Fußball – Kreisliga: Weil Knesebeck in den Schlussminuten trifft, bleibt Vorhop doch noch drin / Wittingen steigt ab

Besser spät als nie – der Nachbar hilft aus

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Der Kopfballtreffer zum 2:3 durch Sven Arndt (Mitte) ließ den VfL Wittingen kurzzeitig noch einmal hoffen, dann jedoch machte der Meister VfR Wilsche-Neubokel kurzen Prozess mit den Brauereistädtern.

Sag zum Abschied leise Servus: Der VfL Wittingen/S. und der MTV Wasbüttel müssen den schweren Gang in die erste Kreisklasse gehen. Erleichterung hingegen in Vorhop. Der VfL hat sich trotz einer 2:4-Niederlage in Meinersen gerettet und bleibt in der Fußball-Kreisliga.

Tatort Meinersen

SV Meinersen – VfL Vorhop 4:2 (2:0)

Chance vertan und doch drin geblieben. Der VfL Vorhop (links) profitiert vom Unvermögen der anderen Vereine.

Lange Zeit fast chancenlos und am Ende doch der große Sieger des Spieltages: Der VfL Vorhop darf auch in der kommenden Saison seine Visitenkarte in der Kreisliga abgeben. Bei der 4:2-Niederlage in Meinersen bekamen die Gäste in der ersten Halbzeit überhaupt kein Bein an den Boden. Das 2:0 sprach eine deutliche Sprache. Auch der Anschlusstreffer durch Florian Schneider (50.) brachte noch keine Besserung. „Erst 20 Minuten vor Abpfiff haben wir angefangen, Fußball zu spielen“, schüttelte VfL-Boss Nicky Urbanitsch ungläubig den Kopf. Auf einmal sah man, dass Vorhop wieder wollte. Der Zwischenstand aus Wasbüttel verhieß ja auch nicht Gutes. Der dritte Treffer der Hausherren schien die Gäste weiter anzuspornen. Und als Christopher Schulze drei Minuten vor dem Ende zum 3:2 verkürzte, schnupperte Vorhop Morgenluft. Ein Tor fehlte noch zur Rettung. Doch dieses fiel für Meinersen – 4:2! Dann folgten bange Minuten, bis es hieß: „Es reicht!“ Dank Knesebecker Schützenhilfe bleibt Vorhop Kreisligist.

Tatort Wasbüttel

MTV Wasbüttel – VfL Knesebeck 2:4 (1:2)

Sekunden haben dem MTV Wasbüttel zum Klassenerhalt gefehlt. Erst in der Nachspielzeit unterlagen die Mannen um Holger Haustein-Bastian dem VfL Knesebeck mit 2:4. Nach regulären 90 Minuten stand es 2:2 und das hätte zur Rettung gereicht.

Der VfL Knesebeck startete ambitioniert in die Partie. „Wir wollten das Spiel ernst nehmen und gewinnen“, unterstrich Detlef Weber die Brisanz, die in der Begegnung lag. Die erste halbe Stunde mit einer hochverdienten 2:0-Führung durch Treffer von Nils Mohr und Sven Marquardt war Schützenhilfe für Vorhop à la bonheur. Doch dann fiel vor der Halbzeit plötzlich der Anschlusstreffer und alles kam ins Wanken. „Da haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, musste Weber eingestehen. Er sah seine Mannen durch die eine oder andere Entscheidung des Unparteiischen dabei aber auch im Nachteil. Wasbüttel glich nach über einer Stunde aus. Rettung? Lange sah es so aus, Vorhop wäre weg vom Fenster gewesen. Doch zum zweiten Mal Mohr und Daniel Meinecke drehten das Ding in Nachspielzeit noch um.

Tatort Wilsche

VfR Wilsche-Neubokel – VfL Wittingen/S. 5:2 (3:0)

Die Chance war zugegebenermaßen klein, aber sie war da… Der VfL Wittingen/Suderwittingen hat sie aber nicht genutzt und steht somit als Tabellenletzter als Absteiger fest. Der Wittinger Plan, die Null hinten möglichst lange zu halten, war schnell in die Hose gegangen. Daniel Kussmann traf schon nach zehn Minuten zum 1:0. Leon Keil legte bis zur Halbzeit noch zwei weitere Treffer nach. Das Ergebnis war die Folge eines eher lethargischen Wittinger Auftretens. Die Einstellung, die Körpersprache war der Situation nicht angepasst. Ganz anders nach der Pause. Es war laut in der Kabine der Brauereistädter und das war wohl so etwas wie ein Weckruf. So verkürzte Sven Arndt schnell auf 1:3. Die Einstellung stimmte jetzt und auch die Chancen für weitere Tore waren da. So traf Tim Bendig nur den Pfosten. Es sollte irgendwie nicht sein. Doch als Arndt (76.) zum 3:2 traf, war die Hoffnung auf das Wunder wieder da. Diese Hoffnung machten Keil und Jonas Höft am Ende aber zunichte… „Das haben wir nicht heute vergeigt“, schaute Peter Dierks wehmütig auf zahlreich vergebene Punkte und Chancen in den vergangenen Wochen zurück.

Von Kai Schüttenberg

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