Fußball – 1. Kreisklasse 1: Germanen geben Führung in Ohretal her / Hankensbüttel mit Trotzreaktion nach Punktabzug

Auch ohne Pilz: Parsau auf Abstiegsplatz

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Slapstick-Tor hoch zehn: Nach einem Abschluss von Jannik Tronnier (2.v.l.) muss Parsau Keeper Torben Henke (3.v.r.) den Ball eigentlich parieren, doch in Piplica-Manier rutscht das Spielgerät dann doch ins Tor zum 4:2 für den FC Ohretal. 

Noch bevor der zehnte Spieltag in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 über die Bühne ging, ereilte den SV Hankensbüttel eine Hiobsbotschaft.

Weil die Jungbluth-Kicker im vergangenen Heimspiel unerlaubterweise einen Jugendspieler eingesetzt hatten (mehr dazu am Dienstag in der IK-Nachspielzeit), wurde der eigentliche 4:1-Sieg gegen den TSV Brechtorf in ein 0:5 umgewertet. Das reizte den HSV aber umso mehr, er gewann gestern souverän 4:0 gegen Jembke. Derweil ließ Aufstiegs-Rivale VfL Wittingen/S. beim 3:3 in Bergfeld Federn, der FC Parsau rutschte auch in Spiel eins nach dem Trainer-Rauswurf von Niclas Pilz durch das 2:4 beim FC Ohretal auf einen Abstiegsplatz ab!.

FC Brome II – SV Tülau-Voitze 1:4 (1:2)

Ruppige Zweikämpfe standen auf der Tagesordnung beim Derby: Für den FC Brome II (r. Dominik Traue) setzte es die nächste Niederlage gegen den Rivalen SV Tülau-Voitze.

Es war eine durchaus schwere Geburt. Doch am Ende erblickte, durch die graue Decke am Himmel hindurch, der neunte Sieg im neunten Saisonspiel das Licht der Welt für Überraschungs-Spitzenreiter Tülau-Voitze. „Die erste Halbzeit war grottig. Viele Fehler im Zweikampfverhalten und technische Schwierigkeiten“, meinte SV-Coach Werner Vodde und sprach von einer „Kopfsache“. Womöglich hatte der Primus das Schlusslicht aus Brome unterschätzt. Mit hohen Bällen sorgte die FCB-Reserve immer wieder für Gefahr und zog auch in Front durch Stefanos Karavaras (19.). Tülau-Voitze wendete zwar das Blatt, war zur Pause aber selbstredend nicht zufrieden. Wobei es in der Kabine nicht laut geworden sei, so Vodde. Vielmehr leise. „Jeder war ruhig.“ Weil seine Schützlinge wussten, dass es bis dato nicht das Gelbe vom Ei gewesen war. Einige positionsbezogene Umstellungen sorgten dann für einen Aufschwung beim Tabellenführer. „Brome hat aber auch abgebaut“, so Vodde. Trotzdem hätte die Partie noch einmalkippen können, weil die Platzherren per Foulelfmeter die Chance zum 2:2 hatten. Doch Tülaus Torwart Nils Loeper parierte.

TSV Brechtorf – SV Tappenbeck 1:3 (1:1)

Die Brechtorfer mussten eine etwas unglückliche Niederlage einstecken. Die frühe Führung durch einen verwandelten Elfmeter von Marcus Kärsten glichen die Gäste nach einer Viertelstunde zum 1:1 aus. „Wir hatten in der ersten Halbzeit Vorteile und hätten in Führung gehen können“, meinte TSV-Trainer Andre Bischoff. Auch nach dem Wechsel bestimmten die Gastgeber das Geschehen, gerieten aber in der 70. Minute in Rückstand. „Leider traf Hartmann anschließend zwei Mal nur den Pfosten, sonst wäre mehr für uns drin gewesen“, so Bischoff. In der Nachspielzeit gelang Tappenbeck schließlich noch das 1:3.

SV Hankensbüttel – SV Jembke 4:0 (0:0)

Die Hankensbütteler zeigten sich von dem Punktabzug keineswegs geschockt und fertigten Jembke klar mit 4:0 ab. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt und auch in der Höhe verdient gewonnen“, resümierte HSV-Trainer Richard Matis. Von Beginn an bestimmte der HSV das Geschehen. Bereits nach zwölf Minute hatte Aboubacar Diakite das erste Mal getroffen. Jembke kam nur gelegentlich gefährlich vor das HSV-Gehäuse. In der 36. Minute war Evgeni Suskevic zum 2:0 erfolgreich. Der Druck der Gastgeber hielt weiter an, und drei Minuten vor der Pause traf erneut Diakite zum 3:0-Halbzeitstand. Nach dem Wechsel war es wiederum Diakite, der für das 4:0 sorgte (50.). Anschließend hatte der HSV zwar weitere Möglichkeiten, aber ein Treffer wollte nicht mehr fallen. Jembke kam durch gelegentliche Konterangriffe zwar einige Male vor das Hankensbütteler Tor, aber einen Treffer ließen die Gastgeber nicht zu. So blieb es beim auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Erfolg.

FC Ohretal – Germania Parsau 4:2 (1:2)

Die Ohretaler setzten sich verdient gegen die immer noch schwächelnden Germanen aus Parsau durch. Allerdings sah es über weite Strecken des Spiels nicht nach einer klaren Angelegenheit des FC aus. Zwar hatte Sebastian Seidler die Gastgeber nach zwölf Minuten in Führung gebracht, doch dann übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando. „Parsau war im ersten Durchgang stärker und wir können von Glück reden, dass es nur 1:2 stand“, so FC-Trainer Matthias Bock. In der 38. Minute sorgte Steffen Brendel für den verdienten Ausgleich. Drei Minuten später sogar die Führung der Gäste, als Simon Gehring mit einen Foulelfmeter zum 1:2-Halbzeitstand traf. Robin Werner war gefoult worden. Doch nach dem Wechsel kam Ohretal immer besser ins Spiel. In der 55. Minute der Ausgleich, als Steffen Brendel den Querpass von Banse ins eigene Tor lenkte. In der 60. Minute scheiterte Seidler mit einem Foulelfmeter am Parsauer Schlussmann. In der 72. Minute war Rasmus Banse zur Stelle und markierte das 3:2. Eine Viertelstunde vor Schluss traf Banse nur den Pfosten. Den Schlusspunkt setzte Patrick Speckhahn mit dem 4:2 fünf Minuten vor dem Schlusspfiff.

TSV Fortuna Bergfeld – VfL Wittingen/S. 3:3 (0:0)

Hoppe, Hoppe, Reiter: Lange Zeit war der TSV Fortuna Bergfeld (blaue Trikots) oben auf, zum Sieg reichte es aber nicht.

Überraschend hatten die Gastgeber die ersten Chancen. Nach sechs Minuten traf Yannik Skrusa ins Tor, aber der Treffer wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben. In der elften Minute tauchte die Fortuna erneut gefährlich vor dem VfL-Tor auf, aber Robin Weber scheiterte an VfL-Schlussmann Peter Herrewig. Die Wittinger zeigten sich in den folgenden Minuten zwar feldüberlegen, konnten die sich bietenden Chancen aber nicht verwerten. Bergfeld blieb jederzeit durch Konter gefährlich. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte der VfL mächtig Druck. In der 51. Minute war Sven Arndt zur Stelle und markierte die verdiente Führung für die Wittinger. Doch die Freude war nicht von langer Dauer, denn drei Minuten später der Ausgleich für den TSV. Skrusa scheiterte zunächst an Herrewig, doch der Nachschuss bringt das 1:1. Nach einer Stunde wurde ein Kopfball des VfL eine Beute von TSV-Torhüter Pascal Rummel. In der 64. Minute ein Handspiel im Wittinger Strafraum und den fälligen Elfmeter nutzte Weber zur 2:1-Führung der Gastgeber. Damit gaben sich die Bergfelder noch nicht zufrieden. Zehn Minuten vor Schluss passte Brian Schulze zu Max Birk, der ließ Herrewig aussteigen und passte auf Skrusa, der den Ball ins leere Tor beförderte. Doch es folgte der gefürchtete Wittinger Endspurt. Arndt sorgte in der 86. Minute für den Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit wurde Christian Brauner im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter nutzte erneut Arndt für die glückliche, aber durchaus verdiente Punkteteilung. „Wir hätten sogar das vierte Tor erzielen können, aber letztlich geht das Remis in Ordnung“, meinte VfL-Trainer Naim Fetahu.

TSV Grußendorf – VfL Wahrenholz II 2:2 (1:0)

Die Wahrenholzer Zweitvertretung kam in Grußendorf über ein 2:2 nicht hinaus und hat damit weiter Abstiegssorgen. Es begann sehr gut für die Gäste, die in der zwölften Minute durch Marcel Meyer in Führung gingen. Meyer war es auch, der nach einer halben Stunde zum 0:2 nachlegte. „In der zweiten Halbzeit waren wir stärker und haben verdient ausgeglichen“, so TSV-Trainer Matthais Berneis. Mirco Müller trug sich als zweifacher Torschütze ein. „In der letzten Viertelstunde war sogar das 3:2 möglich, denn wir hatten ein klares Chancenplus“, meinte Berneis.

TSV Schönewörde – SV Barwedel 0:5 (0:4)

Die Gäste starteten mit viel Elan und gingen bereits nach vier Minuten durch Andre Brömel in Führung. Auch in den nächsten Minuten machte Barwedel das Spiel und erhöhte nach knapp einer Viertelstunde auf 0:2. In der Folgezeit versuchten die Gastgeber besser ins Spiel zu kommen, aber Barwedel ließ nicht viel zu. Meistens endeten die Angriffe des TSV an der Strafraumgrenze. Nach gut einer halben Stunde war Björn Brandt zur Stelle und markierte das 0:3. Sechs Minuten vor dem Wechsel fälschte Bastian Cramer einen Schuss von Steffen Klassen den 0:4-Pausenstand ab. Nach dem Wechsel startete der TSV gut, denn es gab in der 48. Minute Strafstoß, nachdem Hauke Köllmann im Strafraum gefoult wurde. Doch der Elfmeter ging über das Gehäuse. In der Folgezeit verflachte die Begegnung. Erst drei Minuten vor Schluss stellte Spellig den 0:5-Endstand her.

Von Manfred Hallmann und Ingo Barrenscheen

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