Handball – Verbandsliga Herren: Wittingen erwartet im Hit Verfolger Burgdorf III / Eine „Millionenfrage“ und die Joker

Die Antwort auf dem Parkett geben

Keine unnötigen Würfe! Um das Burgdorfer Tempospiel zu verhindern, sollen die Wittinger (Stefan Tietz/beim Wurf) ihre Chancen konsequent nutzen. Fotos: Barrenscheen

Wittingen. So knifflig wird es für die Kandidaten bei Günther Jauch höchst selten. Axel Bühlow hingegen musste sich schon mindestens 20 Mal über seine persönliche Millionenfrage den Kopf zerbrechen.

Warum findet das Spiel der Handball-Landesliga zwischen dem Ersten VfL Wittingen und dem Dritten TSV Burgdorf III ausgerechnet an einem Sonntag um 17 Uhr statt? „Ich weiß es nicht“, wiegelt der VfL-Trainer umgehend ab.

Und es ist Bühlow auch egal. Als Grund für eine mögliche Niederlage will er die Terminierung von vornherein nicht gelten lassen. Auch wenn die Drittvertretung des Bundesliga-Clubs mit einigen Erst- und Drittligaspielern oder Akteuren aus der A-Jugend-Bundesliga in die Brauereistadt kommt, müsse sich der VfL zu Hause nicht verstecken. „Das Spiel muss gewonnen werden. Ohne wenn und aber“, so Bühlow.

Dem Wittinger Übungsleiter ist bewusst, dass „in diesem Kracher einiges auf uns zukommt.“ Dass Burgdorf aber schlagbar ist, haben nicht nur sechs Mannschaften in dieser Saison schon gezeigt. Auch der VfL war im Hinspiel trotz der 30:39-Pleite nicht chancenlos.

Vor allem der Beginn damals stimmt Bühlow optimistisch. 5:1 führte Wittingen, hatte Chancen den Vorsprung auf 7:1, gar 8:1 auszubauen. Das Gegenteil trat ein: Zack, zack kam der TSV zum Ausgleich. „Wir sind Burgdorf nicht ins offene Messer, sondern in die Tempogegenstoßfalle gelaufen“, erinnert sich Bühlow und warnt vor dem schnellen Außen des Gegners.

Nun – beim zweiten Aufeinandertreffen – wäre „unnötige Würfe verboten“, sagt Bühlow, der von seiner Mannschaft lange, konzentrierte Angriffszüge am besten mit einem erfolgreichen Abschluss sehen will.

Und wenn nicht, dann „Hacken kehrt.“ In der Deckung müsse Wittingen, das auf Arne Gades (Schulter) verzichten muss, dafür wieder Kai Lemke, Kai Eschert und Andreas Witzke in den Reihen weiß, wieder zulegen. Eine Grundlage für den Sieg. Gewissermaßen der 50:50-Joker. „Wir hoffen dann noch auf reichlich Zuschauer und den Publikums-Joker“, grinst Bühlow. Dann könnte sein Team auf dem Parkett die richtige Antwort geben und im Topspiel den Hauptgewinn von zwei Punkten einsacken.

Von Matthias Jansen

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