Handball – Oberliga: VfL Wittingen gastiert beim Tabellenletzten HV Barsinghausen / Gades: „Darfst nicht verlieren“

Auswärtssieg wird zur Pflichtaufgabe

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Sie spüren den Druck von hinten: Wittingens Oberliga-Handballer (r. Marten Schultze) sind am morgigen Sonntag beim Schlusslicht HV Barsinghausen dringend auf ein Auswärts-Erfolgserlebnis angewiesen, um die Abstiegsgefahr zu mildern.

Wittingen/Barsinghausen. Es geht (noch) nicht um alles, aber schon um sehr viel. Wenn der VfL Wittingen am Sonntag (17 Uhr) zum Tabellenletzten der Handball-Oberliga, dem HV Barsinghausen, reist, zählen für das Team von Trainer Christian Gades keine Ausreden mehr.

„Dort darfst du nicht verlieren, wenn du in der Liga bleiben willst“, betont Gades. Die Partie ist gleich in doppelter Hinsicht von äußerst wichtiger Bedeutung für die Brauereistädter. Einerseits ist Basche, wie sich die Handballer aus dem Calenberger Land selbst nennen, ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf und andererseits haben die Wittinger noch einiges gutzumachen: Die 21:36-Niederlage in Großenheidorn war eines der schwächsten Leistungen seit dem Oberliga-Aufstieg. „Ich denke, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wird. Das erwarten Manfred (Co-Trainer Busch, Anm. der Red.) und ich“, sagt Gades.

Wenn der VfL das größte Manko der Vorwoche abstellt, sollten die Chancen gut stehen, die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Aber: „Es muss von der Einstellung her alles passen“, fordert der Coach ein anderes Gesicht von seinem Team als in Großenheidorn. Unterschätzen sollte man den Kontrahenten ohnehin nicht. Zwar liegt der HVB mit vier Pünktchen aus 15 Spielen am Tabellenende, das bedeutet zugleich allerdings auch, dass die Gastgeber schon zur Saison-Halbzeit mit dem Rücken zur Wand stehen. Für Gades heißt das zugleich, dass die Gastgeber um jeden Zentimeter kämpfen werden. „Wir müssen von Anfang an zeigen, dass wir da sind.“

In erster Linie muss die Abwehrarbeit wieder besser werden. Mehr Bewegung und Engagement als in der Vorwoche in der Deckung seien vonnöten. „Außerdem müssen wir die Angriffe viel sauberer vorbereiten als in Großenheidorn“, so der Coach. Einfache Tore über die zweite Welle sind gegen Basche ebenfalls ein probates Mittel. Wie das Hinspiel und so manch andere Partie in dieser Saison gezeigt haben, muss der VfL die Konzentration über die gesamten 60 Minuten hochhalten. „Im Hinspiel haben wir das Ding mit Mühe und Not über die Ziellinie gebracht“, erinnert sich Gades noch gut an das 30:27 in Wittingen.

Nach diesem Sieg hatten die Brauereistädter 6:6 Punkte auf dem Konto und schienen in ruhigen Fahrwässern Richtung Klassenerhalt zu schwimmen. Seitdem ging es tabellarisch bergab. Gades: „Wir müssen den Hebel wieder umlegen.“

Von Andreas Arens

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