Fußball – Bezirksliga: Irrungen und Wirrungen gehen weiter

Bleibt SSV doch drin? Und was macht Kreis?

Ja, was denn nun!? Womöglich eröffnet sich dem SV Sprakensehl (l. Joseph Glassmann) doch noch die Chance, auch nächste Saison in der Bezirksliga gegen Wahrenholz zu spielen. Foto: Barrenscheen

Gifhorn/Sprakensehl. Die Irrungen und Wirrungen um die Fußball-Bezirksliga 1 nehmen zwei Wochen nach Saisonschluss immer kuriosere Züge an. Nach dem Rückzug des TSV Wolfsburg sollte der frei gewordene Platz ja eigentlich an den TSV Helmstedt wandern (das IK berichtete).

Doch plötzlich steht auch wieder der Verbleib der eigentlich abgestiegenen Clubs SV Sprakensehl respektive SSV Didderse im Raum!.

Die große Frage lautet: Hat der TSV Wolfsburg tatsächlich nach oder doch schon vor Ablauf der Meldefrist sein Team zurückgestuft? Das wird offenbar gerade von einem Justitiar beim NFV in Barsinghausen geklärt. Da auch die Zukunft des SV Wilhelmshaven (Ober- oder Landesliga?) noch nicht in allerletzter Instanz geklärt ist, will der Bezirks-Spielausschuss-Vorsitzende Wolfgang Reese zunächst keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Nach IK-Informationen aber hat der Bezirk dem SV Sprakensehl bis gestern Bedenkzeit eingeräumt, ob er nicht doch weiter in der Bezirksliga spielen will. Die Entscheidung stand bis Redaktionsschluss noch aus. Verzichten die Schwarz-Gelben, könnte stattdessen noch der SSV Didderse profitieren.

Schlüpft tatsächlich eines dieser beiden Teams durch die Hintertür zurück ins Glück, könnte das wiederum im NFV-Kreis Gifhorn eine große Kettenreaktion nach sich ziehen. In der Kreisliga wäre ein Platz frei. An und für sich sind für solche Fälle Relegationsspiele der Vizemeister aus den 1. Kreisklassen sowie der Tabellendritten der 2. Kreisklassen vorgesehen. Doch die reguläre Saison ist seit über zwei Wochen vorbei. Schwer vorstellbar, dass der Kreis die betroffenen Teams noch aus der Sommerpause zurückzitiert...

Durch die undurchsichtige Situation im Bezirk vermochte auch Gifhorns Spielausschuss-Vorsitzender Heinz Jeske gestern noch nichts Konkretes zur Regelung dieses Eventual-Falls zu sagen. Am Mittwoch kommt das Gremium zusammen, dann wird die Thematik gemeinsam diskutiert, erklärte Jeske.

Denkbar wären zwei Alternativen zur Relegation. Variante A: Die Kreisliga spielt in der neuen Saison nur mit 14 Teams, sprich in Unterzahl. Variante B: Beide Vizemeister der 1. Kreisklasse (das wären der VfL Wahrenholz II und VfL Rötgesbüttel) steigen auf, die Kreisliga spielt ein Jahr lang mit Überhang. Dann wiederum würden auch die Tabellendritten der 2. Kreisklasse (SV Groß Oesingen II und SV Meinersen II) und die -zweiten der 3. Kreisklasse 1 und 2 (SV Hagen-Mahnburg und FC Brome II) weit nach Saisonende noch völlig unverhofft den Aufstieg feiern. Was für ein Kuddelmuddel.

Von Ingo Barrenscheen

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