Fußball – 1. Kreisklasse 1: Osloß weiter an der Spitze / Grußendorf macht Boden gut / Eischott siegt beim HSV

Aufsteiger Brechtorf bejubelt Kantersieg

Vollversammlung im Barwedeler Strafraum: Der SVB musste im richtungsweisenden Verfolgerduell gegen den SV BW Rühen (blaue Trikots) klein beigeben und hat den Anschluss an die Tabellenspitze erst einmal eingebüßt. Foto: Barrenscheen
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Vollversammlung im Barwedeler Strafraum: Der SVB musste im richtungsweisenden Verfolgerduell gegen den SV BW Rühen (blaue Trikots) klein beigeben und hat den Anschluss an die Tabellenspitze erst einmal eingebüßt.

ha Wittingen. Spitzenreiter Osloß gab sich auch in Langwedel keine Blöße und siegte mit 6:1 deutlich. Den Sprung ins Mittelfeld schaffte der TSV Grußendorf, der sich gegen TuS Ehra-Lessien mit 2:1 durchsetzte.

Neuling TSV Brechtorf überzeugte mit einem 7:1-Erfolg über Tülau und kletterte auf den dritten Tabellenplatz vor.

Die Partien im Überblick:

TSV Grußendorf –

Tus Ehra Lessien 2:1 (1:0)

Die Grußendorfer holten sich verdient die Punkte, obwohl der Siegtreffer erst in der Nachspielzeit fiel. „Wir hatten in der ersten halben Stunde leichte Feldvorteile und sind verdient in Führung gegangen“, meinte TSV-Trainer Matthias Berneis. Der Führungstreffer fiel durch einen Schuss aus 20 Meter, nachdem der gegnerische Torhüter zunächst abgewehrt hatte. Bis zur Pause verlief die Begegnung ausgeglichen ohne große Chancen auf beiden Seiten. Nach Wiederbeginn kam von Ehra mehr Druck. Nur einmal entwischten die Gäste, als eine Flanke in den Strafraum flog und Nick Zinn mit dem Kopf den Ausgleich erzielte (72.). Als schon alles nach einer Punkteteilung aussah, erzielte Björn Beith per Kopfball nach Flanke von Brand den Siegtreffer für Grußendorf.

SV Langwedel –

SV Osloß 1:6 (1:4)

Nur bis Mitte der ersten Halbzeit hielten die Gastgeber mit, dann machte Osloß ernst und nutzte die Chancen besser aus. Marten Elgner eröffnete den Torreigen nach knapp einer Viertelstunde zum 0:1. Aber Langwedel spielte bis Mitte der ersten Halbzeit gut mit und glich nicht unverdient zum 1:1 aus. Jens Prilop war für die Gastgeber erfolgreich. Bis zur Pause trafen die Gäste noch drei Mal zur 4:1-Pausenführung. „Osloß hat unsere Fehler schonungslos bestraft“, so Langwedels Trainer Andreas Schiller. Im zweiten Durchgang agierte Langwedel aus einer verstärkten Deckung und ließ nicht viel zu. Mitte der zweiten Halbzeit traf Florian Meyer nur den Pfosten. Osloß kam zwar einige Male gefährlich vor das Tor ,doch es dauerte bis zur 82. Minute, bevor Fischer den Treffer zum 1:5 markierte. In der Schlussminute dann noch das 1:6 durch Nico Ahrens.

SV Tappenbeck –

TSV Schönewörde 1:4 (0:1)

Für eine Überraschung sorgte der TSV Schönewörde in Tappenbeck und holte sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte verdient die Punkte. Die Führung der Gäste fiel in der 40. Minute. Ein Freistoß kam in den Strafraum und Nicolas Müller war zur Stelle – 0:1. „Von diesem Rückstand haben wir uns noch erholt, aber vorn nichts Zählbares erreicht“, so SVT-Trainer Chistian Grunwald. Nach gut einer Stunde sogar das 0:2 für die Gäste. Hoffnung kam bei Tappenbeck auf, als Jonas Springborn auf 1:2 verkürzte. Doch fünf Minuten später bereits das 1:3. „Da war die Begegnung gelaufen und wir fanden nicht zurück ins Spiel“, so Grunwald.

TSV Brechtorf –

SV Tülau/Voitze 7:1 (4:0)

Mit schwungvoll vorgetragenen Angriffen wurde Tülau unter Druck gesetzt. Nur bis zur 15. Minute hielt die Deckung der Gäste, dann zeigte der Aufsteiger seine Qualitäten. Tyark Franzke markierte die 1:0-Führung. Acht Minuten später bereits das 2:0 durch Allessandro Cisternino. In regelmäßigen Abständen bauten die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur Pause auf 4:0 aus. Gleich nach dem Wechsel das erste Erfolgserlebnis für die Gäste, denn Andre Schmidt traf zum 4:1. Doch bereits sechs Minuten später stellte Miles Roderick mit dem Treffer zum 5:1 den alten Abstand wieder her. In der Folgezeit hielt Tülau die Begegnung offen. Erst in der Schlussphase gelang Franzke mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute der Endstand zum 7:1.

FC Germania Parsau –

FC Ohretal 4:4 (3:1)

Packende Partie: Der FC Parsau und FC Ohretal (r. Marcel Matte) trennten sich am Ende mit einem 4:4-Remis.

Die Gastgeber gaben gleich zwei Mal einen Vorsprung von zwei Toren wieder her. Das zeugt von einer kämpferisch starken Leistung der Ohretaler, die in der Endphase noch einen Punkt gerettet haben. „Wenn wir zu Hause vier Tore erzielen, muss das reichen“, ärgerte sich Germanen-Trainer Niclas Pilz über die Defizite in der Deckung. Die frühe Führung der Gäste glichen die Germanen nicht nur aus, sondern bis zur Pause gelang den Gastgebern eine 3:1-Führung. Aber Ohretal gab keineswegs auf, sondern verkürzte kurz nach der Pause auf 3:2. Als Robin Werner Mitte der zweiten Halbzeit das 4:2 erzielte, schien die Begegnung entschieden. Doch weit gefehlt, in der Schlussphase schafften Phillipp Wesemann und Mark Lyra noch den 4:4-Ausgleich.

SV Barwedel –

SV BW Rühen 1:4 (1:2)

Das Verfolgerduell wurde eine Beute des SV Rühen, der in Barwedel die Chancen besser nutzte. Torjäger Kevin Fries nutzte die erste Chance und brachte sein Team nach zwölf Minuten in Führung. Aber Barwedel hielt gut dagegen und schaffte durch Andre Brömel den verdienten Ausgleich (23.). Doch kurz vor der Pause war erneut Fries zur Stelle und brachte die Gäste erneut in Führung. Nach dem Wechsel wollte Barwedel den erneuten Ausgleich. Aber Rühen stand hinten sicher und ließ nicht viel zu. Eine Viertelstunde vor Schluss die Vorentscheidung, als erneut Fries zum 1:3 traf. Damit war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Sieben Minuten vor Schluss gelang Conner Drechsler noch der Treffer zum 1:4-Endstand.

HSV Hankensbüttel –

SV Eischott 1:2 (0:1)

Der HSV Hankensbüttel (l. Aboubacar Diakite) zog gegen den SV Eischott den Kürzeren.

Von Beginn an boten die Gastgeber eine gute spielerische Leistung. Nur im Abschluss wollte es nicht klappen. Eischott hatte immer noch einen Fuß dazwischen oder der gegnerische Torhüter war zur Stelle. Mit der ersten Chance gingen die Gäste in der 19. Minute in Führung. Der HSV stürmte weiter energisch, doch der Lohn blieb aus. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam bei den Gastgebern Hoffnung auf, denn Jari Lilje war nach einer Ecke zum 1:1-Ausgleich erfolgreich. Nun wollte der HSV noch den Sieg, aber der Treffer wollte trotz klarer Chancen nicht fallen. „Zu allem Überfluss gelang Eischott kurz vor Schluss noch der Treffer zum 1:2“, ärgerte sich Hanjelsbüttel-Coach Richard Matis.

Von Manfred Hallmann

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