Fußball – IK-Nachspielzeit: Noch kein Nachfolger in Ummern / Keine Ampelkarten-Amnesie beim Wahrenholzer Schiri...

Aufstiegsmacher Alms: Abschied mit Ansage

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Gibt nur noch ein halbes Jahr lang beim VfL Germania Ummern die Richtung vor: Michael Alms hört nach drei Jahren am Saisonende auf.

Time to say goodbye. . . Das letzte halbe Jahr mit dem VfL Ummern will Michael Alms noch genießen, dann ist schweren Herzens Schluss auf der Kommandobrücke, wie er in der IK-Nachspielzeit verrät.

Aller guten Dinge sind drei Jahre... Als sich Michael Alms 2015 in Ermangelung anderer Kandidaten zu seiner zweiten Amtsperiode als Trainer des VfL Germania Ummern überzeugen ließ, fasste er mit dem zweiten Michael an seiner Seite – Betreuer Michael Kutz – sogleich einen Beschluss: „Wenn die drei Jahre rum sind, hören wir wieder auf.“ Nun, im kommenden Sommer ist es soweit. Und daher kam es für den Verein auch nicht weiter überraschend, dass der Erfolgs-Coach nun tatsächlich seinen Abschied nach der laufenden Saison verkündete (das IK berichtete). Mit einer Träne im Knopfloch, wohl gemerkt. Denn in den bisher zweieinhalb Jahren jagte ein Erfolg den nächsten. Klar, Alms war mit den Germanen einst schon einmal aufgestiegen. Doch damals unter ganz anderen Bedingungen. Die Rückkehr in die Kreisliga, obendrein der Triumph im Wittinger Kreispokal 2017 und ein breiter, qualitativ guter Kader mit einer ausgewogenen Alters-Struktur. „Das ist meiner Meinung nach die beste Mannschaft, die Ummern je hatte. Mir wurde noch einmal vieles geschenkt“, schwärmt Alms und nimmt „einen kleinen Anteil“ an diesem Aufschwung auch für sich in Anspruch. „Die Entscheidung fällt mir schon schwer, die Jungs sind mir dolle ans Herz gewachsen. Doch man soll ja gehen, wenn es am Schönsten ist“, sagt der akribische Coach. Als er den Posten schon einmal bekleidete, hätte er im Unfrieden hingeschmissen. Dieses Mal dürfte alles anders kommen. Immerhin hat sich Ummern mittlerweile wieder im gesicherten Mittelfeld positioniert. Alms wünscht sich einfach auch wieder mehr Zeit für sich und seine Familie. „So etwas kostet Kraft und Substanz.“

Ein bestelltes Feld also für den Nachfolger. Aber wer wird es denn? Spartenleiter Matthias Heilmann kann noch keinen Namen präsentieren. „Wir sondieren so ein bisschen, wer in Frage kommt. Einen Kandidaten haben wir schon kontaktiert, er hat sich Bedenkzeit erbeten.“ Bis zur Spartenversammlung im Februar wollen die Germanen den neuen Trainer präsentieren.

Aus der gewünschten Ampelkarten-Amnesie wurde leider nichts... Nachdem Daniel Schmidt vom VfL Wahrenholz im Bezirksliga-Gastspiel beim TSV Vordorf bereits gelbverwarnt war, unterlief ihm in der 72. Minute erneut ein ahndungswürdiges Foulspiel. „Er kam zu spät, das musste Gelb geben“, bestätigte auch Co-Trainer Benjamin Wrede. Da allerdings nach der Attacke kurz Kuddelmuddel unter den Spielern herrschte, hoffte die Wahrenholzer Bank kurzzeitig, „dass der Schiri vergisst, noch die Karte zu ziehen...“ Dem war nicht so, Schmidt musste vorzeitig duschen gehen. Wenig später bekam er dort Gesellschaft, denn auch der Gegner beendete die Partie zu zehnt.

Auch am Tag danach war Matthias Hopp noch immer in Erklärungsnot. Auch sich selbst gegenüber. Dem Coach des Wesendorfer SC „fehlten fast die Worte“ angesichts des Zustandekommens der 1:3-Niederlage gegen den MTV Wasbüttel. Sprachlos machte ihn erstens das Niveau. „Das war mit das Schlechteste von beiden Teams, was ich in der ganzen Saison gesehen habe.“ Durch die vierwöchige Spielpause des WSC war dies nur bedingt zu erklären, denn sein Team hätte zweitens die „gängigsten Sachen“ wieder einmal ignoriert. Hopp frotzelte: „Das sind keine komplizierten Sachen, die wir wollen. Ich weiß nicht, ob ich nächstes Mal nicht Sesamstraßen-Schaubilder mitbringen muss zum Erklären...“ Und da war drittens auch noch der Chancentod, der die Wesendorfer heimsuchte. „Da muss man sich fast den 1. FC Köln vor Augen halten.“ Die Geißböcke haben ja bekanntlich in der Bundesliga erst vier Törchen in 13 Spielen erzielt. Dass der Schiedsrichter obendrein noch drei Abseits-Tore gegeben hätte (zwei für Wasbüttel), passte am Sonntag ins Bild im Heidelandstadion.

Für den TSV Schönewörde war es eher ein gebrauchtes Wochenende. Vor dem Spiel in der 1. Fußball-Kreisklasse gegen Schlusslicht SV Langwedel hatte die Mannschaft von Trainer Baris Oskay sich viel vorgenommen, enttäuschte dann jedoch. Denn gegen den Tabellenletzten kam der TSV nicht über ein 3:3 hinaus. Und muss am Ende sogar mit dem einen Punkt gut leben, weil man lange Zeit in doppelter Unterzahl agierte. Tilman Mai (40.) und Moussa Kone (80.) erschwerten den Mitspielern mit ihren Platzverweisen das Geschehen auf dem Platz. Bereits in der Partie zuvor gegen den TuS Ehra-Lessien trat Schönewörde eine halbe Stunde lang nur zu zehnt auf. „Das werden wir natürlich intern noch ansprechen. Sowas geht gar nicht“, seufzte Oskay angesichts der Dauer-Dezimierung.

Von Ingo Barrenscheen

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