Handball – Verbandsliga: Wittingen/Stöcken schaut beim Heim-Comeback auf sich

„Brauchen nicht über XY diskutieren“

Auf sie mit Gebrüll: Wittingen/Stöcken (beim Wurf Janosch Kochale) hat gegen Hildesheim II noch eine Rechnung offen.
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Auf sie mit Gebrüll: Wittingen/Stöcken (beim Wurf Janosch Kochale) hat gegen Hildesheim II noch eine Rechnung offen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wittingen – Komme, was (beziehungsweise wer) wolle: Nur die eigene Leistung zählt. Mit dieser Herangehensweise blicken die Handball-Herren der SG VfL Wittingen/Stöcken der Rückkehr in ihre geliebte Gelbe Hölle entgegen. Die Brauereistädter empfangen heute (19.

15 Uhr) die Drittliga-Reserve Eintracht Hildesheim II. Ein Überraschungs-Ei. Doch dessen Inhalt interessiert Trainer Christian Gades nicht wirklich.

„Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, ob sie mit XY nach Wittingen kommen. Egal, ob da ein 3. Liga-Spieler steht oder ein A-Jugendlicher: Wenn wir die Chancen nicht reinmachen, ist es egal, gegen wen wir spielen“, unterstreicht Wittingen/Stöckens Übungsleiter. Und greift damit den Casus knacksus der jüngsten Auswärts-Tournee auf. Beim 20:18 in Nienburg ging es noch gut, im Anschluss geriet die SG VfL gegen Rosdorf (17:28) und die HSG Oha (18:28) in ein offensives Funkloch. Der Ansatzpunkt liegt also auf der Hand.

Zumal es höchste Zeit ist für den auf Platz sechs abgeschmierten VfL. „Mit Siegen und mit Heimspielen“, betont Gades. Ein regelmäßiger Heim-Auswärts-Rhythmus liegt eine Weile zurück. Seit Ende November bildete nur das Match gegen Altencelle eine Ausnahme-Erscheinung vor heimischem Publikum. „Deshalb freuen wir uns, dass wir wieder zuhause spielen dürfen. Und hoffentlich zwei Punkte holen“, so der Coach.

Im Hinspiel hätten die hiesigen Handballer das Riesen-Pech gehabt, dass Hildesheim II ausgerechnet an diesem Tag „das Bestmögliche aufgefahren hat“. Dementsprechend fiel das Ergebnis aus (20:30). Vermutlich dürfte der Drittliga-Unterbau dieses Mal ohne große Verstärkung vorbeischauen, weil die Erste einige Verletzte beklagt und der Club vermutlich kein Risiko eingehen wird. Doch wie gesagt: Das Eintracht-Erscheinungsbild ist sowieso Nebensache heute. „Es geht darum, dass wir die Sachen gutmachen“, fordert Gades.

Die Papierform jedenfalls spricht klar für Wittingen/Stöcken, das zuhause erst einen Punkt abgegeben hat. Hildesheim wiederum hat erst ein einziges Mal in der Fremde gewonnen (beim Vorletzten Nienburg II). „So soll es natürlich bleiben“, wünscht sich Gades. Sein Team hätte sich schon häufiger aus schwierigen Phasen befreit. Wobei er die aktuelle Momentaufnahme ohnehin „nicht als kritisch“ ansieht.

VON INGO BARRENSCHEEN

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