Fußball – Wochenpokal beim VfL Vorhop: Gastgeber bei Premiere ohne Fortune

Blaupause von Wittingen und Ummern

Der Wegbereiter: Sven Arndt (r.) war mit einem Tor und einem Assist maßgeblich beteiligt am Wittinger Einstands-Erfolg gegen Vorhop-Schönewörde (Pierre Peesel).
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Der Wegbereiter: Sven Arndt (r.) war mit einem Tor und einem Assist maßgeblich beteiligt am Wittinger Einstands-Erfolg gegen Vorhop-Schönewörde (Pierre Peesel).

Vorhop – Es muss sich eben erst noch alles finden bei der neu gegründeten FSV Vorhop-Schönewörde. Auch bei Arne Hoffart.

So war dem frisch installierten Coach zunächst gar nicht bewusst, dass sein Brückenschlag-Team und er am gestrigen Montagabend gewissermaßen Geschichte schrieben.

Denn erstmals wirkte der Gastgeber beim Wochenpokal des VfL Vorhop aktiv mit. Und erzielte auch ein Tor. Zu wenig allerdings, um sich im Anfangsstadium direkt für das Freitags-Endspiel zu empfehlen. Diesen Bewerbungsschreiben jagte der VfL Wittingen/S. raus. Genauso wie im Anschluss der VfL Ummern. All das übrigens vor stattlichen 250 Zuschauern an Tag eins.

FSV Vorhop-Schönewörde – VfL Wittingen/S. 1:2 (0:2)

Durchwachsen: Mit dieser Einschätzung konnte sich Arne Hoffart direkt anfreunden. Der Fußball-Fusions-Frontmann hatte hier und da einen Lichtstrahl durch den teils wolkenbehangenen Himmel leuchten sehen, aber eben auch Schattenseiten erkannt. Speziell in der ersten Halbzeit, die in den Augen von Vorhop-Schönewördes Coach „ein bisschen schwach“ gewesen sei.

Sicherlich hatten die Lokalmatadoren die ein oder andere offensive Szene, doch als kaltschnäuziger erwies sich der Kreisliga-Rückkehrer aus Wittingen. Sven Arndt im Nachfassen und Lennard Emmermann sorgten für ein 2:0. Eher Gift für die Partie, die nach dem Wechsel total verflachte. VfL-Coach Naim Fetahu wertete es als geschickten Schachzug seiner Riege: „Ich sage den Jungs immer, sie sollen clever spielen.“

Zumal es erst die dritte Einheit in der Vorbereitung für Wittingen gewesen sei. Am Ende hätte sich das verschleppte Tempo fast noch gerächt. Ein Befreiungsschlag initiierte den FSV-Anschlusstreffer, die Schlussminuten waren noch einmal scharf. Doch Pierre Peesel und Goalgetter Müller vergaben die letzten Halbchancen. Das 18:0 vom Freitag gegen die Freien Turner V sei kein Maßstab gewesen, bilanzierte Hoffart. „Genauso wenig wie dieses Spiel. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.“

.  Tore: 0:1 Arndt (5.), 0:2 Emmermann (20.), 1:2 Müller (57.).

Wesendorfer SC – VfL Ummern 1:2 (0:1)

Eng am Mann: Der VfL Germania Ummern (r.) zwang den Wesendorfer SC mit 2:1 in die Knie. Fotos:

Nahezu eine Duplizität der Ereignisse: Auch der VfL Ummern führte mit 2:0. Auch in diesem Spiel sei in der zweiten Hälfte „ein bisschen die Luft raus gewesen“, meinte Vorhops Vorsitzender Nicky Urbanitsch. Und doch wurde es auch am späteren Abend noch einmal spannend mit dem Wesendorfer Anschlusstreffer durch Oldie, but goldie Stefan Pikzak per Kopfball (50).

Vorab hatte – wer sonst!? – Torjäger Vitalij Sterz die Germanen auf die Siegerstraße gebracht. Beim 1:0 mit einem „Traumtor in den rechten Winkel“, schnalzte nicht nur Urbanitsch mit der Zunge. Wenngleich am Ende „nichts groß Weltbewegendes“ mehr passiert sei, so hatte der WSC zwischenzeitlich das 1:1 per Foulelfmeter auf dem Fuß gehabt. Doch Manuel Schupp traf nur den Pfosten. Beim Nachsetzen von Pikzak hätte dann „der ganze Sportplatz gedacht, es müsste noch einen Elfer geben“, so Urbanitsch. Dem war allerdings nicht so.

.  Tore: 0:1, 0:2 V. Sterz (23., 42.), 1:2 Pikzak (50.)..

VON INGO BARRENSCHEEN

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