Handball – Verbandsliga: VfL in Moringen

Bringdienst soll dichtmachen...

Jeder ist sich selbst der Nächste... Wittingen (beim Wurf Torben Banse) soll nicht wieder zum Aufbaugegner werden. Foto: Jansen

Wittingen. Schluss mit dem Gutmenschentum, hin zu mehr Egoismus: Die heutige Verbandsliga-Partie beim MTV Moringen (18 Uhr) soll beim VfL Wittingen für ein Umdenken und Umschwenken sorgen, fordert Trainer Axel Bühlow.

Die Spitzenposition ausbauen – und nicht wieder einen Gegner aufbauen, lautet die Devise.

2014 entpuppte sich der VfL als Verein für Lieferservice, überreichte stets heißbegehrte Punkte. Auch Moringen hätte einen Bringdienst dringend nötig. Pikant: Mit der 16:30-Abreibung im Hinspiel stürzte Wittingen den Aufsteiger nicht nur als Tabellenführer, sondern auch in eine faustdicke Krise. Nach und nach wurde der MTV bis auf den drittletzten Platz durchgereicht. „In akute Abstiegsbredouille“, wie Bühlow betont.

Mitleid gibt es aber nicht. Im Gegenteil! „Uns sind die Sorgen egal, darauf können wir keine Rücksicht nehmen. Wir müssen damit anfangen, auswärts zu punkten!“ Verlieren ist tabu in dieser womöglich entscheidenden Saisonphase. „Es könnte durchaus ein Wegweiser sein“, bestätigt auch Bühlow. So wie beim ersten Aufeinandertreffen, als sich die Brauereistädter zum Spitzenreiter mauserten und diese Position seither behaupteten – während sich Moringen mit 5:19-Punkten in Folge auf dem buchstäblich absteigenden Ast befindet.

Auch ein Trainer-Update – Sigurd Jäschke hat seit Anfang März auf der Bank das Kommando, damit sich Sascha Heiligenstadt voll und ganz auf die Aufgabe als Spieler konzentrieren kann – brachte dem heutigen Widersacher keine Hauruck-Wende (25:31 in Hildesheim). Auch deshalb steckt für Bühlow jede Menge „Brisanz und Spannung“ in der Partie. „Wir brauchen die Punkte, die brauchen die Punkte.“ Wittingens Coach ist aber optimistisch, dass sein Team heute kein Silbertablett an Bord hat. Moringen hat den schwächsten Angriff der Liga. Eine aggressive Abwehr wie im Hinspiel und zuletzt gegen Lüneburg (34:21) wäre also schon mehr als die halbe Miete. Bühlow: „Wir müssen Nägel mit Köpfen machen und von der ersten Minute an zeigen, dass es für sie nichts zu holen gibt.“

Von Ingo Barrenscheen

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