Fußball – Kreisliga: Roman Kremer schießt WSC zum 3:2-Sieg gegen Oesingen

Aushilfs-Angreifer der Matchwinner

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Sie wollten es einfach mehr: Dennis Pavlov (M.), hier vom Groß Oesinger Heiko Dreier bedrängt, und der Wesendorfer SC feierten einen verdienten und ebenso wichtigen 3:2-Derbyerfolg.

Wesendorf – Kollektives Aufatmen beim Wesendorfer SC! Man könnte meinen, der WSC kannte das Gefühl eines Sieges in der Fußball-Kreisliga gar nicht mehr. Die lange Wartezeit ist seit gestern nun aber beendet.

Im Nordkreis-Derby gegen den SV Groß Oesingen feierte man ein enorm wichtiges 3:2 (0:1).

Ausgerechnet Roman Kremer: Der Mann mit der Rückennummer 3 ist eigentlich eher als Verteidiger bekannt, wurde diesmal aber als einzige Spitze aufgeboten. Hopps Idee ging voll auf, denn Kremer traf doppelt und avancierte zum Matchwinner. „Er hat seinen Job vollends erledigt“, erklärte sein Trainer Matthias Hopp. Zunächst allerdings hatten die Gäste Feldvorteile. Der SVGO ging nach einem individuellen Fehler der Platzherren durch Arne Heers auch in Führung (23.). Bitter: „Wir haben das defensiv in der ersten Halbzeit eigentlich gut umgesetzt, den Gegner zu vielen langen Bällen gezwungen und wenig zugelassen“, so der WSC-Coach. In der Pause forderte er seine Mannen auf, mit einer anderen Körperspannung zu Werke zu gehen.

So wurden die Wesendorfer auch tatsächlich stärker, erzielten durch Kremer das 1:1 (62.). Stefan Pikzak, der verspätet kam, sich nach seiner Einwechslung aber sehr gut einfügte, brachte das Kellerkind sogar in Front (77.). Eine spannende Schlussphase war damit eingeläutet. Nachdem Niklas Dierks das 2:2 (82.) gelang, war es abermals Aushilfs-Angreifer Kremer, der den WSC noch zum Sieg schoss (87.). „Am Ende sicherlich auch verdient, denn wir haben es mehr gewollt“, resümierte Hopp.

Die Groß Oesinger blieben dadurch zum dritten Mal in Folge punktlos, was Trainer Torben König natürlich überhaupt nicht schmeckte: „Mit Blick auf das gesamte Spiel wäre sicherlich ein Unentschieden gerecht gewesen. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nach dem 2:2 zu viel wollten. Daher ist es bitter, dass wir hier noch verlieren.“ Für den WSC waren es drei enorm wichtige Zähler, doch die Konkurrenz schläft nicht und punktete ebenfalls. Daher sollte sich die Hopp-Elf keineswegs auf ihren Lorbeeren ausruhen. Immerhin ist Schritt eins gemacht...

VON FLORIAN SCHULZ

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