VGH-Fairness-Cup 2016/17 – Burgherren fairstes Team zur Pause / SSV im Keller

FC Brome wieder top!

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Brome (l.) gehört zu den fairsten Teams Niedersachsens. Sprakensehl (r.) hat derweil den drittschlechtesten Wert.

Landkreis Gifhorn. Quotient verbessert, Position verteidigt: Es ist wieder Halbzeit beim VGH-Fairness-Cup, dem Böse-Buben-Barometer von der Kreis- bis zur Oberliga. Auf einem sehr guten fünften Platz steht wie im Vorjahr der FC Brome.

Dabei konnte er seinen Fairness-Wert sogar noch einmal verbessern: 0,94. Das ist im Mittel nicht mal eine Gelbe Karte pro Partie. Ganz anders sieht es beim SV Sprakensehl aus. Vor zwölf Monaten noch auf einem achtbaren 76. Platz, rutschte der Kreisligist auf den 1003. Rang (5,87) ab – Drittletzter in Niedersachsen!.

Bei den Teams aus dem Isenhagener Land werden eigentlich nur zwei Mannschaften auffällig im Ranking: Brome und Sprakensehl. Die Burgherren bestätigten ihr Auftreten der vergangenen Saison und sind wieder Gifhorns Fairness-Aushängeschild. Trainer Mark-Oliver Schmidt: „Wir wollen Spiele nicht durch Einzelaktionen und Zweikämpfe gewinnen, sondern es strategisch, fußballerisch lösen.“ Die erneut tadellose Bilanz gibt dem Coach Recht. Das Ende der Fahnenstange sei aber noch nicht erreicht. „Die meisten Karten haben wir ja nicht wegen Foulspiel bekommen, sondern wegen Meckerns oder dergleichen. Das ist auf jeden Fall noch ausbaufähig.“

Der SV Sprakensehl hingegen ist zu alter Schwäche zurückgekehrt. Vor einem Jahr schien das Team noch geläutert. Doch schon in der Rückrunde häuften sich die Karten für den SSV. So kommt es nicht ganz überraschend, dass das Team von Trainer Arne Hoffart ganz unten im Fairness-Ranking zu finden ist. Es nur auf eine rüpelhafte Spielweise zurückzuführen, wäre nicht korrekt. Denn der hohe Quotient fußt auch auf der Tatsache, dass die Sprakensehler am achten Spieltag gegen den VfL Wittingen/Suderwittingen keine Mannschaft aufstellen konnten. Doch auch Hoffart hatte im Verlauf der Hinrunde schon mehrfach an seine Spieler appelliert, disziplinierter aufzutreten – offensichtlich vergebens.

Um die Werte leichter einordnen zu können: Das deutsche Fußball-Oberhaus Bundesliga kommt im Schnitt auf 2,31 Punkte pro Spiel. Für eine gelbe Karte gibt es einen Punkt, eine Gelb-Rote wird mit drei Punkten bedacht und glatt Rot gar mit fünf. Für Sportgerichtsverfahren und wenn ein Verein nicht zu einem Pflichtspiel antritt, gibt es ganze zehn Punkte auf das Konto. Die ausgelobten Preise machen die Sache richtig interessant. So gibt es für die besten drei Mannschaften aus dem Landkreis Gifhorn saftige Finanzspritzen.

Von Michael Theuerkauf

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