Fußball – Kreisliga: VfL Ummern lässt beim 2:2 in Leiferde Federn / Knesebeck siegt bei Generalprobe

Aufstiegskampf spitzt sich weiter zu

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Über die Außen zum Erfolg: Der Wesendorfer SC (rechts) war vor allem über die Flügel immer gefährlich beim 2:0 gegen den SV Westerbeck. 

Isenhagener Land – Alles wieder offen! Der Aufstiegskampf in der Fußball-Kreisliga spitzt sich wieder zu. Der VfL Knesebeck und FC Brome, die beide knappe Siege bejubelten, freuten sich über das 2:2 des Spitzenreiters VfL Germania Ummern in Leiferde.

Der Dreikampf an der Spitze wird bis zur letzten Minute mit Sicherheit spannend bleiben.

Wesendorfer SC – SV Westerbeck 2:0 (1:0)

Es muss nicht immer glanzvoll sein, um einen Sieg einzufahren. Auch mit einer durchschnittlichen Leistung nimmt der Wesendorfer SC gerne die drei Punkte mit. „Teilweise haben wir uns noch zu blöd angestellt und viel zu viel über die Mitte gespielt“, fand WSC-Coach Matthias Hopp noch das Haar in der Suppe. Diesmal war es eine verkehrte Wesendorfer Welt: Denn die Blau-Weißen erarbeiteten sich anders als sonst nur wenige Chancen heraus, nutzten diese aber eiskalt. Außerdem sorgte mal nicht Waldemar Bier für drei Punkte. Gegen den SV Westerbeck markierten Nils Niehaus (45.) und Lasse Bomball (80.) die Treffer. Und der Sieg sei auch durchaus verdient, so Hopp. Denn seine Mannschaft habe hinten nur wenig anbrennen lassen. Lediglich in Hälfte eins waren die Gäste nah dran an der Führung, als ein Schuss an die Latte knallte. So reichten am Ende zwei saubere Angriffe über die Außen, um die drei Zähler in Wesendorf zu behalten. „Endlich waren wir mal effektiv vor dem Kasten“, freute sich Hopp über einen gelungenen Auftritt seiner Jungs.

SV Leiferde – VfL Ummern 2:2 (1:2)

Die Stimmung in der Kabine beim VfL Germania Ummern war eher mittelprächtig. Kein Wunder, das Remis „fühlte sich wie eine Niederlage an“, gab Ummerns Trainer Jörg Drangmeister zu. Denn der Primus muss sich als Verlierer des Spieltages ansehen, denn die beiden Verfolger VfL Knesebeck und FC Brome brachten ihre Spiele durch. „Wir haben es jetzt nicht mehr in der eigenen Hand, weil Brome derzeit auch zu konstant ist“, seufzte Drangmeister. Seine Mannschaft genießt zwar noch einen Vorsprung mit zwei Punkten, aber die Burgherren haben auch ein Spiel weniger auf dem Konto. So tut die zweimalige verpennte Anfangsphase doppelt weh. Gleich nach fünf Minuten gerieten die Gäste bereits ins Hintertreffen. In Folge wachte der Spitzenreiter auf und spielte seinen Stiefel runter. Erst Christian Sterz (14.) und dann Vitalij Sterz (17.) drehten die Partie zu Gunsten der Ummeraner. Zwar hielt Leiferde jederzeit ordentlich dagegen, doch der Favorit war näher dran am 3:1 als die SVL am Ausgleich. So zum Beispiel Vitalij Sterz, der einen Schuss an die Unterkante der Latte donnerte. „Wir waren uns alle nicht sicher, ob der nicht drin war“, berichtete Drangmeister. Stattdessen klingelte es aber regelkonform auf der anderen Seite im Netz. Nach einer scharfen Hereingabe waren sich Jannes Drangmeister und sein Keeper Dennis Berg nicht wirklich einig. Schließlich bugsierte der Stürmer den Ball ins eigene Netz – 2:2 (46.). Drangmeister hatte einen tapferen Gegner erwartet und sollte damit auch Recht behalten. Die SV Leiferde stürzte sich in jeden Zweikampf und „gewann mehr zweite Bälle für sich“, so Drangmeister. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch weitere Treffer sollten nicht mehr fallen. Nun muss der VfL Germania Ummern auf einen Aussetzer des FC Brome hoffen.

VfL Knesebeck – Groß Oesingen 2:1 (0:0)

„Diesmal gönne ich Knesebeck den Sieg, im Pokalfinale wird es dann anders laufen“, scherzte Torben König.

In letzter Sekunde die Kurve gekriegt: Knesebeck (l. Francesco Natale) schlug Oesingen (Niklas Müller). 

Trotz der Niederlage zeigte sich der Trainer des SV Groß Oesingen einigermaßen gut gelaunt. Er gab im Nachhinein zu: „Der Sieg für Knesebeck geht total in Ordnung.“ Zwar habe seine Mannschaft ordentlich verteidigt, doch in der Offensive selber nur wenig Akzente gesetzt. Nach einer eher langweiligen ersten Hälfte ging es nach dem Seitenwechsel dann rund auf dem grünen Geläuf. Beim Nachschuss stand Daniel Meinecke dort, wo ein Angreifer eben stehen muss und versenkte zum 1:0 (73.). Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach Vorarbeit von Niklas Müller chipte Matthias Thölke das Spielgerät über VfL-Keeper Maik Szillat hinweg in die Maschen (80.). Auch wenn der SVGO keine Hochkaräter zuließ, musste er trotzdem das 2:1 schlucken. Wieder war es Meinecke, der die Knesebecker Zuschauer zum Ausrasten brachte. Und das in der Nachspielzeit. Besonders bitter für die Gäste: Kurz zuvor vermasselte man eine aussichtsreiche Konterchance. „Dennoch haben wir uns ordentlich verkauft“, so König.

VON JANNIS KLIMBURG

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