22. Volksbank-Hallenmasters-Cup: Knackiger Starttag beim Kult-Turnier

Am Black Friday purzeln Hammerlose

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Duell der Vorjahresfinalisten: Titelverteidiger VfL Knesebeck (M. Malte Gercke) und der FC Brome (Michael März) treffen beim Volksbank-Cup in der Gruppe A aufeinander.

Wittingen – Nicht nur Schnäppchenjäger kamen am vergangenen Black Friday auf ihre Kosten. Denn auch die Auslosung zur mittlerweile 22. Auflage des Volksbank-Hallenmaster-Cups hatte Verlockendes im Angebot und verspricht speziell am Eröffnungs-Freitag zum Kassenschlager zu werden mit zwei Hammer-Gruppen.

Schon jetzt wächst die Vorfreude auf den dreitägigen Budenzauber-Klassiker vom 27. bis 29. Dezember in Wittingen und im Fußball-Tempel Beetzendorf (dort steigt die Endrunde).

Als Glücksfee Paula Knöfel, assistiert von Stephan Wippich vom Co-Gastgeber MTV Beetzendorf, peu à peu die Lose aus dem glänzenden Ziel-Objekt fischte, legte sich die Stirn von Marcel Liedtke etwas in Falten. Der anwesende Vertreter des Lokalmatadoren VfL Wittingen/S., mit neun Triumphen übrigens Rekordsieger des Volksbank-Cups, konstatierte: „Keine leichte Gruppe.“

Denn die Brauereistädter bekommen es am Super-Freitag, 27. Dezember, in der Gelben Hölle mit dem Uelzener Bezirksligisten TuS Bodenteich, dem FC Ohretal (Liedtke: „Auch gefährlich“), dem Kreisliga-Rivalen SV Groß Oesingen, TSV Kusey und SV Steinhorst zu tun. Beileibe kein Spaziergang, sich in dieser Konstellation eines der drei Tickets für den Endspieltag zu sichern.

Noch eine Spur knackiger ist allerdings die Auftakt-Gruppe A! Dort tummeln sich neben den Vorjahresfinalisten VfL Knesebeck (gewann erstmals den Titel) und FC Brome noch der verlustpunktfreie Kreisklassen-Primus FSV Vorhop-Schönewörde und der ebenfalls stark eingeschätzte SV Hankensbüttel. Ergänzt durch den SV Langwedel und FC Jübar/Bornsen.

Turnierchef Hartmut Bartel richtete den Fokus aber auch auf den VfB Klötze in der Gruppe D. Dieser hat angedeutet, mit vielen Nachwuchsspielern anzutreten. „Sie haben eine Top-A-Jugend aus der Verbandsliga – wenn sie so antreten, sind sie für mich einer der Mitfavoriten“, unterstrich Bartel.

Es kündigt sich als wieder ein Fußballfest zwischen den Festen an. Mit Fug und Recht behauptete der Herr des Futsal-Spektakels: „Das ist die größte Veranstaltung in unserer Region zurzeit. Wir haben 2000 bis 3000 Leute an allen drei Tagen in den Hallen.“ Bartel erinnerte auch noch einmal an die Anfänge, als er das Turnier 1994 mit gerade einmal sechs Teams aus der Taufe hob. „Ich hätte nicht gedacht, wie schnell die Zeit verrinnt.“ Heutzutage zählt der Volksbank-Cup 24 Aspiranten. Und es hätten auch fast 40 sein können entsprechend der Anfragen. Doch 14 Vereinen, wie etwa dem VfL Germania Ummern, SV Tülau-Voitze, TuS Ehra-Lessien oder TV Emmen, musste Bartel einen Korb geben – sie hatten sich zu spät angemeldet. „Der Andrang ist riesengroß, wir können uns kaum mehr retten.“ Kurzzeitig hatte er überlegt, noch eine fünfte Sechser-Gruppe aufzumachen. Doch das würde die Kapazitäten im Vorrunden-Standort Wittingen sprengen.

Übrigens kündigte Bartel schon an, dass er nach 2020 bei der Volksbank in den Ruhestand gehen werde. Es muss sich also auch mittelfristig ein Erbe für die Chef-Rolle beim Volksbank-Cup finden. Denn dieses Aushängeschild dürfe nicht in den Dornröschenschlaf fallen, betonte Bartel. „Das Turnier ist Kult geworden. Es ist wichtig, dass sich jemand da reinkniet. Wenn du es auch nur ein Jahr unterbrichst, kriegst du es nicht wieder in Gang.“ Der Nord-Cup, jahrelang ein Parallel-Premienprodukt, sei dafür ein mahnendes Beispiel.

VON INGO BARRENSCHEEN

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