Fußball – Kreisliga: Endet das WSC-Minimalistentum gegen Rothemühle?

Börstler hofft auf „Klick“ – Zimolong fürchtet Erwachen

Der MTV Gifhorn II (r.) will sich nicht aus der Bahn werfen lassen, der VfL Wittingen/S. (Guran Krasniqi) endlich siegen. Foto: ib

Sprakensehl und Brome kabbeln sich um die Spitze (siehe Artikel oben). Oder gibt es in der Fußball-Kreisliga am Sonntag etwa einen lachenden Dritten? Meinersen und Wasbüttel lauern. Wesendorf und Vorhop wollen sich in ihren Heimspielen im Verfolgerfeld einnisten.

Derweil fleht Wittingen den Befreiungsschlag in Meine herbei. Den Anfang aber macht Hankensbüttel in Gifhorn (13 Uhr), der Rest folgt um 15 Uhr.

MTV Gifhorn II –

SV Hankensbüttel

Absteiger MTV Gifhorn II scheint die Akklimatisierung schneller hinzubekommen als gedacht. „Ich bin mit dem Start ganz zufrieden. Wir haben gedacht, dass es schon schwierig wird, weil wir eine neue Mannschaft haben, die Zeit braucht“, nickt Spielertrainer Jörgen Schilling drei Siege aus fünf Spielen und Rang sieben wohlwollend ab. Beim jüngsten 4:1 in Wittingen bemühten die Kreisstädter zwar auch das Glück, zeigten aber eine anständige zweite Halbzeit, so Schilling. „Wir wollen versuchen, das gegen Hankensbüttel zu bestätigen und nachzulegen.“ Zwar sei die derzeitige Tabellenregion leistungsgerecht, doch träumen ist immer erlaubt, meint Schilling. Der HSV will allerdings nach dem 3:1 gegen Osloß ebenfalls den Weg nach oben einschlagen. Schilling ahnt: „Das könnte ein interessantes Spiel werden.“

SV Meinersen –

SV Triangel

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte!? Bei einem Unentschieden im Gipfeltreffen in Sprakensehl könnte Meinersen mit einem Sieg die Tabellenspitze erklimmen. Nahezu unbemerkt hat sich das Team nach oben gepirscht und steht nun vor dem großen Sprung. Zumindest das mit dem Dreier sollte klappen: Triangel hat zuletzt doch abgebaut.

Wesendorfer SC –

TSV Rothemühle

Vorhang auf für die Minimalisten der Kreisliga! Bei keinem anderen Team fallen so wenig Tore wie in Spielen mit Wesendorfer Beteiligung (zehn in fünf Spielen). Eher untypisch im Vergleich zur alten Saison. Da lautete das Torverhältnis 75:36. „Für Platz drei zu viel Gegentore. Deshalb haben wir umgestellt, spielen nicht mehr den Hurra-Fußball“, gibt Trainer Jürgen Fromhage eine mögliche Erklärung für den Wandel. Chancen hatte sein Team dennoch zuhauf, ließ aber viele verstreichen. Das Verfolgerduell gegen Rothemühle verspricht aber einen sprunghaften Tor-Anstieg. In der Vorsaison gewann der WSC die Duelle mit 4:1 und 6:3. Wie unterhaltsam die Partie letztlich wird, ist Fromhage egal – „wir wollen die drei Punkte in Wesendorf behalten.“

TSV Grußendorf –

MTV Wasbüttel

Was werden sie sich in Wasbüttel über die erste Saisonpleite geärgert haben! Der starke Neuling spielte Meine praktisch an die Wand und unterlag doch mit 0:1. Überflüssig wie ein Kropf. Den angestauten Frust soll nun das Schlusslicht aus Grußendorf zu spüren bekommen. Wenn Wasbüttel nicht wieder fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, dürfte das TSV-Konto blank bleiben.

VfL Vorhop –

SV Leiferde

Die erste Saisonpleite in Rothemühle war für Vorhop doppelt schmerzhaft. Dennis Boller sah die Rote Karte, Kevin Büttner (Knie) und Andreas Kasten (Wade) verletzten sich. „Jetzt muss ich auf drei Positionen wechseln“, seufzt Trainer Stefan Zimolong. Nicht so leicht angesichts des ohnehin kleinen Kaders. Außerdem erwartet der VfL den Vizemeister. Der schwächelt bisher zwar, doch Leiferde ist für Zimolong weiterhin ein schlummernder Riese. „Wenn da der Knoten platzt, sind sie ein ganz heißer Kandidat für oben. Ich hoffe, das ist nicht gegen uns.“ Angesichts der Ausfälle gehe es nur über Disziplin, meint der VfL-Coach. Die fehlte beim 1:3 in Rothemühle völlig. Er mahnt: „Wir müssen geschlossen auftreten, sonst wird das nichts mit der Wiedergutmachung.“

TSV Meine –

VfL Wittingen/S.

Wann endet Wittingens Leidenszeit endlich? „Ich bin kein Hellseher“, sagt Trainer Achim Börstler. Doch er hofft inständig, dass es in Meine „klick macht“. Die Sehnsucht nach dem Durchbruch, dem ersten Saisondreier wächst allmählich ins Unermessliche. Unweigerlich aber auch der Druck. Kardinalproblem: Der VfL hat eine Torblockade. Nicht das einzige Grundübel: Denn bei den drei vergangenen Pleiten hagelte es jeweils auch vier Gegentore. Doch die Wittinger klammern sich an das Positive. Den Kampfgeist. Und den 4:1-Sieg zu Saisonbeginn im Pokal gegen Meine. „Wir haben gezeigt, dass wir sie schlagen können“, betont Börstler. Nur: Während sein Team bei einem kläglichen Punkt steht, hat der TSV schon stolze neun. Und die kommen nicht von ungefähr.

SV Osloß –

SV BW Rühen

Zuhause hui, auswärts pfui: Den bisherigen Ergebnissen nach zu urteilen wäre nun wieder ein Osloßer Sieg an der Reihe. Zumal mit Rühen der noch punktlose Tabellenvorletzte zu Gast ist. Alles steht und fällt beim Absteiger mit Torjäger Mario Fischer: Zwölf von 16 Buden gehen auf sein Konto. Kommt er in Wallung, sieht es für Rühen düster aus.

Von Ingo Barrenscheen

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