FCB-Spartenleiter René Wedekind feilt weiter an Zukunft des Amateurfußballs mit

Von Brome aus in die ganze Nation

Amateurfußball goes digital: An diesem Projekt des DFB-Masterplans 2024 arbeitet auch der Bromer Spartenleiter René Wedekind (vorne, 5. v. l.) mit.
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Amateurfußball goes digital: An diesem Projekt des DFB-Masterplans 2024 arbeitet auch der Bromer Spartenleiter René Wedekind (vorne, 5. v. l.) mit.

Frankfurt/Brome – René Wedekind gehört zur Generation Digital Natives. Als solcher managt er viele Dinge des (ehrenamtlichen) Alltags bereits jetzt schon von seinem Smartphone aus.

Doch wie lässt sich die Digitalisierung noch zielgerichteter und gewinnbringender für die Arbeit im Sportverein einbringen?

An dieser Fragestellung feilten am Wochenende rund 30 engagierte Mitarbeiter aus Amateurfußball-Clubs beim zweiten Workshop zu diesem Thema in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Darunter auch der Spartenleiter des FC Brome.

Das konspirative Treffen der Basis bildete die nächste Etappe, nachdem im Februar 2019 beim 3. DFB-Amateurfußball-Kongress 17 Handlungsempfehlungen für den Master-Plan 2024 ausgearbeitet worden waren (das IK berichtete). Dieses Maßnahmenpaket soll zur Verbesserung der Vereinsqualität und zur Stabilisierung des Vereinsfußballs dienen. Dazu zählt auch der Schwerpunkt Digitalisierung. Für Wedekind ein Steckenpferd. Und er ist bei der Zukunftsgestaltung mittendrin statt nur dabei. Vorteil: Als einer von wenigen Vereine deutschlandweit erhält er so Zugriff auf die Rohfassung einer App, die gesamtheitlich die Kommunikation zwischen Vereinen, zum Kreis oder Bezirk vereinfachen und auf ein neues Level heben soll. Wedekind: „Wir sind einer von den Pilot-Vereinen. Es ist interessant, an Sachen zu arbeiten, die irgendwann ganz Fußball-Deutschland im Amateurbereich betreffen.“

Die Kongress-Teilnehmer arbeiteten an verschiedenen Formen von funktionsbezogenen Hilfsmitteln. Einer Team-App, über die sich Mannschaften besser organisieren können. An einer Art virtuellem Klassenzimmer, damit Trainer/Betreuer in abgelegenen Gegenden nicht 100 Kilometer weit fahren müssten, um ihre Lizenz zu erneuern. Oder am digitalen Zeugwart. Damit alle Vereinsmitarbeiter direkt einsehen können, „was in den Garagen dieser Welt so rumfliegt“, meint der FCB-Spartenleiter augenzwinkernd. Auch ein Tool, um Platz- und Hallen-Zeiten zu koordinieren und kurzfristig frei werdende Kapazitäten allen zugänglich zu machen, sei ein großes Thema gewesen.

Die Möglichkeiten, etwa auch Kompetenz-Profile von Ehrenamtlichen zur besseren Transparenz für potentielle Nachfolger, sind schier unendlich. Wedekind und seine Mitstreiter filtern in fortwährender Zusammenarbeit die wichtigsten Kriterien heraus, die dann im April vom DFB-Präsidium für den finalen Masterplan verabschiedet werden sollen. Der Bromer Fußball-Chef sagt: „Das wird Whatsapp nicht ersetzen können, aber die Kommunikation soll vereinfacht werden.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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