Fußball – 1. Kreisklasse 1: Vorhop-Schönewörde und Parsau im Zweikampf

Wie Bayern gegen Dortmund

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Spitzenposition vorerst verloren, dennoch ist auch in Parsau (r. Robin Werner) alles im Lot.

Vorhop/Parsau – Es erinnert so ein wenig an den Zweikampf aus der vergangenen Bundesliga-Saison zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund.

Genau wie die beiden deutschen Spitzenteams damals marschieren aktuell auch der FSV Vorhop-Schönewörde und der FC Germania Parsau der Konkurrenz in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 davon. Zum absoluten Topspiel kommt es übrigens am 17. November. Am Sonntag müssen sowohl der FSV (SV Barwedel) als auch die Germanen (Hoitlinger SV) auswärts Farbe bekennen.

FSV Vorhop-Schönewörde

Zehn Spiele, zehn Siege: Was für eine Bilanz! „Damit hatte im Vorfeld natürlich keiner gerechnet. Alles war neu, daher haben wir uns mit irgendwelchen Aussagen auch zurückgehalten“, erklärt FSV-Trainer Arne Hoffart, der erfreut ergänzt: „Dass es so gekommen ist, ist natürlich eine super Geschichte.“ Doch darauf eingestellt war in Vorhop und Schönewörde kaum jemand. Die Garanten des Erfolgs hat Hoffart aber recht schnell ausgemacht: „Wir haben zügig zueinander gefunden, die Jungs harmonieren und trainieren gut miteinander.“

Ans Jubeln hat man sich beim FSV Vorhop-Schönewörde (Pierre Peesel) mittlerweile gewöhnt.

Dazu setzen sie die taktischen Vorgaben auf dem Platz sehr ordentlich um. „Man kann sagen, dass wir bislang vieles richtig gemacht haben“, so der Übungsleiter. Er freut sich bereits auf das Spitzenspiel gegen Parsau in gut einer Woche: „Aber erst ab Montag befassen wir uns damit. Erst einmal spielen wir ja am Sonntag in Barwedel.“ Auch dort erwartet Hoffart ein hartes Stück Arbeit: „Wir werden auch diesen Gegner sehr ernst nehmen. Man sieht, dass die Niederlagen des Gegners bislang sehr knapp waren.“ Der FSV ist zwar gewarnt, möchte sich aber auch im elften Spiel nicht überraschen lassen.

FC Germania Parsau

„Dass wir bislang so gut dastehen, kommt für mich persönlich nicht mega-überraschend“, spricht Parsaus Coach Sören Henke über den bisherigen Saisonverlauf. Das Ziel der Germanen war es, sich punktemäßig im Vergleich zur vergangenen Saison zu verbessern. Diesbezüglich sind sie auf einem sehr guten Weg. „Das spiegelt auch die Qualität unseres Kaders wider. Dazu ziehen die Jungs richtig gut mit“, erklärt Henke. Klar: Wer nach zehn Spielen 28 Punkte vorweist, kann nicht klagen. Pech für den FC: Mit Vorhop-Schönewörde spielt eine Mannschaft bislang noch konstanter.

Zum absoluten Spitzenduell kommt es in der kommenden Woche in Vorhop. Sorgen bereitet hatten Henke im Vorfeld aber eher die Duelle gegen vermeintlich kleinere Gegner: „Da haben wir uns in der letzten Saison oft schwer getan. Doch in dieser Spielzeit konnten wir diese Spiele zumeist klar gewinnen. Auch die engen Partien wie in Tappenbeck haben wir für uns entscheiden können.“ Einzig beim 3:3 im Derby gegen Brechtorf reichte es für Parsau nicht zum Sieg. „Da war mir schon im Vorfeld klar, dass es eine enge Partie wird mit Blick auf die Emotionen“, so der FC-Übungsleiter. Ein Dorn im Auge sind ihm aktuell eher die vielen Gegentore: „Wir müssen einen Mittelweg zwischen Defensive und Offensive finden.“

Am Sonntag beim Schlusslicht Hoitlinger SV (12 Uhr) können sich die Germanen wohl nur selbst schlagen. „Da müssen wir einfach gewinnen. Sollte uns das gelingen, werden wir uns gezielt auf das Spitzenspiel vorbereiten“, verrät Sören Henke, der anfügt: „Die nächsten Wochen werden hart genug.“

VON FLORIAN SCHULZ

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