FC Brome macht Mega-Satz!

Luftsprünge: Der FC Brome machte in der Fairplay-Cup-Wertung im zweiten Halbjahr stolze 430 Plätze gut! Foto: Marud

Gifhorn. Nicht ein einziger Klub in den Top 100 und nur Position 39 von 47 Kreisen in Niedersachsen: Gifhorn ist nicht unbedingt die Heimat von Muster-Mannschaften. Das verdeutlicht der gestern veröffentlichte Endstand im VGH-Fairness-Cup 2010/11.

Am vorbildlichsten verhielt sich in der abgelaufenen Saison noch der TSV Grußendorf: Der Kreisligist rangiert im landesweiten Vergleich auf Position 118. Trotz nervenaufreibenden Abstiegskampfes bis zum vorletzten Spieltag. Einträchtig auf den weiteren Treppchen-Plätzchen: die Nordkreis-Teams vom VfL Wahrenholz und VfL Vorhop (beide Rang 225). Das Duo scheint sich in Gifhorns Fairplay-Ranking vorne einnisten zu wollen, gehörte schon im Jahr zuvor zum Reigen der eher tadellosen Teams. Der Daumen von Wahrenholz’ Coach Ralf Ende zeigt nach oben: „Wir freuen uns immer, wenn wir mit Fair-Play in Verbindung gebracht werden.“ Er als ehemaliger Schiedsrichter achte schon darauf, dass seine Kicker sich auf dem Platz zu benehmen wissen. Der „Vize-Titel“ im Kreis sei auch ein Indiz für die Spielklasse des Taterbusch-Teams, das im Bezirksliga-Vergleich sogar Platz eins innehat. „Das zeigt, dass wir Qualität haben und nicht rumruppen.“

Einen regelrechten Riesensatz im Klassement hat der FC Brome hingelegt: Zur Halbserie dümpelte der Klub von der Steimker Straße noch auf Platz 742 in Niedersachsen umher, machte sage und schreibe 430 Positionen gut! Was Trainer Thorsten Thielemann etwas sprachlos machte. „Ich bin ein bisschen baff. Dieser Sprung ist schon bemerkenswert.“ Ob es mit seiner Person zusammenhängt? Denn Thielemann ist seit Winter Trainer des FCB. „Das könnte ich jetzt sagen“, grinst der Coach. Doch die Entwicklung liege weniger an ihm denn am Erfolg. „In der ersten Halbserie lief es nicht, da spielt man automatisch aggressiver.“

Gifhorns Bad Boys kommen indes vom SV BW Rühen. Rang 1050 bedeutet: Nur 16 Mannschaften im ganzen Land langten noch mehr zu.

Niedersachsens Nr. 1 ist der SV Heiligenfelde (Kreis Diepholz) mit nur 29 gelben Karten in 30 Spielen. In den VGH-Fairness-Cup, der seit 1992 ausgerichtet wird, flossen 31730 Spiele ein. 67928 Mal zückten die Schiris Gelb, 3779 Mal Gelb-Rot, 2121 Mal Rot. Hinzu kamen 203 Unsportlichkeiten.

Von Ingo Barrenscheen

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