Handball – Verbandsliga Herren: VfL Wittingen erwartet heute starken (Zufalls-)Aufsteiger MTV Hondelage

Bloß nichts dem Zufall überlassen...

Bitte noch einmal wie gegen Barsinghausen: Nach der Pleite in Lüneburg wollen die Wittinger Handballer (Kai Eschert/M.) an die starke Leistung vom Saisonstart anknüpfen. Gegner Hondelage zeigte bisher ansprechende Form. Foto: Jansen

Wittingen. Das Prinzip Zufall verhalf dem kommenden Gegner des VfL Wittingen zwar zum Aufstieg in die Verbandsliga. Der respektable Start des Neulings dort aber war keineswegs ein Zufallsprodukt.

Davon hat sich Wittingens Trainer Mike Mühlenbruch mit eigenen Augen überzeugt – und sieht am heutigen Sonnabend im Heimspiel (19. 15 Uhr) gegen den MTV Hondelage ein kräftiges Stück Arbeit auf die Seinigen zukommen.

Akribisch, wie er ist, sondierte der VfL-Coach an den ersten zwei Spieltagen die (Honde)Lage. Beide Male sah Mühlenbruch einen starken Neuling. „Das war schon beeindruckend.“ Der Braunschweiger Vorort-Club, nur dank des Verzichts des TV Jahn Duderstadt II als Vizemeister noch eine Etage nach oben geklettert, entführte ein souveränes 27:22 vom Vorjahresvierten Plesse-Hardenberg, unterlag dann im Aufsteiger-Duell der HSG Schaumburg Nord 28:33. Spion Mühlenbruch stuft beide Neu-Verbandsligisten im oberen Tabellen-Level ein.

Durchaus also ein Schwergewicht, was auf Wittingen zurollt. Das unterstreicht auch der Quer-Vergleich. Schaumburg fidelte den dritten Emporkömmling aus Lüneburg 37:26 weg. Dort wiederum patzte der VfL ja bekanntlich in der Vorwoche (24:26). Deshalb betont auch Mühlenbruch: „Wenn man betrachtet, dass wir gegen den vermeintlich schwächsten Aufsteiger verloren haben, wissen wir, was uns als nächstes erwartet.“

Ein kampf- und willensstarkes Kollektiv. „Hondelage gibt nie auf“, hat der Übungsleiter der Brauereistädter ausgemacht. Auch Spielintelligenz sei durchaus vorhanden. Und eine „aggressive 6:0-Deckung. Damit haben sie Plesse-Hardenberg den Zahn gezogen.“ Zudem hat sich der MTV punktuell verstärkt. Mit Christoph Meyer wurde ein Torhüter von Oberligist Zweidorf-Bortfeld losgeeist. Außerdem holte Hondelage mit Jan Eichelmann, dem Filius von Abteilungsleiter Klaus Eichelmann, einen verlorenen Sohn von Drittligist Burgdorf II zurück. Einer aus der goldenen Generation, die von 2006 bis 2008 in der A-Jugend-Regionalliga spielte.

Mühlenbruch hofft, dass sein Team die gramvolle Pleite von Lüneburg abgehakt hat. „Es geht bei 0:0 wieder los. Wir müssen uns so sammeln, dass alles andere nach hinten geschoben wird.“ Um wie schon zum Start gegen Barsinghausen den Ruf als Heimmacht zu rechtfertigen. Der VfL-Coach möchte tunlichst vermeiden, eingangs der Serie wieder in einen Negativ-Strudel zu geraten. Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Das gilt auch für das heutige Heimspiel, in dem Wittingen auf Mirko Schulze und Marten Schultze verzichten muss. Mühlenbruch: „Es müssen alle vom Anpfiff weg hellwach sein.“ Die Gastgeber sollten tunlichst nichts dem Zufall überlassen...

Von Ingo Barrenscheen

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