vakuum. „Die Mannschaft hat nicht in der Halle trainieren können. So lassen sich auch die Ergebnisse ableiten.“ Das zweite Spiel gegen Titelverteidiger SG Parsau/Bergfeld (2:4) sei der Knackpunkt gewesen, so Spiller. Danach sackte bei Hankensbüttel/Oerrel die Motivation in den Keller.

Beim Sieger MTV Isenbüttel stieg sie hingegen von Minute zu Minute an. „Sie haben sich im Turnier immer mehr gesteigert“, befand Roland Solkan vom NFV-Kreis Gifhorn. Die 1:4-Klatsche eingangs gegen Müden war für die Hehlenrieder der Muntermacher. „Danach sind sie marschiert.“

Von Ingo Barrenscheen

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