Handball – Verbandsliga Herren: Wittingen heute bei Heimpremiere gefordert

„Anschluss nicht verpassen“

Für die Wittinger Handballer soll die Saison am heutigen Abend erst so richtig losgehen. Der Verbandsligist empfängt den TSV Barsinghausen. Der erste Sieg am 2. Spieltag ist fast unerlässlich. Foto: Marud

Wittingen. Bahnfahrer wissen das: Wer seinen Anschluss-Zug verpasst, sitzt erst einmal auf dem (Abstell-)Gleis fest.

So soll es den Verbandsliga-Handballern des VfL Wittingen nicht ergehen: Deshalb ist für Trainer Mike Mühlenbruch ein Sieg bei der heutigen Heimpremiere gegen den TSV Barsinghausen (19. 15 Uhr) unerlässlich.

2. Spieltag und schon so etwas wie Druck für die Brauereistädter. „Den will ich auch erzwingen“, betont Mühlenbruch. Nur so könne er auch sehen, wie seine noch relativ frischen Schützlinge damit umgehen. Außerdem will Wittingens Coach nach der Auftaktpleite in Wietzendorf (24:28) mit seinem Team nicht gleich in einem frühen Stadium der Saison in den Tabellen-Niederungen kleben bleiben. „Es geht darum, den Anschluss nicht zu verpassen. Und dafür müssen wir so früh wie möglich anfangen zu punkten, um auch eine positive Stimmung reinzukriegen“, sagt Mühlenbruch und stuft daher den ersten Auftritt vor eigenem Publikum als „ganz wichtig“ ein.

Sehr wohl in dem Wissen, dass auf der anderen Seite ein unangenehmer, ausgeruhter, unbelasteter, ja womöglich richtig starker Gegner wartet. Barsinghausen landete in der abgelaufenen Serie direkt hinter dem VfL auf dem vierten Platz, zählt für Mühlenbruch zu den „Staffelfavoriten“. Guter Rückraum, starke Torhüter: Das seien die besonderen Merkmale der „Basche Barracudas“, wie sich die in der Vorwoche spielfreien Gäste aus Hannover auch schimpfen. Den Raubfischen wäre durchaus zuzutrauen, in fremden Gewässern zu wildern.

Ergo benötigen die Hausherren mehr Konstanz in ihrer Leistung als zuletzt. „Teils haben wir das Spiel in Wietzendorf bestimmt. Aber das muss über 60 Minuten gehen“, fordert Mühlenbruch. Nur am Limit könne Wittingen dem Gast-TSV erfolgreich die Stirn bieten. Dazu sollen auch die Fans ihre Mannschaft anstacheln. Mühlenbruch: „Das pusht und das wollen wir auch nutzen.“

Im Nachklang an Wietzendorf feilte der Trainer an der Chancenverwertung. Die nahezu 50-prozentige Fehlquote sei viel zu hoch gewesen. Besonders in spielentscheidenden Phasen dürfe sein Team „nicht den Kopf verlieren“, müsse „Auge beweisen“ und sich nicht „Minder-Chancen, sondern nur die 100-Prozentigen nehmen“. Andernfalls fährt der Zug nach oben wirklich ohne den VfL ab.

Von Ingo Barrenscheen

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