Fußball – Bezirksliga: Torjäger sichert mit Doppelpack Sprakensehl-Remis in Reislingen-Neuhaus

Bier-Balsam für geschundene Seele

Mann des Spiels: Sprakensehls Torjäger Waldemar Bier (l.) ließ sich nach seinen beiden Treffern in Reislingen-Neuhaus zu Recht feiern. Foto: Felber

Reislingen.

War das die Wiederauferstehung des SV Sprakensehl in Miniaturformat? Der abstiegsbedrohte Bezirksligist erkämpfte sich im Nachholspiel beim Dritten SV Reislingen-Neuhaus ein 2:2 (0:0), nahm für das schwierige Unterfangen Klassenerhalt verdient einen Zähler mit auf den Heimweg.

„Keiner hat mehr an uns geglaubt. Viele haben gedacht, wir sind jetzt nur noch Kanonenfutter. Aber die Jungs haben sich reingehangen. Das war ein Punkt für unsere geschundene Seele“, strahlte SSV-Trainer Rouven Lütke. Zweimal musste Sprakensehl einem Rückstand hinterherlaufen, kam durch den wiedergenesenen Torjäger Waldemar Bier (74./85.) jeweils noch zum Ausgleich.

Auf einem schwierigen Untergrund, der kaum vernünftiges Aufbauspiel zuließ, entwickelte sich im ersten Durchgang ein ausgeglichenes Spiel. Reislingen-Neuhaus stand tief in der eigenen Hälfte, lauerte auf Fehler der Gäste. Zweimal hätten der SVR-N in Führung gehen können, vergab frei vor SSV-Schlussmann Michael Schnaase. Auf der Gegenseite hätte Edmund Laeseke, dieses Mal als zweiter Stürmer neben Bier aufgeboten, Sprakensehl in Front schießen können. 0:0 zur Pause.

Etwas überraschend kam die Lütke-Elf besser aus der Pause, bestimmte das Geschehen. „Reislingen-Neuhaus hatte schwere Beine“, sagte Lütke, dessen Team nun auf die Führung drängte. Und den Rückstand hinnehmen musste. Nach einem Missverständnis zwischen Sebastian Linne und Schnaase bedankte sich Marcus Busse (68.).

Schnell und eher glücklich kam Sprakensehl zum Ausgleich. Einen Freistoß von Joseph Glassmann drückte Bier (74.) mit Hilfe des Gegners in die Maschen. Die Freude währte nicht einmal 120 Sekunden. Auf der Gegenseite verlängerte Alexander Simon das Leder unglücklich auf den zweiten Pfosten, Paul Krein (76.) bedankte sich mit dem 2:1.

Dass die Hausherren nach einer Gelb-Roten Karte nur noch zu Zehnt waren, spielte Sprakensehl in die Karten. Lütke stellte um, schob Berkan Gülabi – nach der Verletzung von Rechtsverteidiger Ole Hildebrandt – ins Mittelfeld. Und der erhöhte Druck zahlte sich aus. „David Obsitos hat den Torwart super angelaufen, den Ball erkämpft und Bier mit der Hacke bedient“, schilderte Lütke den verdienten Ausgleich.

Und nach dem zweiten Bier-(Tor) stießen die Sprakensehler noch einmal mit einer spontanen (Auferstehungs)-Feier auf den verdienten Punkt an.

Von Matthias Jansen

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