Fußball – Kreisliga: FCB patzt in Hillerse / WSC steht eine Halbzeit neben sich

Brome nach Rückschlag angefressen

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Eine Halbzeit zum Vergessen: Der Wesendorfer SC (r. Manuel Schupp) enttäuschte gegen Triangel vor der Pause auf ganzer Linie und kassierte ein 1:5.

Wie gewonnen, so zerronnen. . . Der FC Brome wähnte sich eigentlich auf einem guten Weg gen Tabellenspitze in der Fußball-Kreisliga, musste am gestrigen Sonntag aber einen herben Dämpfer bei Neuling Hillerse II hinnehmen.

Der Spitzenreiter VfL Knesebeck gab sich hingegen keine Blöße.

TSV Hillerse II – FC Brome 3:1 (1:1)

Turbulent endete die Partie zwischen Hillerse II und Brome. Der mit dem wegweisenden Ummern-Sieg in die Rückrunde gestartete FCB musste in diesem sehr hart umkämpften Spiel unverhofft die erste Niederlage des neuen Jahres gegen den Aufsteiger einstecken. Bromes Trainer Mark-Oliver Schmidt war vor allem erbost über das unsportliche Verhalten des Gegners.

Es wurde viel beleidigt und auch teilweise geschlagen, beklagte sich Schmidt. Bromes Coach keilte auch gegen den Schiedsrichter aus: Dessen Leistung „war dem Spiel nicht angemessen“. Die katastrophalen Platzverhältnisse trugen ebenso ihren Teil zu diesem „Kampfspiel“ bei, sodass Brome trotz früher Führung durch Marvin Keller die Partie verlor. Die letzte Szene des Spiels sorgte dann noch für bange Momente! Nach einem Zusammenstoß ging ein Hillerser zu Boden und verschluckte scheinbar seine Zunge. Zum Glück konnte schnell Erste Hilfe geleistet werden, um Schlimmeres abzuwenden.

SV Meinersen – VfL Knesebeck 1:3 (0:1)

Mit dem Arbeitssieg in Meinersen verteidigte der VfL Knesebeck seine zuletzt gerade erst eroberte Tabellenführung. Eine sehr dominante und konzentrierte Leistung zeigte die Mannschaft von Detlef Weber dabei und so waren die drei Punkte zu keiner Zeit in Gefahr. Der sich im sehr guten Zustand befindende Rasen spielte den Einhörnern in die Karten, denn so konnten sie ihre schnellen Flügel in Szene setzen und bestimmten die erste Halbzeit komplett.

Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Knesebeck das 0:1 und ging so mit der Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel schlug der VfL dann wieder schnell zu und erhöhte durch ein Eigentor des gegnerischen Verteidigers auf 0:2. Daraufhin ließen die Gäste es etwas ruhiger angehen und so kam auch die SV Meinersen zu Chancen und dem Anschlusstreffer in der 67. Minute. Das brachte Knesebeck jedoch nicht aus dem Rhythmus. Der Tabellenführer setzte mit einem Tor durch Daniel Meinecke nach einem sehenswerten Konter den Schlusspunkt der Partie.

SV Leiferde – Groß Oesingen 2:2 (1:1)

Nicht Fisch, nicht Fleisch für beide Seiten. Die Groß Oesinger verpassten es durch das Remis beim direkten Konkurrenten SV Leiferde, den Rückstand auf die Spitze nicht noch anwachsen zu lassen. Gäste-Trainer Torben König hätte sich einen „dreckigen Sieg“ seiner Mannschaft gewünscht, denn die erste Hälfte der Partie gehörte weitestgehend den Hausherren, die aber nicht zwingend genug vor dem Tor waren.

Anders Groß Oesingen, das durch Eduard Litau eiskalt zuschlug. Doch Leiferde traf dann doch postwendend. Trotz einer gelungenen Wintervorbereitung musste sic König eine insgesamt schwache erste Hälfte seines Teams ansehen. Dies wurde aber in der zweiten Halbzeit etwas besser und so ging das Nordkreis-Team wieder in Führung, diesmal durch Benedikt Meyer (67.). Wild dann die 72. Spielminute: Nach einer vermeintlichen Tätlichkeit sah Leiferdes Artur Huse die Rota Karte.

Genauso wie Gegenspieler Meyer, der sich gegenüber dem Referee im Ton vergriffen haben soll. So ging die Partie nur noch mit 20 Mann weiter. Es sah so aus, als würde Groß Oesingen den gewünschten dreckigen Sieg bekommen, doch in allerletzter Minute glich die SVL doch noch aus.

Wesendorfer SC – SV Triangel 1:5 (0:4)

Nach einer fürchterlichen ersten Halbzeit lag Wesendorf bereits aussichtslos mit 0:4 zurück. WSC-Trainer Matthias Hopp war enttäuscht und zugleich sehr sauer auf sein Team. Seine Spieler seien überhaupt nicht anwesend gewesen. „So eine schlechte Halbzeit habe ich noch nie von uns gesehen.“ Dazu kam noch, dass der Wesendorfer Torwart Bjarne Naumann bei einer Aktion unglücklich auf den Kopf fiel und leicht benommen ausgewechselt werden musste. So sei das 0:4 zur Pause auch vollkommen verdient gewesen.

Logisch: Es folgte eine Kabinenpredigt. Scheinbar zeigte die lautstarke Ansprache Wirkung, denn der WSC erspielte sich gleich nach Wiederanpfiff gute Chancen und war wie ausgewechselt. Allerdings war es nicht genug, um den überlegenen Gegner aus Triangel noch mal vor Schwierigkeiten zu stellen. Zwar warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne, doch so ergaben sich auch Kontermöglichkeiten für die Gäste, die auf Grund einer des schwachen WSC in Hälfte eins den Dreier einfuhren.

VON DOMINIK SCHWERMA

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