Fußball – Bezirksliga: Spielweise von Neuzugang Marlon Jansen erinnert stark an den Ex-Weltstar

Auch Wahrenholz hat einen Robben

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Der Wahrenholzer Neuzugang Marlon Jansen (r.) sieht sich zwar selbst eher als Zehner, ist allerdings auch immer wieder für ein Tor gut.

Wahrenholz/Schönewörde – Jeder kennt diese Bewegung, so mancher gegnerische Verteidiger bekommt beim Gedanken daran womöglich noch immer Albträume: Von der rechten Seite zog Arjen Robben in seinen besten Zeiten in Blitzgeschwindigkeit nach innen und visierte (häufig erfolgreich) das lange Eck des gegnerischen Tores an.

Einer, der es ähnlich wie der niederländische Ex-Weltstar des FC Bayern München macht, ist Marlon Jansen. Nur mit dem Unterschied, dass der 19-Jährige nicht in der 1. Liga, sondern „nur“ in der Bezirksliga für den VfL Wahrenholz spielt. .

Auch wenn Jansens Spielstil stark an Robben erinnert, so heißt das eigentliche Vorbild des jungen Schönewörders Lionel Messi. „Der macht es ähnlich, allerdings noch weitaus besser als ich“, verrät der Wahrenholzer Neuzugang mit einem schelmischen Grinsen, als er auf den dribbelstarken Argentinier vom FC Barcelona angesprochen wird. Dass der eigentliche Zehner auch ein guter Stürmer sein kann, bewies er beim Einhorn-Cup in Knesebeck aufs Neue. In der Begegnung gegen den FC Ohretal (6:0) gelangen Jansen vier eigene Treffer sowie eine Torvorlage. „Das war wirklich super“, konnte es der Youngster im Nachhinein kaum fassen.

„Eigentlich bin ich eher ein Vorbereiter, doch wer schießt nebenbei nicht gern Tore“, so der 19-Jährige. „Ich lasse mich gern weit zurückfallen, hole mir die Bälle ab und nehme dann Tempo in die Spitze auf.“

Nachdem Jansen seit 2004 – damals war der Linksfuß gerade mal vier Jahre alt – für den VfL Wahrenholz aktiv war und sich dort schnell einen Namen machte, zog es ihn im zweiten B-Jugend-Jahr zum MTV Isenbüttel in die Landesliga. Auch dort schlug der Schönewörder ein wie eine Bombe. 16 Tore gelangen ihm auf Anhieb. Das weckte Begehrlichkeiten. Gemeinsam mit Co-Trainer Christian Wimmer wechselte Jansen nach zwei erfolgreichen Probetrainings nur ein Jahr später zum MTV Gifhorn.

Dort war der Nordkreisler in der A-Junioren-Regionalliga aktiv und ab der zweiten Partie Stammkraft. Auch wenn er dort zumeist hinter den Spitzen aktiv und vor allem für die Vorlagen zuständig war, avancierte Jansen auch dort mit neun Treffern zum besten Torschützen. „Das war echt eine gute Erfahrung, ich habe viel gelernt“, verrät der 19-Jährige rückblickend und spricht vom Jahr seines Durchbruchs. Allerdings konnte auch er den Doppel-Abstieg des MTV von der Regionalliga bis in die Landesliga nicht verhindern.

Anschließend musste sich Jansen, für den der Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum nie eine ernsthafte Option („Dafür habe ich Wahrenholz ohnehin zu spät verlassen“) war, entscheiden. Der Sprung in den Herrenbereich stand für ihn an. Gern hätten ihn die MTV-Verantwortlichen in der Kreisstadt gehalten und in der Oberliga gesehen. Doch der 19-Jährige hatte andere Pläne.

Die Interessenten standen Schlange. So buhlten neben dem Heimatverein der MTV Gamsen, VfR Wilsche-Neubokel und MTV Isenbüttel um das Talent. Auch wenn Isenbüttel durch den Aufstieg in die Landesliga eine lukrative Adresse gewesen wäre, so entschied sich Jansen für Wahrenholz. „Ich habe nach wie vor viele Freunde hier und kenne die Truppe gut“, nennt der Schönewörder den Hauptgrund der Rückkehr. Aufgrund seines Studiums bleibt dem Youngster künftig wenig Zeit zum Trainieren. Daher sieht er die Bezirksliga als geeignete Spielklasse für sich an.

Mit dem VfL möchte der offensive Mittelfeldspieler mit eingebautem Torriecher unter den ersten Fünf mitspielen. „Ich denke, dass wir das – wenn alle Spieler fit bleiben – schaffen können“, klingt Jansen optimistisch. Wichtig sei allerdings der Start in die Spielzeit. Auch der Neuzugang selbst möchte gut reinfinden und schnell zu einer Stütze werden. Ein klares Tore-Ziel hat er sich nicht gesetzt. Doch viele Treffer sind beim Robben-Doppelgänger quasi vorprogrammiert.

VON FLORIAN SCHULZ

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