Fußball – Bezirksliga: Thielemann rügt VfL Wahrenholz nach 1:2-Heimpleite

„Blutleer, lustlos, apathisch!“

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Es war nur schwer zu ertragen, was Simon-Miles Soika und Co. gegen Lauingen/Bornum fabrizierten. Der VfL Wahrenholz enttäuschte auf ganzer Linie.

Wahrenholz – Häufig genug in dieser Saison hat Thorsten Thielemann schon das Zuckerbrot ausgepackt, sein Team mit Lobeshymnen überschüttet.

Am gestrigen Sonntag knallte allerdings die verbale Peitsche am Taterbusch nach der dritten Heimpleite in Folge für den VfL Wahrenholz in der Fußball-Bezirksliga.

Am 1:2 gegen einen keineswegs starken Neuling SV Lauingen/Bornum hatte der Cheftrainer „zu knabbern. Das war mit Abstand das schlechteste Spiel von uns, seitdem ich in Wahrenholz bin!“.

Einmal in Rage, ließ Thielemann seiner Enttäuschung weiter freien Lauf. „Blutleer, lustlos, apathisch“, sei der Auftritt der Schwarz-Gelben vor eigenem Publikum gewesen. Nur seinen Torwart Marcel Horn nahm er von dieser Generalkritik aus. „Von der Nummer zwei bis zur 14 – alles Ausfälle. So hat man in der Bezirksliga keine Chance, egal gegen wen.“ Rumms!

Diese heftige Rüge hatten sich die Wahrenholzer auch redlich verdient. Schon nach drei Minuten zappelte das Leder erstmals im VfL-Tor. „Keine Zuordnung“, winkte Thielemann ab und schob hinterher: „Wenn wir nach zehn Minuten schon 0:2 zurückliegen, ist das auch in Ordnung. Das war Total-Versagen.“ Nur sehr schwerfällig fing sich die Heimmannschaft ein wenig. Ohne wirklich zwingend die Initiative zu ergreifen. „Ideen- und planlos“ seien die Angriffsversuche des VfL gewesen, bemängelte Thielemann. „Wir hatten im Sturm aber auch keine Bewegung.“ Und dennoch kam seine Riege noch vor der Pause zum Ausgleich durch Lars Koch.

Kein Weckruf für Wahrenholz. Zehn Minuten lang vermittelte der Tabellenvierte zumindest ansatzweise den Eindruck, etwas reißen zu wollen, schaltete dann aber wieder in den Leerlauf. Und fing sich prompt das 1:2 (62.). „Das zweite Tor war noch schlimmer. Bei drei Versuchen kommen die Lauinger jedes Mal an den Ball im Sechzehner, waren wacher, griffiger“, zürnte Thielemann. Der VfL erholte sich auch nicht mehr, hätte dennoch gerne einen Foulelfmeter gesehen. „Der Torwart trifft unseren Spieler, der Schiedsrichter hat es aber andersherum ausgelegt. Es wäre aber auch nicht gerecht gewesen“, gab der Übungsleiter unumwunden zu. Und hatte für die Darbietung nur noch ein Wort übrig: „Grottenschlecht.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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