IK-Nachspielzeit: Knesebecker Last-Minute-Verstärkung dank der Liebe

Au-weia! FSV feiert flotten Feger

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Au-gen zu und durch... FSV-Kicker Alexander Au musste zur Erheiterung seiner Teamkollegen fegen. 

Isenhagener Land – Überraschungs-Neuzugang, schwere Verletzungen und Fegen im pinken Outfit. Die IK-Nachspielzeit serviert wieder einige Anekdoten vom Fußball-Wochenende.

Neues Einhorn-Gesicht

Nanu! Als der VfL Knesebeck im Heimspiel gegen den TSV Hillerse II zur zweiten Halbzeit zurück aufs Feld kam, dürfte sich der eine oder andere Zuschauer über ein unbekanntes Gesicht in Reihen der Einhörner gewundert haben.

Der neue Mann bei den Einhörnern: Chris Sonderhoff verstärkt Kreisliga-Primus VfL Knesebeck. 

Denn Last-Minute-Verpflichtung Chris Sonderhoff gab sein Debüt im Dress der Blau-Weißen und hinterließ direkt einen guten Eindruck. Trainer Detlef Weber hatte Ende August „spitz gekriegt“, dass da ein Fußballer der Liebe wegen nach Knesebeck gezogen sei. „Also habe ich Kontakt aufgenommen.“ Kurz vor Ultimo tütete der VfL den Wechsel Sonderhoffs vom TSV Danndorf schließlich ein. Und bekommt so einen robusten Mittelfeldspieler. Denn: Der Blondschopf spielt – als Kicker – Football in der Regionalliga bei den Wolfsburg Blue Wings! Deren Saison geht klassisch von April bis August. Sprich: Sonderhoff hat nun den perfekten Ausgleich und keine langen Fahrten mehr. „Für ihn die optimale Lösung“, meint Weber. Für sein Team indes „die erhoffte Verstärkung“ für den Offensivdrang. Zunächst hatten die Knesebecker ihren Neuzugang noch behutsam integriert, nun durfte er erstmals 45 Minuten ran und überzeugte auf Anhieb. Nicht nur mit seinem Premierentor. Weber: „Er hat eine enorme Wahrnehmungs-Schnelligkeit, erkennt sofort Räume, die bespielbar sind.“

Tülauerin leistet Hilfe

Es war der Schocker des Wochenendes. Die schlimme Verletzung von Nils Berg (TuS Ehra-Lessien/das IK berichtete) nahm am Sonntag in Tülau alle Beteiligten gehörig mit. „Das sah schon echt übel aus“, meinte auch Ehra-Lessiens Co-Trainer Sven Freier nach dem unglücklichen Dreikampf, der augenscheinlich zu einem doppelten Schien- und Wadenbeinbruch führte. „Es trifft niemanden eine Schuld. Ich weiß auch nicht genau, wie es passiert ist. Auf einmal hat es geknackt und es war geschehen.“ Berg sei noch in der Nacht zu Montag direkt operiert worden.

Der Spielabbruch sei die einzige Konsequenz gewesen, bekräftigte Freier. Es hätte „unwahrscheinlich lange“ gedauert, bis der Notarzt vor Ort war und die Erstversorgung übernehmen konnte. An Fußball war nicht mehr zu denken. Der Ehra-Lessiener Spartenleiter freute sich über unverhoffte Mithilfe: „Eine Tülauerin, die auch im Krankenhaus arbeitet, hat uns echt top unterstützt.“ Bleibt auch vom IK nur zu sagen: Gute Genesung, Nils Berg!

Das Sterz-Triumvirat

 Dass der Name Sterz in der Torschützenliste auftaucht, ist per se beim VfL Germania Ummern nichts Ungewöhnliches. In diesem Fall aber schon. Denn beim 5:0-Erfolg über den SV Westerbeck schlugen tatsächlich alle drei Sterzes zu. „Sonst heißt es ja oft: Vitalij, Vitalij, Vitalij“, pointierte Trainer Jörg Drangmeister. Dieses Mal aber steuerten auch Christian und vor allem Standby-Kraft André Sterz jeweils Buden bei. Letzterer erzielte aus dem Gestocher heraus den Endstand. Sehr zur Freude seiner Teamkollegen. „André ist ja eigentlich nur noch Reserve, aber es ist schön, dass er da ist. Wir brauchen ihn ja immer wieder.“ Lange werden die Germanen an ihrem Edelreservisten aber keine Freude mehr haben, verriet Drangmeister: „Er zieht bald weg und ist ja auch in einem Alter, wo er sagt: Es reicht.“

Wittinger Kurskorrektur

Einsicht ist besser als Nachsicht. Zur Pause nahm der VfL Wittingen/S. im Heimspiel gegen den Wesendorfer SC eine taktische Kurs-Korrektur vor. Weil das angestammte offensive Pressing den Brauereistädtern „in der ersten Halbzeit fast das Genick gebrochen hätte“, gab Trainer Naim Fetahu zu. „Wir hatten keinen Zugriff. Es hat nicht funktioniert. Dann muss man auch einmal andere Wege gehen.“ Dementsprechend zog er seine Elf einige Meter zurück, „um das Spiel vor sich zu haben“ und dem WSC nicht so viele Räume anzupreisen. Der Erfolg gab Fetahu Recht, Wittingen setzte sich noch mit 3:1 durch. „Es war die richtige Lösung.“

Spaßiger Straßenfeger

Au-gen zu und durch... FSV-Kicker Alexander Au musste zur Erheiterung seiner Teamkollegen fegen. 

Der Gesichtsausdruck sei unbezahlbar gewesen, lachte Arne Hoffart. „Er hat richtig schön doof geguckt“, feixte der Coach des FSV Vorhop-Schönewörde nach der gelungenen Überraschung am vergangenen Freitag. Da nämlich fiel das Training des Kreisklassisten aus. Was alle wussten. Nur nicht Alexander Au. Der Abwehrspieler war wenige Tage zuvor 30 geworden und hatte gehofft, sich als Junggeselle um das klassische Fegen drücken zu können. So nicht, dachte sich ein Kumpel und organisierte zusammen mit der Mannschaft einen lustigen Abend in Schönewörde. Als Au dann in der Kabine von gut 50 Mann – Familie, Freunde und Mitspieler – empfangen wurde, schaute er verdutzt aus der Wäsche. Und durfte direkt in ein gewagtes Outfit schlüpfen. Pretty in pink – für Hoffart eine „witzige Geschichte. Die Jungs können sowohl als auch neben dem Platz.“ Immerhin behauptete Vorhop-Schönewörde durch das 4:2 gegen Jembke die Tabellenführung.

Lambrecht-Schock

Drei Pleiten zum Start, Tabellenschlusslicht mit Verletzungssorgen. Den Auftakt in die 2. Kreisklasse 1 hat Teutonia Tiddische gehörig versiebt. Zuletzt gab es ein 2:6 beim SV Bokensdorf. Trainer Thomas Kubis war stinksauer nach dem Auftritt. Und wenn es schlecht läuft, dann kommt auch noch Pech hinzu. Mit Marcel Lambrecht verletzte sich in Bokensdorf eine wichtige Stütze schwer am Knie. „Das sah nicht gut aus“, berichtete Kubis. Auch der Krankenwagen rückte an, nahm ihn aber nicht mit. „Das war kein Notfall“, erklärte Kubis. So reiste Lambrecht später privat mit der Mutter ins Krankenhaus. Eine genauere Diagnose soll die Tage das MRT ergeben. Kubis: „Wir hoffen, es ist nichts Schlimmes.“ Das hofft das IK auch und wünscht gute Besserung!

Schnelle Entscheidung

Da ist man mal kurz nicht aufmerksam – und schon bekommt man drei Gegentreffer eingeschenkt. Wie im falschen Film fühlte sich am Sonntag wohl der SV Wagenhoff in der 1. Kreisklasse 2 gegen den FSV Adenbüttel Rethen II. Nachdem die Elf von Trainer Karsten Scholten den Großteil der ersten Hälfte sogar beherrschte, fiel in Minute 32 „aus dem Nichts“ (Scholten) der erste Gegentreffer. Dabei sah Torhüter Ingmar Rönneberg etwas unglücklich aus. Doch dann nahm das Unheil für den SVW seinen Lauf. Denn nur drei Zeigerumdrehungen später hieß es auf einmal 0:3 aus Sicht der Platzherren, die sich nun völlig von der Rolle zeigten. Die Partie war somit – zumal sich der SVW im Offensivspiel äußerst harmlos präsentierte – gelaufen. So schnell kann’s gehen...

VON INGO BARRENSCHEEN, FLORIAN SCHULZ UND ROUVEN PETER

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