Fußball – Kreisliga: FCB nimmt Hürde Meinersen / Knesebeck mit Nullnummer

Brome riecht schon Bezirksliga-Luft

Sieger im Nordkreis-Duell: Der SV Groß Oesingen (l. Heiko Dreier) zeigte beim VfL Vorhop die richtige Antwort auf die zuletzt desolate Darbietung.
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Sieger im Nordkreis-Duell: Der SV Groß Oesingen (l. Heiko Dreier) zeigte beim VfL Vorhop die richtige Antwort auf die zuletzt desolate Darbietung.
  • VonJannis Klimburg
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Isenhagener Land – Ach du grüne Neune, der FC Brome ist seinem Ziel wieder ein Stückchen näher gekommen. Bereits am nächsten Spieltag kann der Kreisliga-Primus den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen.

Die Burgherren brachten einmal mehr FC Bayern like einen knappen Erfolg über die Zeit und der VfL Knesebeck musste sich dagegen mit einem 0:0 beim TuS Müden-Dieckhorst begnügen.

VfL Germania Ummern – SV Westerbeck 6:4 (1:1)

Das wahre Schützenfest steigt in Ummern erst in zwei Wochen. Trotzdem gab es schon ordentlich was zum Bestaunen für die Zuschauer. Und zwar nicht sattelfeste Abwehrreihen auf beiden Seiten. Vor allem bei den Standardsituationen hatten die Hausherren immer wieder das Nachsehen. „Das musst du einfach besser verteidigen. Bei den ruhenden Bällen sahen wir echt alt aus“, bemängelte Ummerns Coach Jörg Drangmeister. In der Offensive dagegen lief es umso besser. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier. Doch mehr Zielwasser hatte allerdings der neue Tabellenzweite getrunken. In erster Linie Melvin Grabert, der gleich einen Dreierpack schnürte. Neben ihm brillierte Jannes Drangmeister, der zwei Buden machte und zwei weitere vorbereitete. „Wir haben teilweise sehr sehenswert nach vorne kombiniert. Doch hinten ist noch viel Luft nach oben. Und da gehört jeder Mannschaftsteil dazu“, so der VfL-Coach.

TuS Müden-Dieckhorst – VfL Knesebeck 0:0

Aus die Maus, Ende im Gelände, Schicht im Schacht. Der VfL Knesebeck verabschiedet sich wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen. Erneut kamen die Einhörner nicht über ein 0:0 hinaus gegen den TuS Müden-Dieckhorst. „Sie haben sehr kompakt und sicher verteidigt“, lobte Detlef Weber den Kontrahenten. Der VfL-Trainer bemängelte aber auch gleichzeitig die vielen falschen Entscheidungen seiner Schützlinge. „Wir haben oft nicht den besser positionierten Mitspieler gesehen. Dann wird es gegen solch ein Abwehrbollwerk extrem schwer.“ Auch wenn der Aufstieg in weite Ferne gerückt ist, schwärmt Weber von den bisher gezeigten Leistungen. „Wir wollten unter die Top 3, das Ziel haben wir erreicht. Jetzt freuen wir uns noch auf das große Highlight, das Pokalfinale.“

VfL Vorhop – SV Groß Oesingen 1:3 (0:1)

Die Ansage von Torben König schien bei seinen Mannen angekommen zu sein. „Wir haben wieder die richtige Einstellung zum Spiel gefunden. Auch wenn trotzdem noch Luft nach oben ist“, betonte der Trainer des SV Groß Oesingen. Bis zum 3:1-Erfolg war es ein steiniger Weg, weil der VfL Vorhop „sich trotz Personalproblemen teuer verkauft hat“, meint König. Doch für das Feeling sei der Sieg extrem wichtig gewesen. „Jetzt müssen weiter Selbstvertrauen sammeln und die Spannung hochhalten bis zum Pokalfinale.“

SV BW Rühen – SV Triangel 5:2 (2:1)

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis: Der SV BW Rühen (rechts) fand gegen Triangel zurück in die Spur.

„Wir haben uns endlich mal wieder belohnt“, schnaufte René Boße tief durch. „Das war wichtig für unser Selbstvertrauen“, so der Interimscoach der Rühener. Sicherheit gab vor allem der frühe Führungstreffer durch Maximilian Knorr (6.). Auch das 1:1 brachte die Hausherren nicht aus dem Tritt. Im Gegenteil: Rühen kombinierte sich spielfreudig über den Rasen, markierte vor dem Pausentee noch das 2:1 (43.). In Halbzeit eins noch ordentlich mitgehalten, wirkte der SV Triangel im zweiten Abschnitt wie ausgewechselt. „Sie waren gefühlt nicht mehr auf dem Platz“, so Boße über den Gegner. Und so hatte der Aufsteiger leichtes Spiel. Erneut Knorr (56.) und Christopher Ramolla (68., 76.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe Timo Dünsing (83.) mit dem 5:2 für den Endstand sorgte. „Ich hoffe, dass die Jungs das jetzt in die letzten zwei Spiele mitnehmen“, so Boße.

SV Meinersen – FC Brome 1:2 (0:0)

Der FC Bayern München der Kreisliga hat wieder zugeschlagen. Und ist seinem Ziel Aufstieg wieder ein Stück näher gekommen durch die Nullnummer der Knesebecker. „Das war nichts für schwache Nerven“, atmete Bromes Teamsprecher Hendrik Joswig nach dem Abpfiff tief durch. „Meinersen hat uns das Leben ordentlich schwer gemacht.“ Eine lange Zeit – um genau zu sein 60 Minuten – war davon noch nichts zu sehen. Aber auch von Brome kam nur herzlich wenig in der Offensive. Beide Defensivreihen standen kompakt, ließen nur wenig zu. Mit der Einwechslung von Christoph Nieswandt und einer taktischen Umstellung von Trainer Mark-Oliver Schmidt gingen die Gäste dann offensiver zu Werke. Das machte sich prompt bezahlt. Michael März wurde von Jannik Thielemann in Szene gesetzt und der Torjäger ließ es sich nicht nehmen, zum 0:1 einzunetzen (63.). Doch wie eine lästige Fliege ließ die SV Meinersen nicht locker, blieb am Ball. Der eingewechselte Abdul Ahmi (70.) donnerte das runde Leder aus 20 Metern in die Maschen. Allerdings wäre Brome nicht der Primus, wenn sie nicht noch zurückschlagen würden. Erst haute Riaan-Philipp Schmidt den Ball an die Latte, wenig später zirkelte Achmed Chaaban einen Freistoß sehenswert zum 1:2-Endstand ins rechte Eck (85.). „Den kann man mal so machen“, unkte Joswig. Ganz Brome träumt jetzt noch mehr von der Bezirksliga, aber Joswig bleibt auf dem Teppich. „Im Fußball kann alles passieren.“ Das haben schon viele gesagt, aufgestiegen sind sie Letztenendes aber doch.

Wesendorfer SC – TSV Hillerse II 1:0 (1:0)

Weiter auf Wolke sieben: Der Lauf geht weiter für den Wesendorfer SC (rechts). Die Blau-Weißen sind plötzlich nah dran am fünften Platz.

Wenn es läuft, dann läuft’s. Neben dem Primus FC Brome hat sich der Wesendorfer SC in den zurückliegenden Wochen zum Team der Stunde gemausert. Eine Mannschaft nach der anderen hatte zuletzt gegen die Blau-Weißen das Nachsehen. So auch der TSV Hillerse II. Doch von einem verdienten Sieg möchte WSC-Coach Matthias Hopp nicht sprechen. „Ein zäher und dreckiger Erfolg trifft es eher“, witzelte er. Das Spiel ähnelte teilweise einer Hafenkneipenschlägerei. Es war sehr zerfahren, beide Teams gingen ruppig miteinander um. Was sich auch an den vielen Gelben Karten widerspiegelte. Dennoch erwischten die Hausherren den besseren Start. Zunächst vergab Waldemar Bier einige Hochkaräter. Präziser machte er es dann in der 34. Spielminute, als er das Spielgerät mit einem Chip über den gegnerischen Keeper hinweg ins Tor bugsierte. Mit vielen Nickligkeiten und kleinen Scharmützeln ging es nach dem Wechsel weiter. Tim Niehaus holte sich Gelb-Rot ab. Spielerisch dagegen glänzte kein Team mehr, so dass der WSC den Sieg über die Zeit bringen konnte.

VON JANNIS KLIMBURG

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