Der VfL Germania Ummern zeigt sich angriffslustig vor dem NFV-eSoccer-Cup

„Bisschen Risiko muss immer sein!“

+
Am Samstag geht es los: Dann startet in Barsinghausen der NFV-eSoccer-Cup und der VfL Germania Ummern „will einfach drauf los spielen“.

Isenbüttel/Ummern – Während der Hinrunde der 2. Fußball-Kreisklasse 2 gab es für Jan Rüngeling und Christopher Schacht nur wenig Grund zum Lachen. Denn der VfL Germania Ummern II rangiert nach 14 Spieltagen mit nur vier Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Höchst konzentriert und fokussiert auf das Geschehen an der Leinwand: Jan Rüngeling (r.) und Christopher Schacht sammeln weitere Spielpraxis bei FIFA 19.

Am Montagabend legen der Trainer und sein Kapitän dann ein anderes Gesicht an den Tag: Sie scherzen, jubeln und freuen sich wie Bolle. Und zwar über einen ungefährdeten 3:0-Kantersieg des FC Everton über den Lokalrivalen und Favoriten FC Liverpool. Nicht live im Stadion. Sondern an der Konsole, um genauer zu sein an der Playstation 4. Und das Gespann höchstpersönlich sorgt für den fulminanten Derbysieg der Toffees. Zurzeit bereitet sich das Duo für den NFV-eSoccer-Cup vor, der am Samstag (ab 10.30 Uhr) in Barsinghausen stattfindet.

Und dafür trifft sich das Duo am besagten Tag in Isenbüttel zu einer weiteren Trainingseinheit FIFA 19. Mit von der Partie sind ebenfalls der NFV-Kreis Gifhorn in Person von Sven Bärensprung (Referent für Öffentlichkeitsarbeit) und Ralf Thomas (Kreisvorsitzender).

Nach einer kurzen aber intensiven Kennenlernrunde dürfen Rüngeling und Schacht dann auch gleich ihr Können unter Beweis stellen. In Windeseile ist der Beamer aufgebaut, die CD eingelegt. Kein Wunder, die beiden Jungs sind heiß wie Frittenfett. „Mal schauen, wie es läuft. Zuletzt sah es immer ganz ordentlich aus gegen den Computer“, meint Rüngeling noch relativ bescheiden. Diese Bescheidenheit sollte das Gespann auch nach dem Führungstor durch Gylfi Sigurdsson noch beibehalten. „Nach 22 Minuten schon ein Treffer. Das ist besser als sonst!“, witzelt Schacht.

In der zweiten Hälfte vergeben die Jungs einige hochprozentige Chancen. Auf die Frage, wo denn das 2:0 bleiben würde, kommt nur von beiden synchron zurück: „Wir sind froh, dass wir überhaupt mal führen.“

Immer wieder tauschen sich die beiden während der Partie aus, kommunizieren über die Taktik. Das nächste High Five sollte dann nicht lange auf sich warten. Der schnelle Brasilianer Richarlison sehnt die Entscheidung bei, ehe Bernard mit dem 3:0 für den Endstand sorgt. Dennoch finden die beiden direkt nach Abpfiff ein Haar in der Suppe. „Die Chancenverwertung muss am Samstag unbedingt besser werden“, hadert Schacht. „Denn dann werden wir nicht so viele Möglichkeiten bekommen.“

Auch am Wochenende werden die beiden dann mit dem FC Everton wieder an den Start gehen. „Die passen zu unseren Vereinsfarben“, so Rüngeling. Nur dann wird ihnen nicht der Computer, sondern reale Spieler von anderen Vereinen Paroli bieten. Insgesamt gehen am Samstag 64 Teams in Barsinghausen an den Start, sechs alleine aus dem Kreis Gifhorn.

Doch wie kamen Rüngeling und Schacht eigentlich zu dem Vergnügen? Die beiden haben Nägel mit Köpfen gemacht. „Wir haben die Mail vom NFV gelesen. Dann hat es keine 30 Minuten gedauert und wir haben die Anmeldung abgeschickt“, erklärt Rüngeling, der wie auf dem grünen Rasen nichts von einer defensiven Ausrichtung hält. „Wir wollen schon offensiv agieren. Sonst kannst du keine Tore schießen. Ein bisschen Risiko muss immer sein!“

Nach drei deutlichen Siegen in der Trainingseinheit zeigte sich das Duo angriffslustig: „Wir spielen einfach drauf los. Der Ehrgeiz bei uns wächst und wächst.“ Ein Lichtblick: Es kann nur besser werden als in der Hinrunde der Germanen-Reserve.

Von Jannis Klimburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare