Jugendfußball – Pokal-Endspiele in Tülau: 29er-B-Junioren krönen ihre Bilderbuch-Saison / Rühen geht erneut leer aus

Blau-Weißes Triple und Hoitlinger „Sensation“

Die JSG Brome/Ohretal (grüne Trikots) hielt das B-Jugend-Finale gegen den Favoriten lange Zeit offen.
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Die JSG Brome/Ohretal (grüne Trikots) hielt das B-Jugend-Finale gegen den Favoriten lange Zeit offen.
  • VonAndreas Arens
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  • Ingo Barrenscheen
    Ingo Barrenscheen
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Tülau. Vom Triple kann der FC Bayern München in dieser Saison nur träumen. Nicht so die B-Junioren der JSG Blau-Weiß 29! Am zweiten Tag der Jugendfußball-Pokalendspiele in Tülau krönte der goldene Jahrgang mit dem knappen Sieg über die JSG Brome/Ohretal sein Sahne-Jahr.

Eine „Sensation“ gelang auch den Pöksen der JSG Hoitlingen!.

B-Junioren Ebeling-Pokal

JSG Blau-Weiß 29 – Brome/Ohretal 1:0 (1:0)

Selbst gesteckte Ziele sind das eine. Sie auch wirklich zu erreichen, das andere. Die blau-weiße B-Jugend aber hat den Worten Taten folgen lassen und am Dienstagabend tatsächlich das Triple perfekt gemacht. „Das schafft man nicht jeden Tag! Eine tolle Sache für die Jungs“, war Trainer Christian Müller stolz.

Die Triple-Sieger: Die B-Jugend der JSG Blau-Weiß 29 und Trainer Christian Müller (links) freuen sich über ihren Namen auf dem neuen Silberschild der Heinz-Dieter Ebeling-Pokal-Trophäe.

Der Pokal-Triumph war auch durchaus verdient, wenngleich dem Favoriten in der zweiten Halbzeit die Souveränität flöten ging. „Da haben wir ein bisschen rumgeschludert“, stellte auch Müller fest. Seine überlegene, aber zunächst nicht zwingende Riege war in der 20. Minute durch Yannik Wolze in Führung gegangen – unter gütiger Mithilfe des Brome/Ohretaler Keepers Nils Löper... Dieser bügelte seinen Fehler kurz vor der Pause aber wieder aus und reagierte im 1:1 prächtig. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmten die 29er zunächst das Geschehen. Nach gut einer Stunde aber kam der besagte Knick. Brome/Ohretal witterte Morgenluft, ohne aber wirklich Gefahr heraufzubeschwören. Drei Minuten vor Schluss zappelte der Ball dann doch in den Maschen – aber abgepfiffen! Schiedsrichter Normen Meyer hatte ein vorangegangenes Foulspiel gesehen. Somit rettete Blau-Weiß den Vorsprung über die Zeit und reckte passenderweise den Heinz-Dieter Ebeling-Pokal in den Tülauer Abendhimmel – der Stifter stammt aus Wesendorf...

F-Junioren NFV-Kreis-GF-Pokal

SV BW Rühen – JSG Okertal 1:5 (0:2)

Rühen (gelbe Leibchen) versuchte im F-Junioren-Finale gegen Okertal alles, hatte letztendlich aber keine Chance auf den Titel.

Zwei Kandidaten, keine Trophäe: Nach den E-Junioren war auch dem jüngeren Jahrgang vom SV Rühen kein Sieg im Finale vergönnt. „Am Ende haben die Okertaler mehr als verdient gewonnen“, befand Gifhorns Kreisjuniorenspielleiter Sven Stuhlemmer. Während Okertal effektiv agierte, fehlte den Blau-Weißen das Glück im Abschluss. „Vielleicht hat ein früheres Tor der Rühener gefehlt, um die Partie offener zu gestalten“, mutmaßte Stuhlemmer. Erst in der Schlussminute gelang Dennis Neumann der Ehrentreffer zum 1:5.

Die Sensations-Sieger: Die F-Junioren der JSG Hoitlingen/Velstove/Eischott überraschten im Finale den MTV Gifhorn mit dem 3:1-Erfolg.

F-Junioren KJA-Pokal

JSG Hoitlingen/V./Eisch. – MTV Gifhorn 3:1 (2:1)

Feiern wie die Großen: Hoitlingens Trainer Jörg Warnke wird von seinen Schützlingen geduscht.

„Das ist eine Sensation!“, war JSG-Trainer Jörg Warnke nach dem Schlusspfiff hellauf begeistert von seinen Jungs. Schon in der 1. Minute traf der überagende Keeper Jonas Birkenbach per Abstoß zum 1:0. Linus Krüger erhöhte (13.), ehe Jannick Soleinsky verkürzte (20.). In der 29. Minute markierte Killian Warnke den Treffer zum Endstand. Im Anschluss verteidigte die JSG ihre Führung und feierte den Pokalsieg wie die ganz Großen – inklusive (Kinder-)Sekt-Dusche für den Coach, der mit angeschlagener Stimme versuchte, eine Erklärung für den Erfolg in Worte zu fassen: „Wir haben keine festen Positionen im Team. In den Ligaspielen wechseln wir immer durch. Im Pokal haben wir gesagt, wir behalten die Positionen mal bei.“ Und schon hat’s geklappt mit dem großen Wurf für die kleinen Hoitlinger, die zum größten Teil aus dem Boldecker Land stammen. Dort seien sie aber als zu klein und schmächtig empfunden worden, schilderte Warnke. Offenbar eine Fehleinschätzung, wie sich nun herausstellte. Der „stolze“ Coach konnte den Sieg übrigens nicht richtig auskosten, da er noch zu einer Nachtschicht antreten musste...

Von Ingo Barrenscheen und Andreas Arens

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