Riesen-Erleichterung bei allen Wölfen / Für Rebbe zählt letztlich nur die Rettung

Aufatmen nach einer „Saison zum Kotzen“

Der gefeierte Held: Vieirinha (r.) erzielte das goldene Tor.
+
Der gefeierte Held: Vieirinha (r.) erzielte das goldene Tor.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
    schließen

ib Braunschweig. Es war mehr die pure Erleichterung denn überschwängliche Freude. Spieler wie Verantwortliche des VfL Wolfsburg holten nach der rumpeligen Rettung gestern Abend in Braunschweig ganz tief Luft. Mit Ach und Krach wurde der Worst Case abgewendet.

VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe rückte daher reinen Pragmatismus in den Mittelpunkt: „Es sah nicht immer schön aus, das muss ich zugeben. Aber wir haben in der letzten Ausfahrt die Klasse gesichert – das ist das, was über allem steht.“

In den 90 Minuten zuvor hatte über den Wölfen noch das Damoklesschwert des Abstiegs geschwebt. Dieser wäre nach Ansicht von Christian Träsch „katastrophal für den Verein, für jeden Einzelnen gewesen. Da sind Existenzen dran.“ Trotz des Klassenerhalts steht allerdings hinter seiner Existenz (und im Grunde aller Wolfsburger) ein Fragezeichen. Heute wird beim VfL der Aufarbeitungs-Prozess einsetzen. Träsch ging schon ein wenig in Vorleistung. Es sei sehr oft sehr viel gesprochen worden. Über die vermeintliche Qualität. „Aber die Tabelle lügt nicht.“ Für die Grün-Weißen, aber auch ihn persönlich sei die Saison auf gut deutsch „zum Kotzen gewesen“. Dennoch könne eine solche Situation „eine Mannschaft zusammenschweißen“. Träsch nannte in diesem Zusammenhang die Gladbacher, die nach der Relegation nach Europa durchgestartet seien. Erst einmal wollen die Wolfsburger aber in den Urlaub, „den wir schon vor zehn Tagen haben wollten...“

Diesen können sie nun dank Siegtorschütze Vieirinha genießen. Rebbe habe den letzten Treffer vom Portugiesen 2013 in Freiburg gesehen. „Ich wollte schon mit ihm wetten, aber das wollte er dann nicht.“

Übrigens: Vom Platzsturm der Eintracht-Fans zeigte sich nicht nur VfL-Coach Jonker „erschrocken. Wir wollten nur noch schnell weg.“ Ein unschönes Ende, dass angesichts des Happy Ends vorher aber schnell vergessen ist...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare