Fußball – 1. Kreisklasse 1: Spitzenreiter und HSV siegen, Tülau-Voitze patzt

Brauner bewahrt Wittingens Status

Jetzt haben sie im Keller-Dreikampf die Nase vorn: Bromes Zweite (grüne Trikots) verwies den VfL Wahrenholz II auf einen Abstiegsplatz.
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Jetzt haben sie im Keller-Dreikampf die Nase vorn: Bromes Zweite (grüne Trikots) verwies den VfL Wahrenholz II auf einen Abstiegsplatz.

Isenhagener Land – Das war wieder knapp: Spitzenreiter VfL Wittingen/S. kam in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 auswärts erneut mit einem blauen Auge davon und wahrte den Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Hankensbüttel.

Der wiederum von einem Punktverlust des SV Tülau-Voitze profitierte.

Auf der dunklen Seite der Tabelle hingegen sieht der FC Brome II nach Big Points wieder etwas Licht.

FC Brome II – Wahrenholz II 5:3 (2:3)

Bäumchen, wechsel dich: Im Duell der Kellerkinder überflügelte Bromes Reserve das Pendant aus Wahrenholz und schnappte sich fürs Erste den Nichtabstiegsplatz. Und das wohlgemerkt nach einem 0:3-Rückstand! „Wir sind einfach nicht ins Spiel gekommen und haben in der ersten halben Stunde zuviel zugelassen“, meinte FC-Co-Trainer Marco Loeper. In der Tat startete Wahrenholz furios und ging innerhalb von fünf Minuten mit 3:0 in Führung.

„Aber wir haben schnell zurück ins Spiel gefunden und die richtige Antwort gegeben“, so Loeper. Lars Jürgens sorgte für das 1:3 (26.). Sekunden vor der Pause erzielte Malte Buhr den wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3. Nach dem Wechsel setzte der FC den Sturmlauf fort und glich nach gut einer Stunde durch Buhr zum 3:3 aus. Bromes Torhüter Bastian Albrot vergab kurze Zeit später einen Elfmeter, doch in der 76. Minute sorgte der nächste Oldie Maik Nicoll für das 4:3. Stefanos Karavaras machte den Deckel drauf.

FC Ohretal – VfL Wittingen 3:4 (1:2)

Flottes Derby-Tänzchen: Der VfL Wittingen/S. (2. v. l. Marcel Liedtke) setzte sich mit Hängen und Würgen 4:3 beim FC Ohretal (Hannes Plaster) durch.

Auswärts mag es Spitzenreiter Wittingen offenbar spannend und torreich... Nach dem 5:4 von Brome nun ein 4:3 in Ohrdorf. Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Bereits in der siebten Minute war es Rasmus Banse, der die Gastgeber in Führung brachte. In der Folgezeit hatte der VfL mehr vom Spiel und schaffte in der 25. Minute durch Christian Brauner den Ausgleich.

Eine Viertelstunde vor der Pause wurde es hektisch: Dabei handelte sich Marvin Stegmann die Rote Karte ein. Trotz Unterzahl machte Wittingen weiter Druck und erneut war es Brauner, der zum 1:2 traf (39.). Ohretals Drangperiode vor der Pause blieb erfolglos, doch kurz nach Wiederbeginn stellte Banse auf 2:2 (52.). Doch die Freude sollte nicht lange anhalten, denn in der 58. Minute war es erneut Brauner, der mit seinem dritten Treffer, den VfL wieder in Front schoss.

In der 71. Minute bekamen die Brauereistädter einen Elfmeter zugesprochen, den Lennard Emmermann zum 2:4 nutzte. Als dann Lukas Wesemann nach Gelb-Rot vom Platz musste, schien die Entscheidung gefallen. Doch fünf Minuten vor Schluss verkürzte Sören Meyer auf 3:4. „Dieser Treffer kam leider etwas zu spät, so nimmt Wittingen etwas glücklich die Punkte mit“, meinte FC-Trainer Matthias Bock, der den Primus „als cleverer“ bezeichnete.

SV Hankensbüttel – FC Parsau 3:0 (0:0)

Hankensbüttel lässt vor dem bevorstehenden Titel-Endspiel gegen Wittingen nicht locker und beendete mit dem 3:0 gleichermaßen den Superlauf des FC Parsau. „In der ersten Halbzeit gab es keine klaren Chancen, außerdem hat unser Torhüter nichts zugelassen“, meinte HSV-Trainer Richard Matis. Parsau bemühte sich im ersten Abschnitt, aber die Hankensbütteler ließen hinten nichts anbrennen.

„Nach dem Wechsel haben wir das Kommando übernommen und den Gegner klar beherrscht“, so Matis. Die verdiente Führung für den HSV erzielte Jari Lilje. In der Folgezeit zeigten sich die Gastgeber klar überlegen und erhöhten durch Ali Jfeily auf 2:0 (66.). Damit war der Widerstand der Germanen gebrochen. Nun liefen die Angriffe in regelmäßigen Abständen auf das FC-Tor. Den 3:0-Endstand markierte Evgeni Suskevic.

TSV Brechtorf – SV Jembke 6:0 (4:0)

Einmal mehr ein Nachweis der Brechtorfer Stärke in dieser Saison. Der TSV legte von Beginn an mächtig los. Nur eingangs konnte Jembke den Kasten sauber halten. Dann brach das Unheil über die Gäste herein. Lennart Leitert eröffnete den Torreigen in der 11. Minute. Der stark aufspielende Marius Jürgens sorgte mit einem Doppelpack für das 3:0. Den 4:0-Pausenstand stellte Jakob Hefenbrock her (17.). Bis zur Halbzeit ergaben sich zwar weitere Möglichkeiten, aber ein Tor wollte nicht mehr fallen. Im zweiten Durchgang spielte Brechtorf weiter auf Angriff und nach gut einer Stunde war es Tobias Jürgens mit dem 5:0. Den Endstand besorgte Lennart Leitert.

TuS Ehra-Lessien – SV Tappenbeck 2:0 (1:0)

Der TuS Ehra-Lessien holte verdient die Punkte. „Wir hatten mehr vom Spiel und standen hinten sicher, haben nicht viel zugelassen“, so Trainer Jürgen Schenk. In der ersten Viertelstunde verlief die Begegnung ausgeglichen, dann hatte Ehra klare Feldvorteile. In der 35. Minute drückte Eric Meyer dies auch in Zahlen aus.

Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld kam er an den Ball und vollendete. Weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt. Nach dem Wechsel ließen die Gastgeber Tappenbeck wenig Spielraum. Die Entscheidung fiel nach einer Stunde, als Thomas Feibig einen Freistoß direkt verwandelte. „Der war allerdings haltbar“, räumte Schenk ein. Aber dieser Treffer war verdient, denn vorher hatten Torben Sattler und Meyer klare Chancen ausgelassen. Die Chancen der Gäste machte der stark spielende TuS-Torhüter Maximilian Stark zunichte.

TSV Grußendorf – SV Barwedel 0:6

Die nächste Reibe für das Schlusslicht aus Grußendorf, das immer mehr in den Abgrund der 2. Kreisklasse blickt. Dabei traten die Barwedeler, wie schon in den Wochen zuvor, nicht einmal in Bestbesetzung an.

Fortuna Bergfeld – SV Tülau/Voitze 3:3 (1:0)

Aus der Titel-Traum!? Mit nunmehr sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Wittingen rückt Platz eins für das Überraschungsteam Tülau-Voitze in weite Ferne. Weil sich der TSV Bergfeld als Spielverderber hervortat. Wobei die Gäste zunächst mit einem Lattentreffer die größte Gelegenheit besaßen. Außerdem hätte der SV auch nach einem Freistoß von Marvin Schneider nach einer Viertelstunde in Führung gehen können.

Auch Andre Schmidt scheiterte in einer aussichtsreichen Position (18.). Zwei Minute später stand Yannik Skusa stattdessen richtig und vollendete zum 1:0 für Bergfeld. Tülau erhöhte in der Folgezeit das Tempo. Zunächst scheiterte Steffen Vodde mit einem Kopfball, dann gab es drei Ecken in Folge, die aber alle nichts einbrachten. So blieb es bis zur Pause beim 1:0. „Die Führung war verdient, aber leider mussten wir kurz nach dem Wechsel einen Platzverweis hinnehmen“, ärgerte sich TSV-Spartenleiter Raphael Erfurt. Tülau übernahm anschließend das Kommando und egalisierte folgerichtig durch ein Abstauber-Tor von Andre Schmidt.

Der einmal mehr stark aufspielende Steffen Vodde wendete das Blatt dann komplett. Doch Bergfeld konterte und glich durch Robin Weber fünf Minuten später aus. Eine Viertelstunde vor Schluss legte Schmidt erneut für den Tabellendritten vor. Aber auch das sollte nicht zum Sieg reichen, denn drei Minuten vor dem Ende gelang Shoman Abdullah der 3:3-Endstand.

VON MANFRED HALLMANN

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