Fußball – Bezirksliga: Wittingen kassiert gegen Aufstiegsanwärter Kästorf ein 1:6 / Zwei Tor-Geschenke

Auftaktpleite: VfL noch „zu grün“

Erste Bezirksliga-Schritte, erstes Bezirksliga-Tor, erste Bezirksliga-Pleite: Angeführt von Kapitän Marcus Rötz (oben/l.) kassierte der VfL trotz des Tores von Andre Liedtke (oben/r.) gegen Kästorf ein 1:6.

Wittingen. Die Analyse von Naim Fetahu war genauso brutal wie das Endergebnis. „Kästorf hat uns in der zweiten Halbzeit beherrscht“, meinte der Trainer von Fußball-Bezirksligist VfL Wittingen nach der deutlichen 1:6 (1:2)-Abfuhr zum Saisonstart.

Der Aufsteiger aus der Brauereistadt hatte – angetrieben von der Euphorie – gut begonnen und ging nach zwölf Minuten durch Andre Liedtke verdient in Führung. Aufstiegsanwärter Kästorf kam auch wegen des fleißigen Störens der VfLer nicht wirklich in die Partie.

Bis zur 19. Minute. Urplötzlich stand es 1:1. Leon Keil nutzte aus kurzer Distanz einen Abwehrpatzer zum Ausgleich. „Das war ein Geschenk“, ärgerte sich Fetahu über die Unachtsamkeit in der neuformierten Abwehrreihe. Wie das 2:1 durch Juri Neumann, der zum Halbzeitstand einnetzte.

Kästorf hatte die Begegnung gedreht. Dabei war Wittingen nicht chancenlos. Andre Liedtke, noch vor dem 1:0, Sven Arndt und Patrick Gernsheimer hätten weitere Wittinger Tore erzielen können. „In der ersten Halbzeit war es noch in Ordnung“, so Fetahu, der nach dem Wechsel die Chancen rapide schwinden sah.

Der SSV – ohnehin schon optisch überlegen – übernahm endgültig die Kontrolle. Binnen acht Minuten entschied der letztjährige Landesligist das Spiel. „Wir wollten die Partie nach der Pause drehen, sind dann aber in die Konter gelaufen. Eigentlich so, wie wir spielen wollten. Nach dem 1:5 war das Ding gelaufen“, meinte Fetahu, dessen Riege auch mit Neuzugang Steffen Schmidt nach dem Wechsel „nur noch ein, zwei Chancen hatte.“

Wittingen habe sich sicher nicht ergeben, lobte Fetahu. Aber gegen starke Kästorfer war der VfL nicht stark genug. Oder wie der Coach der Brauereistädter feststellte, sein Team sei „zu zaghaft, zu grün und nicht wach gewesen.“

So findet sich der Neuling schon früh am Tabellenende wieder. „Das ist bitter. Wir müssen jetzt einfach weitermachen“, meinte Fetahu.

Von Matthias Jansen

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