Rudern – Bundesliga: Leverkusen hat mit Steinhorster Imort alle Chance auf Platz drei / Hansestädter zittern um Rettung

Bayers bronzener, Lübecks banger Blick

Das Bild spricht Bände: Der Achter aus Leverkusen-Bonn mit dem Steinhorster Dominic Imort (4. v. l.) reißt nach dem Sieg im C-Finale jubelnd die Arme hoch.

Münster. Das war eine dol(l)e Leistung. Der Dole Achter vom RCFH Hamburg wurde beim vorletzten Renntag der Ruder-Bundesliga auf Münsters Aasee zum großen Gewinner.

Als Dritter des Renntages schob sich der Achter aus der Hansestadt auf den fünften Platz vor und ist rechtzeitig zum Heimspiel (Sonnabend, 13. September) in der Alster-Arena mitten im Rennen um den Bronzerang.

Die Hamburger liegen zusammen mit dem Münster-Achter (beide 39 Punkte) noch in Schlagdistanz zum drittplatzierten Pirna-Achter (43) und dem Vierten RTHC Bayer Leverkusen (41) mit dem Steinhorster Dominic Imort.

Abgesehen von der Aufholjagd der Hamburger gab es in Münster keine Platzwechsel in der Tabelle. Spitzenreiter Frankfurter RG Germania (59) behauptete sich im Meisterkampf gegen Titelverteidiger Crefelder Ruder-Club (57). Pirna baute den Vorsprung gegenüber Leverkusen aus.

Von einem schlechten Renntag würde aber auch im Bayer-Lager wohl niemand sprechen wollen. Die Ruderriesen vom Rhein rechtfertigten ihren Anspruch auf Rang drei mit dem Finalerfolg gegen Münster, distanzierten zudem noch die Verfolger von Emscher Hammer und vom Sprintteam Mühlheim (beide 35).

Dabei hatte es anfangs gar nicht so gut ausgesehen. Die Gewitter über Münster, die den Renntag zweimal längere Zeit unterbrachen, schienen sich vollends über den Pred8oars aus Leverkusen entladen zu wollen. Nach den Zeitläufen war die Crew um Imort Letzter (56.67 Sekunden). Sogar 23 Hundertstel hinter dem abgeschlagenen Liga-Schlusslicht vom DWB-Holding Achter Berlin (56.44 Sekunden).

Wie vom Blitz getroffen, legte Leverkusen im Achtelfinale los. Zweieinhalb Sekunden schneller reichte es für den RTHC (54.02) zu Platz zwei hinter den starken Hamburgern (53.76). Für die Topzeiten von Frankfurt (52.99) und Pirna (53.35) reichte das im Viertelfinale aber nicht. Rang drei mit 54.31 Sekunden. Dank der beiden Siege in den letzten beiden Rennen gegen das Lombardium Hamburg und Münster ist Leverkusen aber weiter gut im Rennen.

Schwere Schlagseite bekam der Palmberg Achter Lübeck, der bis zum Saisonende ohne den verletzten Ex-Hankensbütteler Ingo Tribian auskommen muss. In Münster sammelten die Hansestädter als Vorletzter nur zwei Punkte ein, liegen vor dem Saisonfinale punktgleich mit dem TK-Achter Dresden (beide 16) auf dem viertletzten Rang. Sogar der Gießen-Achter (13) kann sich als Vorletzter noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen.

Von Matthias Jansen

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