Fußball – Wochenpokal beim VfL Vorhop: Wittingens Torjäger verletzt sich schwer im Finale

Arndt-Schock überschattet Wahrenholz-Sieg

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Gleich gibt’s Elfmeter: Die entscheidende Szene mit Wahrenholz‘ Marcell Meyer (l.) und Marcel Kerstens.

Vorhop – Der VfL Wahrenholz war gerade im Begriff, seinen vertrauten Silberling in Empfang zu nehmen, da humpelte im Hintergrund Sven Arndt an Krücken zurück auf den Sportplatz des VfL Vorhop.

Aufmunternder Applaus für die tragische Figur des gestrigen Finals beim traditionellen Wochenpokal. Der Torjäger des unterlegenen VfL Wittingen/S. war vorab mit dem Krankenwagen abtransportiert worden – mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss!.

Tragische Final-Figur: Sven Arndt (M.).

Auch wenn es so adhoc keine Diagnose über die Schwere der Verletzung gab, so lagen die schlimmen Szenen der ersten Halbzeit doch ein wenig wie ein Schatten über dem 2:1-Endspiel-Erfolg der Wahrenholzer. Auch Christopher Hartmann, Kapitän des Taterbusch-Teams, gab ohne Umschweife zu: „Das überschattet alles. Sven meinte, es hätte geknackt. Das wünscht man bei so einem Vorbereitungsturnier natürlich keinem. Wir hoffen nicht, dass es das ist, was er befürchtet.“ Arndt selbst hatte wohl direkt gemutmaßt, es könne eine Kreuzbandverletzung sein. In der bitteren Szene war er von seinem Gegenspieler leicht getroffen worden, dann folgte augenscheinlich eine ungünstige Bewegung. Knall auf Fall wand sich der Torschützenkönig des Kreisliga-Rückkehrers schmerzverzerrt am Boden und musste von zwei Vereinskollegen vom Platz getragen werden.

Eine Szene, die das Vorhoper Finale nach durchaus flottem Beginn spürbar lähmte. „Das müssen dann erst einmal alle aus den Köpfen rauskriegen“, bestätigte Hartmann einen allumfassenden Schock. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1. Weil die Brauereistädter die erste Wahrenholzer Druckwelle mit Glück und Geschick überstanden hatten und bei ihrer ersten Gelegenheit eiskalt zuschlugen. Der Angriff schien schon zu verebben, doch letzten Endes schob Marcel Liedtke den Ball über die Linie (13.). Die Schwarz-Gelben antworteten postwendend. Marcell Meyer, zuvor fünffacher Torschütze beim Wochenpokal, scheiterte noch an Keeper Christoph Pörschke, doch den Nachschuss jagte Neuzugang Marlon Jansen rein (16.).

So sehen Seriensieger aus: Der Bezirksligist VfL Wahrenholz bejubelte zum fünften Mal in Serie den begehrten Wochenpokal des VfL Vorhop.

Kurz danach die verhängnisvolle Aktion. Wittingens Coach Naim Fetahu, selbst mit einem frischen Kreuzbandriss, wollte nicht vom Worst Case ausgehen: „Wir müssen erst einmal positiv denken.“ Sein Team, das mit einer Not-Abwehr um Heimkehrer Marcel Kerstens agierte (Fetahu: „So haben wir im Leben noch nicht zusammen gespielt“), hätte das Remis fast in die Pause gerettet. Doch Kerstens traf Meyer am Fuß – Elfmeter. Jan Evers verwandelte trocken (44.).

Letztlich schon der Endstand. Weil die Partie verflacht war. Ein Pfostenschuss von Simon Fricke (58.), ein Abseitstor von Meyer (73.) – das war’s an Highlights. Obwohl es für Wahrenholz der fünfte Triumph in Serie war, käme keine Langeweile auf, verneinte Hartmann vehement: „Nein! Nein! Vorhop wollen wir immer gewinnen, das ist ein geniales Turnier.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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