Tennis – Große Meden/Poensgen-Spiele: Klasen-Trio und Gefeller verpassen Halbfinale

„Bitter“: Quartett fliegt raus

...und auch Berlin-Brandenburg mit Friedrich Klasen hatte an dem ärgerlichen 2:4 gegen Titelverteidiger Bayern zu knabbern.

Dachau/Isenhagener Land. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Die drei Klasen-Geschwister Anna, Charlotte und Friedrich (starteten für Berlin-Brandenburg) und Kim Janine Gefeller (Niedersachsen) konnten sich gestern Abend in Dachau gegenseitig trösten.

Das Tennis-Quartett aus dem Isenhagener Land verpasste mit seinen Landesverbänden bei den Großen Meden und Poensgen-Spielen, sprich den deutschen Mannschafts-Meisterschaften, das Halbfinale.

Für beide Delegationen ergab sich am gestrigen Freitagnachmittag jeweils ein Showdown um den Einzug in die Vorschlussrunde. Niedersachsen bestritt sein Endspiel gegen den bis dato ebenfalls verlustpunktfreien Württemberger TB. Ohne Happy End. Das hart umkämpfte Duell endete 3:3, allerdings heimste die NTV-Crew einige Spiele weniger ein. Gefeller selbst gab ihr Match gegen Stefanie Stemmer knapp 6:7, 4:6 ab. Vorab hatte sich Niedersachsen in einem spannenden Vergleich 4:2 gegen Hessen durchgesetzt – die Wesendorferin gewann dabei ihr Einzel 6:4, 6:1. Mühelos dann das 4:0 über den TV Nordwest, bei dem die 17-Jährige pausierte.

Berlin-Brandenburg derweil mit der geballten Klasen-Power. Die Wettbewerbs-erfahrenen Geschwister kamen allesamt beim lockeren 6:0-Auftaktsieg über Thüringen zum Einsatz und zeigten ihren Gegnern klar die Grenzen auf. Durchaus kniffliger gestaltete sich für das Hankensbütteler Trio der Schlagabtausch mit dem Hamburger Verband. Friedrich Klasen hatte beim 6:2, 6:4 noch am wenigsten Mühe. Anna (6:3, 6:7, 10:6) und Charlotte (6:1, 7:5) hatten bange Momente zu überstehen. Letztlich gewann die Hauptstadt-Delegation aber auch dieses Kräftemessen 4:0 und steuerte zielgerichtet dem Alles-oder-nichts-Duell mit Titelverteidiger Bayern entgegen.

Die Neuauflage des Vorjahres-Finals. Und wieder zog Berlin-Brandenburg den Kürzeren. „Bitter“, seufzte Friedrich Klasen. „Wir haben dreimal im Match-Tiebreak verloren und nur einmal gewonnen.“ Besagte Krimi-Ausnahme bildete Charlotte (6:4, 1:6, 10:3). Anna Klasen hingegen hätte beim 3:6, 4:6 gegen die starke Luisa-Marie Huber „nicht so reingefunden“, meinte ihr Bruder. Im Doppel gewannen die Schwestern zwar, doch vergebens. Berlin-Brandenburg verlor 2:4 und schied aus. Friedrich Klasen: „Wir hatten uns mehr erhofft.“

Von Ingo Barrenscheen

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