Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz mit großen Personalsorgen

Bastel-Stunde, um „Bock umzustoßen“

Fällt lange aus: Niklas Germer.

Wahrenholz. Wenn er könnte, dann würde sich Torben Gryglewski womöglich noch den einen oder anderen Spieler schnitzen. Denn vor dem Heimspiel von Fußball-Bezirksligist VfL Wahrenholz gegen den 1.

FC Wolfsburg (Sonntag, 15 Uhr) plagen den Taterbusch-Trainer doch arge Personalsorgen.

„Mir fehlt wahrscheinlich die komplette Mittelachse“, beschreibt Gryglewski das aktuelle Dilemma. Mittelfeldspieler Niklas Germer, der sich gegen den SV Reislingen-Neuhaus (0:2) die Schulter auskugelte, wird operiert und fällt wie Nebenmann Konstantin Kutz (Gesichtsverletzung) länger – über Monate – aus. Innenverteidiger Jan Reitmeier ist zudem an diesem Wochenende privat verhindert.

Bliebe mit Abwehrchef Chris Hartmann nur noch eine zentrale Defensiv-Stütze übrig. Und dessen Einsatz ist wegen muskulärer Beschwerden mehr als fraglich. Als Alternativen für die Abwehrzentrale hat Gryglewski Yannick Kutscher und Marcel Kröger („Unser Allrounder“) auf dem Zettel. Auf der Sechserposition würde dann André Haven („Sein Einsatz kommt eigentlich zu früh“) ins kalte Wasser geworfen werden.

Trotz der bekannten und befürchteten Ausfälle ist Gryglewski aber zuversichtlich. Wahrenholzer Mannschaften, die aus der „Not geboren“ waren, hätten in dieser Saison noch die besten Leistungen abgerufen. Und eine Top-Leistung braucht es schon gegen den Fünften aus Wolfsburg.

Schließlich gelang es den drittplatzierten Schwarz-Gelben in dieser Spielzeit noch nicht, gegen einen Konkurrenten aus den Top sechs zu gewinnen. Warum das so ist, weiß Gryglewski nicht. Das Team habe es in den Spielen – eine Ausnahme war das 1:2 beim SSV Kästorf – nicht geschafft, sein wahres Leistungsvermögen abzurufen. Gegen Wolfsburg und den TSV Hehlingen (Sonntag, 26. April, 15 Uhr) wäre es deshalb wichtig, „den Bock umzustoßen“. Mit zwei Siegen könnte der VfL den Platz unter den ersten vier der Rangliste absichern. „Da wollen wir auch hin.“

Gegen die Wolfsburger („Das ist schon ein Kaliber“) gelte es, „unsere Stärke in die Waagschale“ zu werfen. Zumal sich der 1. FC im Winter noch mit Stürmer Ahmed Ammari („Mit Abstand der beste Spieler vom VfR Eintracht Nord Wolfsburg“) verstärkt hatte. Um die beste Aufstellung zu finden, stehen bei Gryglewski die nächsten Tage unter dem Motto: „Wie bastel ich mir eine Mannschaft zusammen?“

Von Matthias Jansen

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